Landau – Wenn die Kulturtage Südliche Weinstraße und der Umweltpreis zusammenkommen, dann entsteht „natürlich kunst“- Ausstellung ab Sonntag im Kreishaus SÜW zu sehen

Landau/Metropolregion Rhein-Neckar. Erstmals sind in diesem Jahr die traditionellen Kulturtage der Südlichen Weinstraße mit dem seit 2004 ausgelobten Umweltpreis verbunden. Und die Früchte dieser Verbindung können sich im wahrsten Wortsinn sehen lassen: Die Ausstellung „natürlich kunst“ ist ab Sonntag für alle Interessierten im Kreishaus Südliche Weinstraße zu betrachten. Bis 12. Dezember, immer samstags und sonntags, in der Zeit von 11 Uhr bis 15 Uhr. Kinder und Jugendliche haben unter der Obhut von Kunststudierenden außergewöhnliche Objekte zum Themenfeld geschaffen, die nun im Original oder durch Fotografien im Kreishaus der Südlichen Weinstraße beeindrucken. Landrat Dietmar Seefeldt sagt: „So verschieden die Ideen, Materialien und Formen der entstandenen Werke auch sind – allesamt sind sie geeignet, unsere Wahrnehmung von Natur zu ändern und Naturschutz in einem anderen Licht zu sehen.“ Er lädt ein, die Schau zu besuchen und den Erfahrungen, die die jungen Leute bei ihren Projekten gemacht haben, nachzuspüren und mit eigenen Eindrücken zu verbinden.

Tina Stolt ist Professorin für Kunstdidaktik mit dem Schwerpunkt Bildnerische Praxis am Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau. Ihre Studentinnen und Studenten haben die Projekte, aus denen nun Werke zu sehen sind, mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Sie betont: „Um die Umwelt und vor allem die Natur nicht nur gestalten, sondern auch respektvoll behandeln oder gar schützen zu können, muss sie überhaupt erst einmal wahrgenommen werden. Dazu gehören alle möglichen Sinneserfahrungen und Emotionen wie sehen, riechen, fühlen, sich freuen, sich erinnern und erkennen sowie das Sammeln und Vergleichen und dies so früh wie möglich.“

Aus folgenden Projekten sind Objekte und Fotografien in der Ausstellung zu sehen:

Ida Bomm, Master-Studentin der Bildenden Kunst, hat im Projekt „Farbjagd“ mit jungen Menschen aus dem Kinder- und Jugenddorf Maria Regina Silz gearbeitet. Zusammen sind sie unter anderem zu Farbstreifzügen aufgebrochen oder haben die Nuancen des Waldbodens versucht nachzuzeichnen. „Wir bauen ein Nest“ heißt das Projekt, das Paul Bomm, Bachelor-Student der Bildenden Kunst, zusammen mit Kindern der Kita „Nussknacker“ in Hochstadt bearbeitet hat. Unter anderem aus Ästen, Zweigen, Laub und Rindenstückchen schufen die Kinder kleine Plätze der Geborgenheit.Schülerinnen und Schüler der Realschule plus im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern haben zusammen mit den Master-Studentinnen Lorena Cappel und Sophia Engel unter dem Titel „Bäume schützen“ Land-Art-Objekte erstellt.

Unterschiedliche Böden untersuchten Kinder der Böhämmer Grundschule Bad Bergzabern, unter Anleitung des Studenten für Gymnasiallehramt Bildende Kunst, Muriel Lehmann. Titel des Projekts: „Zu Tage fördern“. Elena Redslob und Ann-Katrin Schmitt, Master-Studentinnen der Bildenden Kunst, schufen im Projekt „Unsere Pflanzen und ihre Gäste“ Raum für die Kinder der kommunalen Kita „Sternenstaub“ Edenkoben, um Farben, Formen, Pflanzen und Tiere wahrzunehmen.Außerdem arbeiteten Redslob und Schmitt mit dem „Pollichia Greenteam Edenkoben“. Die Jugendgruppe der Naturschutzorganisation und die Studentinnen stellten diese Kooperation unter den Titel „Verwegene Wege“. Jessica Stenzel, Kunst-Masterstudentin, arbeitete mit einer vierten Klasse der Grundschule „Kleine Kalmit“ Ilbesheim an dem Projekt „Moosgraffiti: Insekten an der Schulwand“ und mit einer zweiten Klasse an „Naturlandschaften im Schuhkarton“. Kreative „Insektenhotels“ ließen Schülerinnen und Schüler der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Staufer-Schulzentrum Annweiler entstehen, gemeinsam mit Manuel Weiland, Masterstudent für Gymnasium Bildende Kunst.

Der Umweltpreis:
Über die Prämierung der Projekte hat eine Jury entschieden. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden bei der Ausstellungseröffnung am Samstag bekanntgegeben. Pandemiebedingt findet diese Eröffnung in kleinerem Rahmen ausschließlich mit geladenen Gästen statt. Für die Öffentlichkeit sind ab Sonntag, 11 Uhr, die Türen zur Schau in der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße, An der Kreuzmühle 2 in Landau, geöffnet. Nur dank vieler kreativer, motivierter, umwelt- und kunstbegeisterter Menschen an der Südlichen Weinstraße war die Realisierung der außergewöhnlichen Ausstellung möglich. Besonderer Dank geht an die Sparkasse Südpfalz und den Verein zur Förderung von Kunst und Kultur an der Südlichen Weinstraße e.V., den Förderverein zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft der Südlichen Weinstraße e.V. sowie den Rotary Club Germersheim – Südliche Weinstraße für die freundliche Unterstützung.

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