Mannheim – Letzter Tag für das Impfzentrum auf dem Mannheimer Maimarktgelände

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.

        Ein Dreivierteljahr war das Impfzentrum auf dem Mannheimer Maimarktgelände in Betrieb. In dieser Zeit wurden rund 310.000 Corona-Impfungen verabreicht, vor Ort sowie durch mobile Impfteams und Aktionen in verschiedenen Mannheimer Stadtteilen und Einrichtungen. Am heutigen 30. September ist der letzte Betriebstag, danach wird das Impfzentrum geschlossen.
        Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Erster Bürgermeister Christian Specht nutzten den Tag, um sich vor Ort sowohl bei der Leitung des Impfzentrums als auch den beteiligten Hilfsorganisationen für ihren Einsatz zu bedanken.

        „Das Mannheimer Impfzentrum war für uns ein zentraler Faktor in der Bekämpfung der Pandemie, hier wurde ein maßgeblicher Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung geleistet und ich möchten allen, die das Impfzentrum aufgebaut, betrieben, unterstützt und in ihm gearbeitet haben, für ihren herausragenden Einsatz ganz herzlich danken“, konstatierte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Er berichtete: „Nach den jüngsten Daten des Landes sind in Mannheim aktuell 64,2 % der Bevölkerung mindestens einmal geimpft – damit liegen wir über dem Landesschnitt. 60,8 % der Mannheimerinnen und Mannheimer gelten inzwischen als vollimmunisiert. Wir haben den Älteren in Mannheim möglichst früh einen direkten Terminzugang verschafft. Als erste Stadt im Südwesten Deutschlands konnten wir auch bereits ab Mai das Impfangebot zu den Menschen in die Quartiere bringen. Diese Strategie eigener dezentraler Impfangebote haben wir konsequent verfolgt und diese Strategie wollen wir auch weiterverfolgen, auch wenn ab morgen die Impfungen weitgehend in die Regelversorgung übergehen. Deshalb wollen wir ein eigenes kommunales Impfteam etablieren.“

        „Nach dem bereits monatelangen Einsatz im Kampf gegen Corona und den dadurch bedingten enormen Belastungen haben wir es Ende letzten Jahres geschafft, innerhalb kürzester Zeit unser Impfzentrum in Betrieb zu nehmen. Dabei hat sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Partner gezeigt – Hilfsorganisationen, UMM, Ärzte, mehrere Dienststellen der Verwaltung –, die sich hier erfolgreich organisiert haben“, lobte Erster Bürgermeister und Feuerwehr-Dezernent Christian Specht. „Von den insgesamt 263 Einsatztagen konnten wir im Mai Spitzentage mit mehr als 2500 Impfungen verzeichnen, die sowohl im Impfzentrum als auch durch unsere mobilen Impfteams durchgeführt wurden. Das sind deutlich mehr als wir im Vorhinein als maximale Leistungsfähigkeit eingeplant hatten – diese lag bei 1500 Impfungen pro Tag. Es gab sehr viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung, insbesondere zu den guten und schnellen Abläufen im Impfzentrum und zum freundlichen Personal – auch das spiegelt die herausragende Leistung wider. Ich möchte mich insbesondere bei unseren Hilfsorganisationen vom ASB, der DLRG, dem DRK, den Johannitern und den Maltesern bedanken. Sie sowie jede und jeder einzelne Beteiligte hat sich hier im Kampf gegen die Pandemie bemerkenswert eingesetzt. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank.“

        Am 27. Dezember 2020 wurde der Betrieb im Mannheimer Impfzentrum durch die mobilen Impfteams gestartet. Seither haben insgesamt 162 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 26 Fachbereichen, Eigenbetrieben und Ämtern in der Leitung und Administration des Impfzentrums mitgewirkt. Hinzu kamen ca. 85 von Personaldienstleistern gestellte administrative Kräfte, fünf Mitarbeiter des Eichamts sowie zahlreiche Kräfte der Bundeswehr.
        Zur Zeit des Doppelschicht-Betriebs waren im Impfzentrum pro Tag bis zu 22 Ärzte, 34 medizinische Fachangestellte und 38 administrative Kräfte im Dienst sowie je fünf Ärzte, medizinische Fachangestellte und administrative Kräfte in den mobilen Impfteams.

