Heidelberg – Häusliche Gewalt gegen Frauen – Digitales Symposium zum Abschluss des EU-geförderten Modellprojekts GUIDE4YOU


        Heidelberg / Metropolreion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Stadt Heidelberg setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen – in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich die Situation in vielen Haushalten zusätzlich verschärft.
        Häusliche Gewalt gegen Frauen ist auch Gegenstand des Projekts „GUIDE4YOU“. Mit einem offenen digitalen Symposium am 30. September von 9.30 bis 16.30 Uhr kommt das von der Europäischen Union geförderte Projekt in Heidelberg zum Abschluss. Das Projekt läuft seit dem 1. November 2019 unter der Leitung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Dr. Marie-Luise Löffler, im Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. Es gründet auf der Istanbul-Konvention, dem Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und wird umgesetzt von den Kooperierenden der Gewaltambulanz des Universitätsklinikums Heidelberg, der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg, der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg, der Polizei und der Interventionsstelle für Frauen. Ziel des Projekts ist es, die existierenden Beratungsstrukturen für Frauen aus Heidelberg, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, optimaler nutzbar zu machen. Denn trotz eines gut ausgebauten Beratungssystems finden viele Frauen besonders in der Akutphase nach einem Übergriff noch keinen Zugang zu der Hilfe, die sie benötigen.

          „Ein gut abgestimmtes lokales Hilfesystem, das für gewaltbetroffene Frauen leicht zugänglich ist und sie nachhaltig unterstützt, hat in Pandemie-Zeiten nochmal stark an Relevanz gewonnen“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.

          360 Frauen haben seit Projektbeginn anonym an einer Online-Befragung der SRH-Hochschule teilgenommen und zahlreiche wurden persönlich von einer Lotsin begleitet. Am 30. September werden nun erstmals die Projektergebnisse im Rahmen des digitalen GUIDE4YOU-Symposiums vorgestellt.

          Am Vormittag werden die Ergebnisse des anonymen Fragenbogens von der SRH-Hochschule präsentiert und die GUIDE4YOU-Lotsin wird von ihren Erfahrungen aus der täglichen Arbeit mit von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen berichten. In offenen Diskussionsrunden können die Teilnehmenden des Symposiums auch mit den weiteren Kooperationspartnerinnen und -partnern des GUIDE4YOU-Projektes diskutieren. Am Nachmittag folgen drei Fachvorträge zum Thema Gewalt gegen Frauen und der Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland, darunter ein Vortrag zu häuslicher Gewalt aus rechtsmedizinischer Perspektive von Prof. Dr. Kathrin Yen, Leiterin der Gewaltambulanz des Universitätsklinikums Heidelberg.

          Moderiert wird die Veranstaltung von Bürgermeisterin Stefanie Jansen. An der Veranstaltung können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Anmeldung bei Helen Brech (GUIDE4YOU), E-Mail: helen.brech@heidelberg.de. Angemeldete erhalten den Einwahllink für Zoom. Das komplette Programm ist unter www.heidelberg.de/guide4you zu finden.

          Ergänzend:
          Jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt innerhalb einer Beziehung. An jedem zweiten bis dritten Tag stirbt eine Frau an den Folgen von Gewalt, die von ihrem Partner oder Ex-Partner ausgeübt wurde. Die Dunkelziffer ist dabei noch viel höher. Die Stadt Heidelberg setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, Gewalt gegen Frauen im öffentlichen und privaten Raum zu bekämpfen (www.heidelberg.de/chancengleichheit). So wurden bereits zahlreiche Initiativen, Strukturen und Gremien – wie das Heidelberger Interventionsmodell, das Frauen-Nachttaxi oder der städtische Runde Tisch gegen Gewalt im Geschlechterverhältnis – etabliert, um durch kontinuierliche Präventionsarbeit sowie Hilfe- und Schutzmaßnahmen für Betroffene gegen diese Gewalt vorzugehen. Mehr als 750.000 Euro werden von der Stadt für Präventionsmaßnahmen und helfende Projekte jedes Jahr ausgegeben.

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