Landau – „Für viele eine große Faszination“ – Weihnachtskrippe bereichert den Schulalltag an der Maria-Ward-Schule in Landau

Für die beiden Religionslehrer*innen Simone Reuther und Christoph Lusch nimmt die Weihnachtskrippe an der Maria-Ward-Schule eine wichtige Rolle in der Adventszeit ein.

Landau / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/FraWol) – Welche Rolle spielt die Weihnachtskrippe im Schulalltag? An der katholischen Maria-Ward-Schule in Landau ist der traditionelle Schmuck in der Adventszeit bereits seit Jahrzehnten von großer Bedeutung – zum einen der Symbolik wegen, zum anderen als wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Die Private Maria-Ward-Schule in Landau befindet sich als katholische Mädchenschule in Trägerschaft des Bistums Speyer. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit wird der Eingangsbereich des Schulgebäudes traditionell mit einer großen Weihnachtskrippe geschmückt: Ein beeindruckender Sternenhimmel schwebt auch in diesem Jahr über dem Geschehen aus kleinen Figuren, die zwischen Felsen, Gestein und Sand liebevoll aufgestellt sind und Schülerinnen, Personal sowie Gäste der Schule in der Adventszeit empfangen. Gestaltet wurde die Krippe bereits vor mehreren Jahrzehnten von Hermann Martin, der vor seiner Pensionierung als Kunsterzieher an der Maria-Ward-Schule tätig war. Eine Ordensschwester sei damals auf ihn zugekommen und habe ihm von einer Reihe Krippenfiguren auf dem Speicher des Schulhauses erzählt, erinnert sich Martin. Weil auch er die Idee schön fand, für die Schülerinnen eine eigene Krippe im Haus zu haben, machte er sich an die Arbeit. „Das ist die erste Krippe, bei der ich fast traditionell eine Felsenkulisse mit viel Sand und Wüste gestaltet habe“, sagt Martin. Dabei hatte er auch einen theologischen Gedanken: „Rund herum ist nichts als Wüste zu sehen. Nur direkt an der Krippe steht ein palmenähnliches Gewächs, denn dort ist Leben.“ Beim Aufbau der Krippe packen Jahr für Jahr Schülerinnen und Personal der Maria-Ward-Schule mit an, sodass das Projekt „Weihnachtskrippe“ immer im November zu einer gemeinsamen Aktivität wird, die die Adventszeit an der weiterführenden Mädchenschule einläutet. Seit etwa 10 Jahren ist etwas Abwechslung in die Krippenlandschaft an der katholischen Privatschule gekommen. „Ich wollte das Geschehen von damals in die heutige Zeit holen und etwas Moderneres gestalten“, erzählt Krippenbauer Hermann Martin. So kam ihm die Idee, das aktuelle Schulgebäude in die Szenerie zu integrieren. Als Hintergrund diente eine Front der Schule, die an eine Art Höhle erinnert; die passenden Figuren dazu wurden von einer Schulklasse angefertigt. Und so kann die Landauer Schule inzwischen auf zwei selbst gefertigte Weihnachtskrippen zurückgreifen: ein traditionelles und ein modernes Exemplar. Sie zieren mittlerweile im jährlichen Wechsel in der Vorweihnachtszeit den Eingangsbereich des Schulgebäudes und erfreuen die rund 1.100 Schülerinnen, 100 Lehrkräfte sowie Gäste der Schule. „Auch wenn sich viele ältere Semester mit meiner modernen Interpretation häufig etwas schwertun und sich dann wieder auf die traditionelle Darstellung im nächsten Jahr freuen“, berichtet Martin von seinen Erfahrungen aus den letzten Jahren. Bei den Gymnasiastinnen und Realschülerinnen, die an der Maria-Ward-Schule unterrichtet werden, kommen hingegen beide Exemplare gleichermaßen gut an. Schulseelsorgerin und Religionslehrerin Simone Reuther macht bei Unternehmungen mit ihren Schulklassen häufig einen Stopp an der Krippe und bindet sie so aktiv in ihren Unterricht mit ein. Dabei sollen die Schülerinnen auf die Besonderheiten der jeweiligen Szenerie achten, die einzelnen Figuren identifizieren und Vergleiche zu anderen ihnen bekannten Krippen, beispielsweise dem Exemplar zuhause, ziehen. „Die Schülerinnen können hier in eine neue Welt eintauchen“, erzählt Reuther. „In eine frühere Zeit, die so lange zurückliegt und hier trotzdem noch einmal lebendig wird. Das ist für viele eine große Faszination.“
Auch der Wechsel der Krippen ist Reuther zufolge von großem pädagogischem Wert. So stelle gerade die moderne Darstellung den Bezug der Weihnachtsgeschichte zur heutigen Zeit her. „Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass Jesus jedes Jahr geboren wird und nicht nur vor 2.000 Jahren“, findet Reuther. „Jesus wird Jahr für Jahr in uns Menschen wieder lebendig. Das ist das Zeichen der Krippe, dass Gott jedes Jahr zu uns kommt, ganz besonders an Weihnachten durch die Geburt Jesu.“ Neben ihrem pädagogischen Zweck nimmt die Weihnachtskrippe an der Maria-Ward-Schule aber auch eine wichtige Rolle ein, was Symbolik und Schmuck betrifft. So wurde das diesjährige Exemplar pünktlich zum Tag der offenen Tür Ende November aufgebaut, um dem Schulhaus bei den Führungen mit den interessierten Familien und möglichen künftigen Schülerinnen den besonderen Feinschliff zu verleihen und das Gebäude lebendiger und heimeliger wirken zu lassen. „Das ist etwas, was für uns als Schule in katholischer Trägerschaft dazugehört und was uns von anderen Einrichtungen unterscheidet“, erzählt Simone Reuther. „Vielen Eltern und Kindern fällt die Krippe positiv auf, weil sie hübsch anzusehen ist und sie das an anderen Schulen so nicht vorfinden.“ Meist brauche es auch nicht viele Worte oder eine Erklärung zur Krippe. Es reiche schon, „dass sie einfach da ist.“ Und das ist sie noch bis Ende Januar, wenn an der Schule traditionell der Maria-Ward-Tag, ein unterrichtsfreier Aktionstag, gefeiert wird. „Erst wenn der vorüber ist, wird auch die Krippe wieder abgebaut.“


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Krippenbauer Hermann Martin.

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