Berlin/Heidelberg – Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers MdB fordert die NATO und die USA auf, den Kabuler Flughafen über den 31. August hinaus offen zu halten

        Prof. h.c. Dr. Lamers. Foto: Frederike Hentschel

        Berlin / Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Weinheim, Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers MdB, hat sich mit einem Brief an den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung der NATO, Gerald Connolly, USA, Demokrat, gewandt und sich dafür eingesetzt, dass der Kabuler Flughafen auch über den 31. August hinaus für Evakuierungsmaßnahmen geöffnet bleibt:
        „Mr. President,
        Lieber Gerry,

          ich wende mich an Dich in meiner Funktion als Mitglied im Präsidium der Parlamentarischen Versammlung der NATO mit einem dringlichen Anliegen.
          Ich habe erfahren, dass der Kabuler Flughafen in Afghanistan bis spätestens zum 31. August 2021 geschlossen werden soll. Dies zu verhindern ist Aufgabe von uns allen, der NATO insgesamt und insbesondere auch unserer amerikanischen Freunde. Den Evakuierungsmaßnahmen der NATO-Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, sowie der afghanischen Ortskräfte ist höchste Priorität zu geben. Der Flughafen muss mit aller Kraft gegebenenfalls über den 31. August hinaus geöffnet bleiben, wenn bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Menschen, denen wir in besonderer Weise verpflichtet sind und Dank schulden für ihre unverzichtbare Arbeit in den zurückliegenden Jahren, gerettet werden konnten.
          Das gilt für alle unsere Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Bündnis und die Ortskräfte in Afghanistan, die unseren Soldatinnen und Soldaten, unseren Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern, den diplomatischen Vertretungen und insbesondere auch unseren Vertreterinnen und Vertretern der Medien, von Presse, Funk und Fernsehen, durch ihre Arbeit wertvolle Dienste geleistet haben. All diese Menschen müssen jetzt in einer beispiellosen Aktion vor dem Zugriff der radikal-islamistischen Taliban gerettet werden.
          Ein Bündnis wie die NATO muss in der Lage sein, eine derartige Rettungsoperation gegebenenfalls auch unabhängig vom Willen und der Zustimmung der Taliban durchzuführen.
          Eine solche humanitäre Aktion könnte ein entscheidender Beitrag sein, das in diesen Tagen stark ramponierte Ansehen der NATO wieder aufzurichten. Die Devise muss lauten: Eine Luftbrücke aufbauen, mit der täglich tausende Menschen aus Afghanistan in benachbarte Länder ausgeflogen werden, auch gegebenenfalls über den 31. August hinaus. Der 31. August darf kein fixes Datum für den Abschluss der Evakuierung sein. Dafür setze ich mich mit aller Leidenschaft ein.
          Lieber Gerry, ich bitte Dich deswegen, Dich mit diesem dringenden und wichtigen Anliegen an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Joe Biden, zu wenden und alles in Deiner Kraft Stehende zu tun, damit der Flughafen auch über den 31. August hinweg geöffnet und insbesondere auch von den amerikanischen Soldatinnen und Soldaten gesichert bleibt.
          Ich denke, dass wir uns in der Präsidiumssitzung am kommenden Dienstag, den 24.08., darüber austauchen und verständigen werden, aber ich bitte Dich, auch jetzt schon Dein Möglichstes zu tun.

          Mit freundlichen Grüßen

          Dein,
          Karl A. Lamers“

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