        Die mobilen Impfteams waren an insgesamt 278 Tagen bei 808 Einsätzen tätig. Neben den Impfungen in den Altenheimen fanden durch sie zusätzlich auch verschiedene niederschwellige Aktionen statt wie beispielsweise am Jobcenter, im Hauptbahnhof, am Stadion des SV Waldhof, an der SAP-Arena zu Spielen der Adler und der Rhein-Neckar-Löwen, am Marktplatz und am Wasserturm, auf der „Fun & Food“ am Neuen Messplatz sowie auf diversen Supermarktparkplätzen.
        Es wurden Quartiers-Impfungen durchgeführt auf der Hochstätt, in der Neckarstadt West, auf dem Waldhof und der Rheinau, im Jungbusch, auf der Schönau, in der westlichen Unterstadt, in Käfertal, im Herzogenried, auf der Vogelstang und in der Untermühlaustraße.

        Die meisten Impfungen erfolgten mit Biontech (rd. 210.000), gefolgt von Moderna (rd. 85.000), Astra Zeneca (rd. 12.000) und Johnson & Johnson (rd. 3.000).

        3. Impfen ab 01. Oktober

        Ab 01. Oktober gehen die Impfungen in die Regelversorgung über. Für eine Erst- oder Zweitimpfung können dann weiterhin Termine bei der Hausarztpraxis bzw. bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten vereinbart werden. Gleiches gilt für die Auffrischungsimpfungen für besonders vulnerable Personen. Auch Betriebsarztimpfungen sind möglich. Die Stadt Mannheim prüft derzeit ein Impfangebot für Mannheimerinnen und Mannheimer, das über den 30. September hinausgeht.

        4. Impfbus auf dem Marktplatz und bei „Fun&Food“

        Zum Anfang des Monats gibt es die Möglichkeit, sich spontan und flexibel ohne Termin im mobilen Impfbus impfen zu lassen. Der Impfbus steht am Freitag, 01. Oktober, von 10 bis 15.30 Uhr auf dem Marktplatz. Am Samstag, 02. Oktober, ist der Impfbus von 13 bis 19 Uhr vor dem Eingang zum „Fun&Food“ auf dem Neuen Messplatz im Einsatz. Am verkaufsoffenen Sonntag, 03. Oktober, wird von 12 bis 18 Uhr im Impfbus auf dem Marktplatz geimpft. Es sind Impfungen für alle Menschen ab 12 Jahren möglich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen von einer erziehungsberechtigten Person begleitet werden. Geimpft wird mit Biontech oder Johnson&Johnson (bitte beachten: Moderna ist in geringen Mengen nur für Zweitimpfungen vorhanden). Im Falle einer Erstimpfung kann für die Zweitimpfung ein Termin bei der Hausarztpraxis bzw. einer niedergelassenen Ärztin oder einem niedergelassenen Arzt vereinbart werden.

        5. Laufende und kommende Impfaktionen ohne Termin

        Eine Übersicht über laufende und kommende Impf-Aktionen in Mannheim finden Sie hier: www.mannheim.de/impfaktionen. Die Liste wird stetig aktualisiert.

        6. Meldung des Landes: Zweitimpfung nach dem 30. September

        Die Impfzentren des Landes schließen zum 30. September 2021. Das bedeutet, dass vergebene Zweittermine dort nicht stattfinden. Wenn Ihre Zweitimpfung ab Oktober stattfinden soll, bitten wir Sie rechtzeitig Kontakt mit Ihrer Hausarztpraxis bzw. einer niedergelassenen Ärztin oder einem niedergelassenen Arzt (eingeschlossen sind auch Privatpraxen) aufzunehmen, um einen Termin für die Zweitimpfung zu vereinbaren.

        Wenn Sie keine Hausarztpraxis haben, können Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung BW über die Corona-Karte Baden-Württemberg (Adresse: https://www.kvbawue.de/index.php?id=1102) den Standort der nächstgelegenen Corona- Schwerpunktpraxis finden, um einen Zweitimpfungstermin zu vereinbaren.

        Für die Terminvereinbarung ist es wichtig, dass der Mindestabstand zwischen Erst- und Zweitimpfung eingehalten wird und auch, dass Sie den Termin mindestens zwei Wochen vor der fälligen Impfung mit der Arztpraxis vereinbaren. Nur so kann die Arztpraxis die entsprechenden Impfstoffmengen bestellen und die Impftermine auch in Gruppen zusammenfassen, um den Verwurf von Impfstoff zu vermeiden.

        Eventuell bestehende (Zweit-) Impftermine nach dem Ende der Laufzeit des jeweiligen Impfzentrums sind ungültig, auch falls E-Mailerinnerungen durch die Impfterminsoftware versandt werden.

        Stadt Mannheim

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