Heidelberg – Zahlen, Daten und Fakten zur Heidelberger Bildungslandschaft! Das Amt für Schule und Bildung hat den Bericht „Schule und Bildung Heidelberg 2021/22“ vorgelegt


In Sachen Digitalisierung haben Heidelbergs Schulen einen großen Sprung nach vorne gemacht. Das zeigt der aktuelle Bericht Schule und Bildung 2021/22. Foto: Archivfoto Dorn, 2019

Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Vielseitig wie die Heidelberger Bildungslandschaft: der neue Bericht Schule und Bildung Heidelberg 2021/22 gibt auf mehr als 350 Seiten einen umfassenden Überblick über die Bildungsangebote in der Stadt. Schwerpunkt des Berichts sind Zahlen, Daten und Fakten zum schulischen Angebot in Heidelberg. Beleuchtet werden aber auch Angebote der beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung, der Hochschulbildung bis hin zu spezifischen Angeboten für ältere Menschen. „Der Bildungsbericht hilft uns, auf einer soliden Datenbasis für die Zukunft zu planen. Wir arbeiten in Heidelberg kontinuierlich an einer guten Bildungsinfrastruktur. Denn Chancen- und Bildungsgerechtigkeit stehen in unserer Stadt dauerhaft ganz oben auf der Agenda. Sie werden nicht zuletzt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie spielen“, erklärt Bildungsbürgermeisterin Stefanie Jansen. Der Ausschuss für Kultur und Bildung nahm den Verwaltungsentwurf des Berichtes am 20. Januar 2022 zur Kenntnis.

Leicht steigende Schülerzahlen im Grundschulbereich

Der Bericht zeigt: Mehr als 22.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die 54 Schulen in Heidelberg, von 35 Schulen ist die Stadt Heideberg Schulträger. Insgesamt steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler leicht an. Heidelberger Schulen bleiben auch weiterhin für Schülerinnen und Schüler aus dem Umland attraktiv, insbesondere im weiterführenden Bereich.

Hohe Übergangszahlen auf das Gymnasium

Was die Übergänge von der Grundschule in weiterführende Schulen anbelangt, ist der Prozentsatz der Kinder, die auf ein Gymnasium wechseln, weiterhin überdurchschnittlich hoch. Der Bericht zeichnet die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre für alle Schulen des Grundschulbereiches sowie speziell für die öffentlichen Grundschulen nach. Der Anteil der Kinder der öffentlichen Grundschulen, die auf ein Gymnasium wechseln, lag in den letzten Jahren stets bei über 62 Prozent. Den höchsten Anteil an Übertritten in ein Gymnasium mit 68 Prozent gab es zum Schuljahr 2017/18. Mitunter größere Schwankungen treten zwischen den Schularten Realschule, Gemeinschafts- und Gesamtschule auf. Im Schuljahr 2020/21 wechselten circa 18 Prozent auf eine Realschule, circa 11 Prozent der Kinder auf die Gesamtschule oder eine vergleichbare Schulart und circa 6 Prozent auf eine Gemeinschaftsschule.

Realschulen gewinnen deutlich an Schülerinnen und Schülern in höheren Klassenstufen

Ein Blick auf verschiedene Jahrgangskohorten von Klasse 5 bis 10 an den verschiedenen Schularten im Sekundarbereich zeigt: die Realschulen gewinnen in den höheren Klassen deutlich an Schülerinnen und Schülern. An den öffentlichen Gymnasien ist die gegenläufige Entwicklung zu verzeichnen.

Kaum Schulabbrecher, viele Abiturientinnen und Abiturienten

Nach wie vor ist die Schulabgangsquote von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss in Heidelberg mit 2,9 Prozent sehr niedrig im Vergleich zu 6 Prozent in Baden-Württemberg. Das Abitur ist in Heidelberg der häufigste Schulabschluss. An den allgemeinbildenden Schulen in Heidelberg machten im Schuljahr 2019/20 49,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Abitur, 36 Prozent die Mittlere Reife und 10,9 Prozent einen Hauptschulabschluss.

Digitalisierung der öffentlichen Schulen in Heidelberg

Digitalisierung des Lehrens und Lernens ist ein zentrales Thema der Heidelberger Schulentwicklung. Im Schuljahr 2020/21 verfügten 94 Prozent der öffentlichen Schulen über schnelles Internet. Die Geräteausstattung der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sowie die Ausstattung der Schulen mit Präsentationsmedien konnte durch kommunale Anstrengungen und die Nutzung der Förderungen des Digitalpaktes Schule deutlich verbessert werden. So stand 2020/21 im Schnitt ein digitales Endgerät für 2,3 Schülerinnen und Schüler zur Verfügung – das ist eine Verdopplung der Gerätezahl im Vergleich zu 2018/2019. Insgesamt gibt es 674 Präsentationsmedien an den 35 öffentlichen Schulen, das entspricht einer Zunahme von fast 50 Prozent gegenüber 2018/19. Seit Juli 2019 arbeitet eine ämterübergreifende Projektgruppe mit dem Ziel, die digitale Infrastruktur und die Unterstützung der Schulen kontinuierlich zu optimieren und die Fördermittel des Digitalpakts Schule vollumfänglich abzurufen.

Inklusive Settings im Schulangebot sind vielfältig

Im Schuljahr 2020/21 wurden an den öffentlichen Grundschulen 39 Kinder mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot inklusiv beschult. Das heißt, an den Schulen lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Hinzu kommen 28 Kinder, die sich in verschiedenen Organisationsformen gemeinsamen Unterrichts befinden. Im Sekundarbereich werden 70 Kinder inklusiv beschult und zusätzlich sind neun in kooperativen Organisationsformen gemeinsamen Unterrichts. Die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (ohne die Klinikschule) in Heidelberg werden im selben Schuljahr von 374 Schülerinnen und Schülern besucht.

Breite Förderung und Unterstützung

Der Bericht beinhaltet auch Beschreibungen besonderer Heidelberger Förder- und Unterstützungssysteme wie die außerschulische Betreuung und Ferienbetreuung, Essen an Heidelberger Schulen, Elternmentoren, Heidelberger Unterstützungssystem Schule (HÜS), Durchgängige Sprachförderung, Schulsozialarbeit, Hochbegabtenförderung und vieles mehr. Außerdem werden sogenannte non-formale Lernorte beschrieben, zum Beispiel die Angebote der Zoo-Akademie, des Hauses der Astronomie, des Globalen Klassenzimmers, des Theaters, der Musik- und Singschule oder des Kurpfälzischen Museums sowie die vielseitige Präventionsarbeit von Mosaik-Deutschland e.V. Hier wurde der Bericht um die vielseitigen Bildungsangebote des informellen und non-formalen Bereiches in der Stadt Heidelberg deutlich erweitert.

Der Bericht Schule und Bildung 2020/21 steht nach dem gemeinderätlichen Gremienlauf und der finalen grafischen Bearbeitung ab März im Internet allen Interessierten zur Verfügung unter www.heidelberg.de/schulen.

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