Heidelberg – Hauptbahnhof und Europaplatz rücken zusammen: Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besichtigt Querbahnsteig und Ausbau des Max-Planck-Rings – Arbeiten für Kältezentrale in Bahnstadt starten

        Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besichtigt den Stand der Bauarbeiten am Max-Planck-Ring. Über diesen führt künftig der Querbahnsteig, der den Hauptbahnhof barrierefrei an den Europaplatz anschließt. Foto: Philipp Rothe

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Zentral am Hauptbahnhof gelegen offenbart sich auf den ersten Blick, weshalb der 15. Heidelberger Stadtteil den Namen Bahnstadt trägt. Auch vom historischen Standpunkt aus besteht eine enge Verbindung zur Heidelberger Eisenbahngeschichte. Auf dem 116 Hektar großen Areal, auf dem heute die Bahnstadt liegt, befand sich der Güter- und Rangierbahnhof, der 1997 stillgelegt wurde. Lage und Historie waren ausschlaggebend dafür, dass der Gemeinderat 2003 den Namen Bahnstadt beschloss. Im dritten Quartal 2022 soll diese enge Verknüpfung zwischen Hauptbahnhof und neuem Stadtteil auch baulich umgesetzt sein. Vom Querbahnsteig des Hauptbahnhofs führt dann ein Verbindungssteg über den Max-Planck-Ring barrierefrei zum Europaplatz. Zum Auftakt seiner Baustellentour informierte sich Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck vor Ort über die Bauarbeiten.


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          GEGEN GEWALT AN FRAUEN

        „Der neue Verbindungssteg zwischen Hauptbahnhof und Europaplatz bildet gleich zweifach eine Brücke – für den Einzelnen, aber auch für die ganze Stadt. Wer darüber läuft, erreicht bequem und barrierefrei den Europaplatz. Städtebaulich gesehen schaffen wir damit die direkte und ebenerdige Verbindung zwischen Bergheim und der Bahnstadt. Das ist ein großes Plus für alle, natürlich für Fußgängerinnen und Fußgänger, aber auch für Radfahrende, die in der neuen Fahrradgarage parken und schnell am Gleis sind“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

        Max-Planck-Ring und Querbahnsteig

        Im Zuge der Bahnstadt-Entwicklung entsteht mit dem Europaplatz zwischen Hauptbahnhof und Czernyring ein neues Quartier mit fünf Gebäuden und einem großen Platz. Die Arbeiten für den Verbindungssteg vom Querbahnsteig des Hauptbahnhofs sollen voraussichtlich im vierten Quartal 2021 starten. Diese erfolgen im Zuge des Hochbaus am Europaplatz. Bauherr ist die Gustav Zech Stiftung Management GmbH.

        Um das neue Areal am Europaplatz an das Straßennetz anzubinden, hat im April 2021 der Ausbau des Max-Planck-Rings begonnen. Die Ringstraße, die an beiden Enden in den Czernyring mündet, umschließt den Europaplatz auf drei Seiten und führt direkt zum südlichen Ausgang des Hauptbahnhofs. Dort liegen künftig unter anderem Eingänge zu Geschäften des Europaplatzes sowie zu Mietwohnungen mit den Adressen Max-Planck-Ring 2-12, die sich auf der westlichen Seite hin zur Czernybrücke befinden.

        Mit den Straßen- und Leitungsarbeiten erfolgt der Bau der Gehwege und Pflanzgruben sowie die Installation eines Blindenleitsystems im Bereich des Fahrstuhls am Hauptbahnhof. Der Fahrstuhl bietet einen barrierefreien Weg zwischen Max-Planck-Ring und Europaplatz. Der dafür notwendige Umbau des Fahrstuhls am Bahnhof ist bereits abgeschlossen.
        Bereits im Vorfeld wurden in den Jahren 2011 und 2012 der Kanal sowie Gas- und Wasserleitungen verlegt, um den Straßenbau zügiger abwickeln zu können. Die Fertigstellung des Max-Planck-Rings ist für Herbst 2022 geplant, hängt aber auch vom Verlauf der Hochbauarbeiten am Europaplatz ab, mit denen die städtischen Bauarbeiten stets abgestimmt werden müssen. Die Projektkosten für den Straßenbau betragen 3,4 Millionen Euro.

        Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende ändert sich der Weg während der gesamten Baumaßnahme kaum. Sie erreichen vom Czernyring kommend den südlichen Eingang des Hauptbahnhofs wie gewohnt über die sogenannte Ostrampe. Der östliche Gehweg ist fertiggestellt. Die Ostrampe ist für den motorisierten Verkehr freigegeben. Die Westrampe auf Höhe des Wasserturms ist bis zum Ende der Baumaßnahme gesperrt.  Sie dient als Baustellenzufahrt.

        Ab 23. August 2021 werden die Arbeiten parallel zu den Bahngleisen fortgesetzt. Am östlichen Bauende – also hin zur Montpellierbrücke gelegen – bleiben sechs Autoparkplätze auch während der Bauzeit erhalten. Die Zufahrt über die Ostrampe ist bis zum Ende der Baumaßnahme möglich. Die vorhandenen Fahrradständer am westlichen Treppenabgang werden im Bereich der Ostrampe nach Fertigstellung neu installiert.

        Einstein- und Newtonstraße werden ausgebaut

        Die Einsteinstraße wird seit Oktober 2020 final ausgebaut. Abgeschlossen werden die Arbeiten voraussichtlich im Frühjahr 2023. Die Einsteinstraße liegt zwischen Czernyring und dem Langen Anger. Sie grenzt künftig an das neue Congress Center an. 2022 soll in der Einsteinstraße die neue Kältezentrale in Betrieb gehen (siehe unten). Derzeit werden Rohre für Fernwärme und –kälte verlegt. Im Anschluss folgen Straßen-, Kanal- und Leitungsarbeiten. Die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben im Technologiepark ist während der Bauarbeiten gewährleistet. Die Projektkosten für den Straßenbau in der Einsteinstraße sowie Göppert-Mayer-Straße (Straßen- und Kanalbau) betragen rund 1,48 Millionen Euro. 42 Bäume sollen gepflanzt werden.

        Im Bereich der zukünftigen Newtonstraße wird ab September 2021 mit dem Kanalbau begonnen. Die Kosten für die unterirdische Kanalvortriebsmaßnahme in der Newtonstraße belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro und beginnen im September 2021.

        Klimaschonende Kältezentrale: Bauarbeiten beginnen Mitte August
         
        Die Gebäude des Europaplatzes werden wie für die Bahnstadt üblich in Passivhausbauweise errichtet. Da diese aufgrund der technischen Ausstattung der Büro- und Geschäftsräume mehr Wärme produzieren, ist es notwendig, die Gebäude bei höheren Außentemperaturen mit Kälteenergie zu versorgen. Dafür wird eine Kältezentrale in der Einsteinstraße nahe des Europaplatzes mit einer Leistung von sechs Megawatt (MW) im Grundausbau und etwa neun MW im Endausbau in modularer Containerbauweise errichtet. Diese Bauweise senkt die Planungs- und Errichtungskosten erheblich. Die Erdarbeiten starten Mitte August 2021. Der Betrieb der Kältezentrale soll im Frühjahr 2022 beginnen.
         
        Zentraler Bestandteil der Kältezentrale sind höchsteffiziente Kältemaschinen und insgesamt fast 500 Kubikmeter Kältespeicher. Der Betrieb erfolgt klimaschonend: So wird an der Tragwerkshülle eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung 130 kW installiert. Der dort erzeugte Strom kann dann zu 100 Prozent vor Ort genutzt werden.

        Ferner wird aktuell im an die Bahnstadt angrenzenden Heidelberg Innovation Park (hip) eine weitere große Kältezentrale mit insgesamt rund 12 MW Kälteleistung errichtet. Auch dort setzen die Stadtwerke Heidelberg auf klimaschonende Kälteerzeugung mit Kälte aus Kraft-Wärme-Kälte- Kopplung und einem großen Kältespeicher sowie eine fast 600 kW große Photovoltaikanlage. Die Anlage wird das neu erschlossene Gebiet großflächig mit Kälte versorgen.

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