Heidelberg – Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“ ab Oktober 2021, jeweils um 19 Uhr Friedrich-Ebert-Haus


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“ ab Oktober 2021, jeweils um 19 Uhr Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18, Heidelberg

        Frei von Zensur erlebten Kunst und Kultur in der Weimarer Republik eine große Blütezeit. Viele Künstlerinnen und Künstler brachen in den Zwanzigerjahren mit überkommenen Formen und Strukturen, suchten neue Ausdrucksformen und übten dabei substanzielle Kritik an den gesellschaftlichen Missständen der Zeit. Der schillernden Kunst- und Kulturszene standen jedoch politische Krisen und das Elend weiter Teile der Bevölkerung gegenüber. Doch auch wenn es die „Goldenen Zwanziger“ sicherlich nur für die Allerwenigsten gegeben hat, gingen von der Epoche der Weimarer Demokratie entscheidende kulturelle Impulse aus. Der Siegeszug der neuen Medien wie Radio und Kino trug zur Entstehung einer neuen Massenkultur bei.

        Der Aufbruchsstimmung und Experimentierfreudigkeit, die weite Bereiche von Kunst und Kultur der Zwanzigerjahre prägten, und ihren Einflüssen bis heute spürt die Vortragsreihe im Friedrich-Ebert-Haus ab Oktober anhand von vier Fallbeispielen aus den Bereichen Film, Literatur, Theater und Architektur nach.

        Bitte melden Sie sich per E-Mail an friedrich@ebert-gedenkstaette.de mit Angabe der Anzahl der Personen an. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.
        Alle Infos: www.ebert-gedenkstaette.de

        Der Eintritt ist frei.

        Übersicht der Vorträge

        14. Oktober 2021, 19 Uhr
        Annika Haupts (Deutsche Kinemathek Berlin): „Im Schatten des Jupiterlichts – Weibliche Filmschaffende in der Weimarer Republik“

        28. Oktober 2021, 19 Uhr
        Thomas F. Schneider (Leiter Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück): „Es ist ja immer noch Krieg! Der Erste Weltkrieg, Erich Maria Remarque und die deutsche Kriegsliteratur“

        18. November 2021, 19 Uhr
        Holger Schultze (Intendant Theater und Orchester Heidelberg): „Die Dreigroschenoper – Rezeption und Aktualität“

        2. Dezember 2021, 19 Uhr
        Bernd Polster (Publizist Bonn): „Walter Gropius. Der Architekt seines Ruhms“

        Näheres zu den Vorträgen:

        Vortrag Annika Haupts (Deutsche Kinemathek Berlin): „Im Schatten des Jupiterlichts – Weibliche Filmschaffende in der Weimarer Republik“
        im Rahmen der Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“
        14. Oktober 2021, 19 Uhr
        Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18, Heidelberg

        Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die deutsche Filmproduktion zu einer führenden Kulturindustrie. Für viele Frauen bot sie neuartige Möglichkeiten, sodass sie sich in den 1920er Jahren in unterschiedlichsten Bereichen des Filmmetiers etablieren konnten. Doch wer waren die Drehbuchautorinnen, Regisseurinnen oder Produzentinnen, die in der Zeit der Weimarer Republik zahlreiche Filme schufen?

        Dieser Frage geht der Vortrag „Im Schatten des Jupiterlichts – Weibliche Filmschaffende in der Weimarer Republik“ von Annika Haupts am 14. Oktober 2021, um 19 Uhr im Friedrich-Ebert-Haus nach. Anhand der Überlegungen der Journalistin und Filmpublizistin Lucy von Jacobi in ihrem Beitrag „Im Schatten des Jupiterlichts“ von 1928 über die Arbeitsgebiete von Frauen in der Filmindustrie, behandelt Haupts ein weitgehend unbekanntes Kapitel des Weimarer Kinos. Dem vielfältigen Wirken der Frauen wird anhand von überlieferten Filmausschnitten, filmbegleitenden Materialien sowie autobiografischen Dokumenten nachgespürt.

        Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“. Der Eintritt ist frei.

        Bitte melden Sie sich per E-Mail an friedrich@ebert-gedenkstaette.de mit Angabe der Anzahl der Personen an. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

        Vortrag Thomas F. Schneider (Leiter Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück): „Es ist ja immer noch Krieg! Der Erste Weltkrieg, Erich Maria Remarque und die deutsche Kriegsliteratur“
        im Rahmen der Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“
        28. Oktober 2021, 19 Uhr
        Friedrich-Ebert-Haus, Pfaffengasse 18, Heidelberg

        Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“, erstmals 1928 publiziert, gilt heute international als bedeutendster Antikriegsroman zum Ersten Weltkrieg. Die umfangreiche und äußerst kontroverse Auseinandersetzung um den Text 1929 fand jedoch nicht im literarischen Kontext statt. Sie war vielmehr Kulminationspunkt einer seit Kriegsende andauernden Auseinandersetzung zwischen den diversen politischen Parteien der Weimarer Republik um die Deutungshoheit über den Ersten Weltkrieg und damit zugleich um die Akzeptanz oder Ablehnung der politischen Ordnung der Weimarer Demokratie. Der Vortrag von Dr. Thomas F. Schneider am 28. Oktober beschäftigt sich im Schwerpunkt mit der Publikation und Diskussion um Remarques „Im Westen nichts Neues“ 1929 und legt dabei den Fokus auf die zugehörige Marketingkampagne des Ullstein-Konzerns und die mit ihr verbundenen Intentionen. Die Kontroverse um den Text und anschließend um die Verfilmung von 1930 wird in den Kontext der politischen Diskurse der späten Weimarer Republik eingeordnet und in Bezug gesetzt zu den literarischen und visuellen Repräsentationen des Ersten Weltkrieges seit 1914.

        PD Dr. habil. Thomas F. Schneider ist Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums und lehrt Neue deutsche Literatur an der Universität Osnabrück und der Universität der Bundeswehr München.

        Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Aufbruch in die Moderne. Kunst und Kultur in der Weimarer Republik“. Der Eintritt ist frei.

        Bitte melden Sie sich per E-Mail an friedrich@ebert-gedenkstaette.de mit Angabe der Anzahl der Personen an. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

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