Mannheim – ADHS – neue Behandlungsansätze mit CBD

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – ADHS ist eine der häufigsten neurologischen Entwicklungsstörungen im Kindesalter und nicht nur in Mannheim, Heidelberg und Umgebung ein unverändert aktuelles Thema. Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung wird in der Regel erstmals im Kindesalter diagnostiziert und dauert oft bis in das Erwachsenenalter an. Kennzeichnend sind Symptome wie Konzentrationsschwierigkeiten und ein erhöhter Bewegungsdrang. Letztendlich kann aber nur eine fachärztliche Untersuchung Gewissheit darüber verschaffen, ob eine neurologische Entwicklungsstörung besteht. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Cannabidiol (CBD) die typischen ADHS-Symptome deutlich lindern kann.

        Die Wirkungsweise von CBD und die bekannten Vorteile

        CBD ist eine chemische Verbindung, die unter anderem in Cannabis- und Hanfpflanzen anzutreffen ist. Es interagiert mit dem Endocannabinoid-System, das bei jedem Menschen vorhanden ist und unter anderem bei der Verdauung, der Stimmungsregulierung sowie dem Schmerzempfinden eine wichtige Rolle spielt. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (TCH), ein weiteres Cannabinoid der Cannabispflanze, entfaltet CBD keine berauschende Wirkung, die zu einem Suchtverhalten führen kann.

        Unterschiedliche Studien haben nachgewiesen, dass CBD entzündungshemmend, antioxidativ und schmerzlindernd wirkt. Darüber hinaus soll es bei Angststörungen und Depressionen bereits zu Behandlungserfolgen beigetragen haben. Entsprechende Produkte, wie Salben und Öle, sind nicht apothekenpflichtig und können daher auch über einen CBD Shop im Internet erworben werden

        Zwar berichten einige Menschen mit ADHS von einer Reduzierung der Symptome durch regelmäßigen CBD-Konsum, doch liegen hierzu noch keine abschließenden Forschungsergebnisse vor.

        Die aktuelle Studienlage

        Gleichwohl nur wenige Studien den gezielten Einsatz von CBD bei ADHS zum Inhalt haben, wurden einige Untersuchungen zu gerauchtem und eingenommenem Marihuana durchgeführt, die in einem beschränkten Maße auf CBD-Produkte übertragen werden können.

        Im Rahmen einer Studie mit mehr als 2.800 Teilnehmern in 2013 wurde beobachtet, dass der Konsum von Marihuana Hyperaktivität reduzieren kann. Die Studienteilnehmer gaben an, einen verminderten Bewegungsdrang zu verspüren.

        Eine kleine randomisierte kontrollierte Studie aus dem Jahr 2017 brachte zum Vorschein, dass das Cannabinoid-Medikament Sativex, welches THC und CBD enthält, bei erwachsenen ADHS-Patienten zu einer Verringerung von ADHS-Symptomen führt. Hierbei mussten keine kognitiven Beeinträchtigungen beobachtet werden. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass diese Verbesserungen gering waren und nicht ausreichten, um zu zeigen, dass Cannabinoide signifikant wirksamer waren als die Behandlung mit einem Placebo.

        Eine Forschungsarbeit aus dem Jahre 2018 deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen CBD und der Linderung von ADHS-Symptomen gibt. Bei den Untersuchungen wurde Kindern CBD-Öl verabreicht und die Auswirkungen näher analysiert. Zwei Drittel der Behandelten sollen ein stark reduziertes Aggressionsverhalten an den Tag gelegt haben. Auch die Hyperaktivität soll in einem messbaren Bereich abgenommen haben.

        Im Jahre 2020 kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass höhere Dosen von medizinischem Cannabis im Regelfall mit einem geringeren ADHS-Medikamentenbedarf einhergehen. Insbesondere die Produkte mit einer höheren CBD-Dosierung sollen eine bessere Wirksamkeit besessen haben. Es ist zu berücksichtigen, dass die üblichen Medikamente zur Behandlung von ADHS mit einer Vielzahl an Nebenwirkungen verbunden sind. Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Schlafprobleme, Appetitminderung, Übelkeit und Puls- sowie Blutdrucksteigerungen. In seltenen Fällen kann es sogar zu einer vorübergehenden Wachstumsverlangsamung kommen.

        Grundsätzlich gehen mit einem wirksamen Präparat auch Nebenwirkungen einher. Dementsprechend können auch bei CBD bestimmte Nebenwirkungen auftreten, die nach aktueller Studienlage allerdings eher die Ausnahme darstellen. Denkbar sind ein niedriger Blutdruck, Mundtrockenheit und Müdigkeit. Cannabidiol gilt als sichere Substanz, die über eine Wechselwirkung mit Medikamenten zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen mit Dauermedikation sollte daher der Hausarzt konsultiert werden.

        • PREMIUMPARTNER
          Pfalzbau Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER
          Kuthan Immobilien


          PREMIUMPARTNER
          HAUCK KG Ludwigshafen

          PREMIUMPARTNER
          Edeka Scholz


          PREMIUMPARTNER
          VR Bank Rhein-Neckar

          PREMIUMPARTNER
          Hochschule Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER


          

          web
stats

          ///MRN-News.de      
          NACH OBEN SCROLLEN
          X