Frankenthal – „Frankenthal einst und jetzt“ für das Jahr 2021 erschienen

Frankenthal/Metropolregion Rhein-Neckar. Ab sofort ist „Frankenthal einst und jetzt“ für das Jahr 2021 erhältlich. Die von der Stadt Frankenthal in Zusammenarbeit mit dem Frankenthaler Altertumsverein herausgegebene Zeitschrift enthält Beiträge zur vergangenen und gegenwärtigen Stadtgeschichte. Die diesjährige Ausgabe befasst sich neben historischen Jubiläen auch mit der aktuellen Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf das Leben in unserer Stadt – erzählt von Bürgerinnen und Bürgern. Erworben werden kann das reich bebilderte Heft für 5,50 Euro bei der Buchhandlung Thalia am Rathausplatz.

Historisches
Die Wahl der Orgel zum Instrument des Jahres 2021 lädt gerade im einst auch für den Orgel-bau bekannten Frankenthal dazu ein, sich mit der „Königin der Instrumente“ näher zu befassen. Friedhelm Trowe nimmt in seinem Beitrag daher die älteste Orgel in der heutigen Stadt, die SeuffertOrgel in der barocken St. Cyriakus-Gemeinde in Eppstein, in den Blick, die seit ihrer Errichtung im Jahr 1771 auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken kann. 1983 im Zuge von Renovierungsarbeiten ins Bischöfliche Kirchenmusikalische Institut nach Speyer überführt, kommt sie seit 1997 wieder an ihrem ursprünglichen Standort in Eppstein im Gottesdienst zum Einsatz. Mit zwei ehemaligen Frankenthaler Denkmälern, dem 1889 eingeweihten Kaiser- und Siegerdenkmal und dem Luitpoldbrunnen von 1900, befasst sich Dieter Schiffmann und zeichnet nach, wie die beiden Monumente im Deutschen Kaiserreich von 1871 – dessen Gründung sich dieses Jahr zum 150. Mal jährt – im Rahmen von Kundgebungen und Aufzügen für eine geschichtspolitisch vermittelte Erinnerungskultur instrumentalisiert wurden.

Gleich zwei Aufsätze widmen sich dem Frankenthaler Porzellan. Eva-Maria Günther, wissenschaftliche Kuratorin an den ReissEngelhorn-Museen Mannheim, nimmt die Leser anhand zweier mit Kanarienvögeln verzierten Zuckerdöschen aus dem Bestand des Erkenbert-Museums Frankenthal mit auf eine spannende kulturhistorische Entdeckungsreise rund um die Geschichte des einstmaligen Luxusguts Zucker und der im 18. Jahrhundert im europäischen Adel und reichen Bürgertum als Haustiere beliebten Kanarienvögel. Die neue Leiterin des Stadtarchivs Frankenthal, Dörte Kaufmann, widmet sich der Rezeption des Frankenthaler Porzellans und zeigt, wie der erste hauptamtliche Leiter des Kurpfälzischen Museums Heidelberg Karl Lohmeyer im Jahr 1912 mit seiner ersten, den Produkten der Frankenthaler Porzellanmanufaktur gewidmeten Ausstellung einen überwältigenden Publikumserfolg erzielen konnte. Ihr Vorgänger, der langjährige Leiter des Stadtarchivs und Historiker Gerhard Nestler, hat auch im Ruhestand noch lange nicht mit der Frankenthaler Stadtgeschichte abgeschlossen: Sein Beitrag für das Heft 2021 untersucht erstmals die Geschichte der Frankenthaler Orts-gruppe der 1917 in Königsberg in Ostpreußen gegründeten Deutschen Vaterlandspartei und ordnet sie in die Entstehung neuer politischer Gruppierungen und die Erweiterung des bisherigen Fünf-Parteien-Systems in den Auseinandersetzungen um die Kriegszielpolitik der Reichsregierung im Ersten Weltkrieg ein.

Dieter König, dem Leserkreis von Frankenthal einst und jetzt ebenfalls seit langem als Experte für die Frankenthaler Stadtgeschichte bekannt, knüpft mit seinem Aufsatz an das 175jährige Jubiläum an, das die Turngemeinde Frankenthal dieses Jahr feiern konnte und verdeutlicht, wie sich die TG in Kontinuität zu einem 1846 gegründeten Vorgängerverein und damit zugleich zu den Wurzeln der liberalen und demokratischen Bewegung im Vorfeld der Revolution von 1848 sieht. Zwei Jubiläen stehen auch bei Werner Schäfer im Mittelpunkt: Die Entstehung des Frankenthaler Hauptfriedhofs vor 200 Jahren und die Gründung der KSB vor 150 Jahren durch Johannes Klein, dessen Werdegang vom „Bauernsohn“ zum Fabrikdirektor er liebe- und oft auch humorvoll nachzeichnet. Mit dem vor vierzig Jahren gegründeten Trägerverein des Frankenthaler Frauenhauses Frauen für Frauen e.V. und der Entstehung dieser wichtigen Frankenthaler Institution schließlich befasst sich Frédérique Buisson-Koch.

Frankenthal und Corona
Abgerundet wird das Heft durch einen Blick auf „Frankenthal jetzt“ – und zwar „jetzt“ mitten in der Corona-Pandemie. Das Stadtarchiv und die Redaktion von Frankenthal einst und jetzt hatten 2020 dazu aufgerufen, die Corona-Krise durch Fotos oder Texte von Frankenthaler Bürgerinnen und Bürgern im historischen Gedächtnis der Stadt verankern und für die künftige Forschung und Geschichtsschreibung dokumentieren. Drei dieser Beiträge und Fotos aus dem „Alltag in einer Ausnahmesituation“ sind im diesjährigen Heft abgedruckt.

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