Heidelberg – Deutscher Städtetag zum kommunalen Klimaschutz: Städte zu umfangreichen Schritten für mehr Klimaschutz bereit – Sie fordern einen zweistelligen Milliardenbetrag von Bund und Ländern


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die deutschen Städte sehen alle politischen Ebenen und die gesamte Gesellschaft gefordert, den Klimaschutz voranzutreiben. Die Städte sind bereit, zügig auf Klimaneutralität hinzuarbeiten und dafür umfangreiche Maßnahmen umzusetzen. Das machte der Deutsche Städtetag heute nach Beratungen seines Präsidiums in Heidelberg deutlich. Der kommunale Spitzenverband fordert Bund und Länder auf, den Städten die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu geben, um die Ziele der Klimaneutralität zu erreichen.
        Der Vizepräsident des Deutschen Städtetages. Oberbürgermeister Markus Lewe aus
        Münster, sagte nach Beratungen des Präsidiums in Heidelberg: „Klimaschutz ist in
        Deutschland eine Aufgabe von nationaler Tragweite. Wir alle müssen uns dafür engagieren, unseren Planeten Erde zu erhalten. Viele Städte wollen schon vor 2045
        klimaneutral werden. Vor Ort wird Klimaschutz gemacht, mit Konzepten und Investitionen.
        Allerdings sind die Kommunen gefesselte Treiber im Klimaschutz. Wir
        brauchen dringend schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Wir brauchen
        den Vorrang für den raschen Ausbau erneuerbarer Energien. Und wir brauchen mehr
        Tempo beim energieeffizienten Bauen und Sanieren und eine Mobilitätswende. Damit
        wir schneller vorankommen, brauchen wir auch Mittel in zweistelliger
        Milliardenhöhe pro Jahr für kommunalen Klimaschutz und die Anpassung an Klimafolgen
        wie Hochwasser, Starkregen und Hitze. Die Städte wollen mit Schwung und
        Perspektive in Klimaschutz und Klimaanpassung investieren und nicht länger um jeden
        zusätzlichen Euro kämpfen.“ Der Bund müsse die Klimaanpassung im
        Klimaschutzgesetz fest verankern, so Lewe weiter. Diese elementare Aufgabe müsse
        auf allen Ebenen mit mehr Nachdruck verfolgt werden.
        Der Klimawandel führt zu erhöhten Risiken für die Menschen in fast allen Städten und
        für deren kommunale Infrastruktur. Deshalb sei es jetzt wichtig, dass die Städte ihre
        Rolle beim Klimaschutz ausbauen können, betonte Lewe: „Wir brauchen mehr Anreize,
        damit die Menschen ihr Verhalten ändern: umsteigen auf nachhaltigere
        Verkehrsmittel, in Energieeffizienz investieren oder erneuerbare Energien nutzen.
        Klimafreundlichere Alternativen müssen sich lohnen. Der CO2-Preis sollte deshalb
        rasch auf mindestens 50 Euro je Tonne Kohlendioxid steigen. Damit es keine soziale
        Schieflage gibt, braucht es dabei einen klugen Ausgleich für die Verbraucherinnen
        und Verbraucher und günstigere Preise für grünen Strom.“

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