Germersheim – „Deshalb ist zuhören und aufmerksam sein so wichtig!“ – Erster Tätigkeitsbericht der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Germersheim

        Germersheim/Kreis Germersheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Drei Themen sind der Gleichstellungsbeauftragten für den Landkreis Germersheim, Lisa-Marie Trog, besonders wichtig: die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Beseitigung von Gewalt jeglicher Art an Frauen und ihren Kindern und der Bewusstseinswandel in der Gesellschaft zum Thema Feminismus. In ihrem Bericht in der öffentlichen Kreistagssitzung Anfang Oktober stellte sie Details ihrer Arbeit vor. Viele Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Feminismus füllten die eineinhalb Jahre, die Lisa-Marie Trog nun für den Landkreis tätig ist. Sie organisierte die Ausstellung „Über Leben. Ezidinnen nach dem Femizid 2014 – Aufarbeitung – Gerechtigkeit – Menschenrechte“, die drei Veranstaltungsreihen „Internationaler Frauentag“, “Weil sie`s kann“ und die „Frauengesundheitswochen“ sowie weitere gezielte Veranstaltungen, Vorträge und Projekte z.B. in Schulen zum Thema Sexismus. Dabei verschob sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit durch die Corona-Pandemie. „Vor allem für Frauen wurde es teilweise sehr schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren.

        Schon vor der Pandemie war dies vor allem für Alleinerziehende belastend, jetzt hatten sich die Situationen deutlich verschärft“, berichtete Trog. Vielerorts habe sich aber auch einiges zur Entlastung der Mütter getan. Die Gleichstellungsbeauftragte führt hier beispielhaft die Kreisverwaltung an, die durch die Pandemie und die fünfte Zertifizierung der berufundfamilie Service gmbH, weitere deutliche Verbesserungen erarbeitet hat: „Sofort zu Anfang der Pandemie wurden bereits viele neue und flexible Möglichkeiten geschaffen, von zu Hause aus zu arbeiten, um somit ein wenig der Belastung der Mitarbeitenden entgegenzusteuern.“„Leider“, so Lisa-Marie Trog, „ist nicht nur Homeschooling und Kinderbetreuung zuhause die einzige große Belastung. In vielen Beratungsgesprächen war den Frauen Unsicherheit anzumerken, die häufig Resultat von Gewalttaten an ihnen sind. Die Gewalt wurden in der Pandemie brutaler und die Partner konnten die Frauen rund um die Uhr kontrollieren.“ Deshalb war es der Gleichstellungsbeauftragten besonders wichtig, das persönliche Gespräch mit vielen Frauen zu suchen. Am Weltfrauentag wurden zum Beispiel Tüten mit Beratungsangeboten und kleinen Aufmerksamkeiten verteilt und Gespräche mit Interessierten geführt. „Es kann jede Frau treffen, jeglichen Alters, jeglicher Schicht. Sichtbaren Spuren sind für Außenstehende dabei eher selten. Deshalb ist das zuhören und das aufmerksam sein so wichtig“, so Trog.

        Ein Teil des Prozesses, um einen Bewusstseinswandel zur Verbesserung der Situation von Frauen zu erzielen, sieht Trog auch in der Sprache: „Sicherlich wird die geschlechterneutrale Sprache allein nicht zur Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter führen, dennoch ist sie ein wichtiger Teilbestand dieses Prozesses dort hin.“ Die Kreisverwaltung Germersheim hat zum Thema gendergerechte Sprache einen Leitfaden für die Mitarbeitenden im September veröffentlicht, um eine Brücke hin zu einem bewussten Umgang mit gendergerechter Sprache zu wecken. Zusammengefasst ist der Gleichstellungsbeauftragten Feminismus der zentrale Punkt für ihre Arbeit. „Es geht vor allem um die Abschaffung von Diskriminierung aller Geschlechter, um eine grundlegende Veränderung des gesellschaftlichen Normen- und Wertesystems und um einen Machtausgleich. Der Feminismus fordert nicht die Vormachtstellung eines Geschlechts über ein anderes oder eine Machtumkehr. Das ist die zentrale Botschaft und das zentrale Ziel meiner Arbeit“, so Trog.Den kompletten Tätigkeitsbericht gibt es auf der Homepage der Kreisverwaltung unter
        www.kreis-germersheim.de/gleichstellung .

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