Mosbach – Brücke zurück zum Bildungsweg! Schulabsentismus: BBW Mosbach-Heidelberg unterstützt Projekt der AWO Heilbronn

        Kooperationspartner: Stratos Goutsidis (l.) und Tessa Fink von der AWO Heilbronn kamen mit BBW-Leiter Manfred Weiser und Abteilungsleiter Thorsten Ringwald (r.) zusammen. Foto: Andreas Lang

        Mosbach/Heilbronn/Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Johannes-Diakonie Mosbach) – Sie fallen oft durch alle Raster: Kinder und Jugendliche, die aus den verschiedensten Gründen nicht in die Schule gehen. Die Corona-Pandemie hat das Problem noch verstärkt. In den langen Phasen der Schulschließungen verabschiedeten sich viele Schülerinnen und Schüler aus dem Bildungssystem. Auch, weil sie für die Lehrer nicht mehr greifbar waren, weil sie nicht die technischen Voraussetzungen zum virtuellen Unterricht hatten oder weil einfach die Motivation zum umständlichen Fernunterricht fehlte. Mit seinem neuen Projekt „My Life“ möchte der AWO-Kreisverband Heilbronn diesem sogenannten Schulabsentismus begegnen – und hat das Berufsbildungswerk (BBW) Mosbach-Heidelberg als Kooperationspartner an Bord.

          Bei einem Besuch am BBW-Standort Mosbach tauschten sich Leitungskräfte von AWO und BBW über Chancen der gemeinsamen Arbeit aus. „Psychische Auffälligkeiten sind bei Jugendlichen während der Corona-Pandemie häufiger geworden“, berichtet AWO-Geschäftsführer Stratos Goutsidis. „Auch hat sich Schulabsentismus zu einem drängenden Problem entwickelt, das nach einer Antwort verlangt.“ Diese Antwort liefert die AWO mit einem Projekt, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Die Idee: Schritt für Schritt soll Betroffenen wieder eine Zukunftsperspektive eröffnet werden. „Dabei steht die Schule zunächst im Hintergrund“ erklärt die AWO-Fachbereichsleitung Tessa Fink. Denn häufig sei der Weg zurück durch frühere Probleme wie Mobbing oder Ärger an der Schule verstellt.

          Um trotzdem den Bildungsprozess nicht abbrechen zu lassen, kann E-Learning eine Alternative sein, eine Unterrichtsform, wie sie das BBW mit seinem Angebot „Online Lernen Weltweit“ speziell für solche Jugendliche anbietet, denen der Schulbesuch aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. Im Unterschied zum herkömmlichen Fernunterricht gehen eigens geschulte Lehrkräfte auf die individuellen Bedürfnisse der jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein. „Auch sonst ist ‚Online Lernen Weltweit‘ sehr flexibel“, erklärt BBW-Leiter Manfred Weiser. „Unterrichtszeiten können frei vereinbart, Themen und Fächer gezielt ausgewählt werden.“ Auch die Dauer der Maßnahme kann variieren, je nachdem, welche Fortschritte die Teilnehmenden auf dem Weg zurück ins Bildungssystem machen. In jedem Fall ist „Online Lernen Weltweit“ aber keine Dauerlösung, sondern eine Brücke zurück zum persönlichen Bildungsweg.

          Für das AWO-Projekt ist das flexible Unterrichtsangebot des BBW nach individueller Entscheidung die passende Ergänzung, eben weil der Unterricht von der Schule räumlich abgekoppelt ist, wie Tessa Fink erklärt: „Gerade für Jugendliche, die den Kontakt zum System Schule verloren haben, ist ‚Online Lernen Weltweit‘ eine gute Perspektive.“ Thorsten Ringwald, Koordinator des E-Learning-Angebots im BBW, konnte anhand konkreter Beispiele die positiven Möglichkeiten unterstreichen.

          Mehr Informationen zum Angebot „Online Lernen Weltweit“ gibt es unter www.bbw-mosbach-heidelberg.de/online-lernen-weltweit .

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