Weinheim – Ein guter Platz für die Seele der Wirtschaft Weinheim weiht das neue Gewerbegebiet an der B3 ein – OB Just: „Vorreiterrolle in der Metropolregion“ – Sorgsamer Umgang mit dem Schutzgut Boden

        Weinheim/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rherin-Neckar. „Mittelständler sind das Herz und die Seele eines Wirtschaftsstandortes, sie sind der Motor für Innovation aber auch für Beschäftigung und Ausbildung am Ort, außerdem sind viele Vertreter des Mittelstandes Aktivposten in der Stadtgesellschaft.“ Mit diesen Worten hat Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just am Donnerstag das Gewerbegebiet „Nord“ an der B3 eingeweiht – rund 20 Monate nach dem ersten Spatenstich im Dezember 2019. In seiner Rede an die künftigen Grundstücksbesitzer, an Vertreter von Wirtschaft und Politik ging der Weinheimer OB auch grundsätzlich auf die Herausforderung ein, zwischen der kommunalen Wirtschaftsförderung und der Bewahrung des „Schutzgutes Boden“ (OB Just) abzuwägen. Seiner Ansicht nach ist diese Abwägung im neuen Gewerbegebiet besonders gut gelungen, weil die Weinheimer Wirtschaftsförderung in Abstimmung mit dem Gemeinderat Vergabekriterien entwickelt hatte, mit denen Betriebe zum Zug kamen, die im Hinblick auf Arbeitsplatzdichte, Innovationsfähigkeit und Steuerkraft einen signifikanten Beitrag zur Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Weinheim leisten.

        Manuel Just betonte: „Diese Vergabekriterien sind durchdacht und verdeutlichen, wie wichtig uns eine qualitätsorientierte und nachhaltige Gewerbeentwicklung ist.“ Diesen prüfenden Umgang mit dem Schutzgut Boden sei eine Kommune der Natur und nachfolgenden Generationen schuldig. In der Metropolregion nehme die Stadt Weinheim mit diesem Verfahren „eine absolute Vorreiterrolle ein“, so der Rathauschef. Auch Wirtschaftsförderer Jens Stuhrmann bestätigte, dass sich mehrere andere Kommunen der Region für das Verfahren interessieren. OB Just betonte: „ Wir gehen in Weinheim keineswegs verschwenderisch mit dem Schutzgut Boden um, nicht hier, und auch nicht an anderen Stellen in der Stadt.“ Das ist eine Einschätzung, die auch Felix Boenigk von der Planungsfirma Kommunalentwicklung GmbH teilte. „Es kommt selten vor, dass wir Gewerbegebiete in dieser Größe erschließen, die nicht auf der grünen Wiese liegen“, beschrieb der Stadtplaner. Das Areal zwischen B3 und Bahnschienen, das teilweise zuvor schon bebaut war, sei in seinen Augen „quasi eine Innenentwicklung“. Boenigk beschrieb, dass schon in der Planung berücksichtigt sei, dass vor Ort attraktive Arbeitsplätze entstehen. So seien auch eine barrierefreie Bushaltestelle und ein neuer Radweg entstanden. Er betonte auch, dass es im Gebiet eine lückenlose Glasfaser-Versorgung durch die Telekom gibt.
        Der Gemeinderat der Stadt Weinheim hatte erst im September die Vergabe von 15 Bauplätzen beschlossen. Dies entspricht etwa der Hälfte des Gesamtgebiets. Zum Zuge kamen ganz überwiegend mittelständische Betriebe aus der Stadt oder der Region mit Erweiterungsbedarf.

        „Wir freuen uns, dass wir dieser Klientel nunmehr im wahrsten Sinne des Wortes Raum zur Entfaltung geben können und gleichzeitig einer Abwanderung von Wirtschaftskraft entscheidend entgegenwirken können“, so Oberbürgermeister Manuel Just. Wirtschaftsförderer Jens Stuhrmann erläuterte, dass die restlichen 15 Grundstücke nun zunächst als Reserve im Besitz der Stadt bleiben und im Rahmen weiterer Bewerbungsrunden an ausgewählte Unternehmen vergeben werden sollen. Über Zeitpunkt und Umfang der nächsten Vergaberunde soll der Gemeinderat spätestens im ersten Halbjahr 2022 entscheiden. Aktuell verzeichne die Wirtschaftsförderung wieder vermehrt Anfragen von weiteren Interessenten, erklärte Stuhrmann. Seiner Einschätzung nach gebe es gute Anzeichen dafür, dass auch die übrigen Grundstücke an Firmen vergeben werden können, die jene Mindestanforderungen des Bewerbungsverfahrens erfüllen. Stuhrmann: „Die Corona-Pandemie hatte aus Sicht der Wirtschaftsförderung bislang keinen Einfluss auf die Nachfragesituation. Unternehmen aus den Branchen Groß- und Onlinehandel und auch das Handwerk verzeichnen eine erhöhte Kundennachfrage.“ Just: „In diesem Sinne wünsche ich den künftigen Unternehmen in diesem Gebiet alles erdenklich Gute, vor allem wirtschaftlichen Erfolg – das sage ich zugegebener Maßen nicht ganz uneigennützig, denn Ihr Erfolg ist auch der des Wirtschaftsstandorts Weinheim!“

        Eckdaten Gewerbegebiet Nord

        • 31 städtische Gewerbegrundstücke (49.589 m² Grundstücksfläche) in einer Größenordnung ab rund 900 m² aufwärts bis zu rund 4.500 m²
        • Geltungsbereich Bebauungsplan: 13,6 ha
        • Fläche Gewerbegebiet (einschl. Bestand): 8,9 ha
        • Von den 29 Bewerbungen haben 14 Bewerbungen alle drei Mindestanforderungen, sowie den Anspruch auf Vollständigkeit bei den Bewerbungsunterlagen erfüllt.
        • Der Gemeinderat hat im September die Vergabe von 15 Grundstücken (insgesamt rund 22.500 m² Grundstücksfläche) an elf Firmen beschlossen. Von den 11 Firmen haben neun ihren Firmensitz in Weinheim, eine Firma in Hirschberg und ein Firma in Viernheim. Unter den Firmen ist auch ein StartUp (Unternehmensneugründung in 2021) aus Weinheim, das im Bereich Großhandel und Modellbau tätig ist.
        • Die Firmen haben ihre Branchenschwerpunkte in den Tätigkeitsbereichen: Handwerk, Verarbeitendes Gewerbe, Groß- und Onlinehandel, IT-Dienstleistungen, Tief- / Garten & Landschaftsbau
        • Technische Eckdaten: Etwa 800 Meter Kanal, circa 400 Meter Hausanschlüsse, 900 Meter Hauptwasserleitung, 1700 Meter Kabelgräben u.a. für Glasfaser, 10 000 Quadratmeter Asphalt, 2000 Quadratmeter Gehwegpflaster.

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