Mannheim – IHK-Präsident Schnabel „Abkehr von Inzidenz als alleinigem Maßstab“ – Einen weiteren branchenweiten Lockdown gilt es zu verhindern.

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.
        IHK-Präsident Schnabel „Abkehr von Inzidenz als alleinigem Maßstab“/„Keinen dritten branchenweiten Lockdown“

        Die langsame, aber stetig steigende Inzidenz beunruhigt die Wirtschaft. „Mit einer steigenden Anzahl von Urlaubsrückkehrern wird die Inzidenz in den nächsten Wochen vermutlich weiter ansteigen. Es drohen somit erneute Einschränkungen des Geschäftsbetriebs bis hin zu Geschäftsschließungen. Das ist nicht sachgerecht“, sagt Manfred Schnabel. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar kritisiert, dass die bestehende Regulatorik den Impffortschritt komplett ausblende: „Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sind durchgeimpft, vor allem die vulnerablen Gruppen. Das reduziert die Zahl der schweren Krankheitsverläufe massiv.“

        Es sei zu befürchten, dass genau jene Branchen und Unternehmen getroffen werden, die schon mehrfach unter einem Lockdown leiden mussten. „Das gefährdet den wirtschaftlichen Erholungsprozess. Einen dritten branchenweiten Lockdown würden viele der betroffenen Unternehmen nicht überleben, weil ihre Reserven aufgezehrt sind“, warnt der IHK-Präsident. „Wir können die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgekosten des individuellen Verhaltens einzelner, insbesondere die nachlassende Impfbereitschaft, nicht immer den gleichen Unternehmen aufbürden.“

        Die IHK fordert deshalb eine differenziertere Pandemiebekämpfung, die die Inzidenz als alleinigem Maßstab endlich überwindet. „Die Ministerpräsidenten müssen auf ihrer Konferenz am 10. August die Abkehr von der ausschließlich inzidenzbasierten Regulatorik beschließen. Es liegen dazu eine Reihe von Vorschlägen auf dem Tisch, beispielsweise das Modell der deutschen Krankenhausgesellschaft“, so IHK-Präsident Schnabel.

        In der Diskussion über die Rolle von Einlasskontrollen in der Pandemiebekämpfung mahnt Schnabel ebenfalls zu einem differenzierteren Vorgehen. „Nur dort, wo es aufgrund der Raumsituation, der Anzahl der Personen und der Aufenthaltsdauer zu großflächigen Infektionen kommen kann, sind lückenlose Einlasskontrollen gerechtfertigt und verhältnismäßig“, so der IHK-Präsident. Dort aber, wo das Risiko gering und Einlasskontrollen unüblich sind, sollte auf die Eigenverantwortung der Besucher gesetzt werden.

        Quelle IHK Rhein-Neckar

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