Ludwigshafen – Chili im Eigenanbau


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Noch vor wenigen Jahrhunderten war die Ernährung in unseren Breiten eine ziemlich fade Angelegenheit. Gewürze waren nur einer kleinen Elite zugänglich, waren sie doch sehr teuer und mussten aus Asien über die Seidenstraße nach Europa eingeführt werden. Dies änderte sich erst Ende des 15. Jahrhunderts.


Die Herkunft des Chilis

Christoph Columbus ist es zu verdanken, dass sich die kulinarische Situation der Europäer entscheidend verbesserte. Brachte er von seinen vielen Reisen nach Mittel- und Südamerika doch neben der Kartoffel auch eine kleine, rote Beere mit, die sich durch eine außerordentliche Schärfe auszeichnet und der Gesundheitförderlich ist.

Heute ist der Chili aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken. Daher kommt es gelegen, dass die Schote, von der mehr als 1000 Sorten existieren, auch in hiesigen Regionen wächst und gedeiht.


Chili selbst anbauen

Die Wachstumsphase der hierzulande beliebten Sorten der Gattung capsicum annum umfasst in der Regel 60 bis 90 Tage. Damit also im Sommer und Herbst geerntet werden kann, sollte die Anzucht im Februar oder März erfolgen. Diese Jahreszeit ist allerdings noch mit Frost verbunden.

Die Chilisamen haben es beim Keimen gerne warm und benötigen eine Temperatur, die 22° Celsius nicht unterschreitet. Deshalb eignet sich für die Anzucht ein warmes Plätzchen wie die Fensterbank über einem Heizkörper.


Das Saatgut

In Deutschland werden Chilis als Paprika angesehen. In Gärtnereien und Pflanzenmärkten werden zwar sehr viele Paprikasamen angeboten. Dabei besteht die Mehrheit des Sortiments aber aus gewöhnlichem Gemüsepaprika.

Es empfiehlt sich, beim Erstanbau auf Saatgut aus einem Online-Shop vom Fach zurückzugreifen. Diese Anbieter sind auf Chilli-& Pepper-Produkte spezialisiert und besitzen üblicherweise ein reichhaltiges Sortiment.


Der Keimtest

Chilis benötigen je nach Temperatur und Sorte 10 bis 30 Tage zum Keimen. Eine schlecht keimende Saat ist ein ausgesprochenes Ärgernis. Es empfiehlt sich deshalb ein Keimtest, der zu Hause durchgeführt werden kann.

Dazu werden einige Lagen Küchenpapier auf einen Teller gelegt und befeuchtet. Darauf werden einige der Samen in einem Abstand von 2 cm positioniert. Anschließend wird der Teller mit einer durchsichtigen Küchenfolie überspannt, in die mit einer Nadel ein paar Löcher gestochen werden. Der Teller wird an einem warmen Platz in der Wohnung platziert. Nach ca. 2 Wochen kann das Resultat begutachtet werden. Wenn mehr als 75 % der Samen angehen, ist eine zufriedenstellende Anzucht zu erwarten.


Die Anzucht

Zur Anzucht eignen sich Zimmergewächshäuser, die für wenig Geld im Gartencenter erworben werden können. Die humusreiche, lockere Anzuchterde sollte sterilisiert gekauft werden, damit sich im feuchtwarmen Mikro-Gewächshaus kein Schimmelpilz bildet.

Die Samen werden dann im Abstand von 1,5 cm etwa 3 mm in die Erde gesteckt und feucht gehalten. Nach ca. 14 Tagen stecken die Keimlinge ihre Köpfe ins Freie, sodass sie bald in größere Töpfe umgesetzt werden können.


Das Umsetzen

Das Umsetzen oder Pikieren kann vorgenommen werden, wenn sich an der Pflanze zwei echte Blattpaare gebildet haben. Dafür werden mehrere Blumentöpfe mit guter Blumenerde gefüllt.

Mit einem Pikierholz wird das Pflänzchen samt dem die Wurzel umgebenden Erdreich vom Zimmergewächshaus in die Töpfe umgesetzt. Manche Gärtner empfehlen, ein wenig phosphorhaltigen Flüssigdünger beizugeben, um das Wurzelwachstum zu fördern.


Das Umtopfen & die Pflege

Nach vier Wochen können die Chilipflanzen dann ins Freiland oder in den großen Topf umgesetzt werden. Chilis eignen sich hervorragend als Topfpflanze. Das hat den Vorteil, dass sie mobil bleiben und bei einem Kälteeinbruch wie z. B. den Eisheiligen im Mai ins Haus oder in den Wintergarten gestellt werden können. Bei den verwendeten Töpfen ist darauf zu achten, dass diese an der Unterseite ein Loch haben, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht.

Der Chili als Tropenpflanze benötigt neben sommerlichen Temperaturen eine ausreichende Bewässerung, allerdings mag er keine vernässten Wurzeln. Auch in sehr trockenem Boden überleben die Pflanzen nicht. Zudem benötigen Chilis einen ausreichenden Windschutz. In „normalen“ Sommern reicht ein zweimaliges Gießen pro Woche aus. Wenn es heißer wird, können die Pflanzen dreimal gegossen werden. Wenn nach der Ernte dann einige Chilikörner getrocknet und dunkel aufbewahrt werden, ist das Saatgut für das nächste Jahr schon bereit.

Bild Quelle: © unsplash.com – Steve Johnson

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