Speyer – „Praktikum im Norden“ – erstmals mit Beteiligung aus dem Bistum Speyer – Die katholischen Christen in Norwegen erhalten Pfälzer Unterstützung

        Speyer/Metropolregion Rhein-Neckar. Erstmals nimmt ein Praktikant aus dem Bistum Speyer am „Praktikum im Norden“ teil. Der 19 Jahre alte Jonas Hoffmann aus Herxheim wird in der ersten Augustwoche nach Norwegen reisen. Dort wird er für das Bonifatiuswerk elf Monate lang die Gemeindearbeit in der Diaspora unterstützen. Als Diaspora wird die Situation der katholischen Christen als extreme Minderheit bezeichnet, in Norwegen sind maximal drei Prozent der Bevölkerung katholisch. „Da heißt es die Herausforderung anzunehmen, den eigenen Glauben zu leben und vor allem die neugierigen Fragen der Mitmenschen zu beantworten“, kommentiert Weihbischof Otto Georgens, der als Diözesanvorsitzender dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in der Diözese Speyer vorsteht. Die Aufgaben von Jonas Hoffmann werden vielfältig sein. Er wird vor Ort beispielsweise im Deutschunterricht assistieren, die Digitalisierung bei der Archivarbeit der Gemeinden unterstützen, bei der Organisation des Gemeindeslebens mitanpacken, aber auch medial von seinen Erlebnissen berichten. Nach seinem Abitur im März dieses Jahres war es Hoffmann wichtig, vor Ausbildung oder Studium, noch einige Erfahrungen zu sammeln: „Der Perspektivwechsel durch den Aufenthalt in Norwegen wird sicherlich lehrreich sein. Ich bin drauf gespannt, wie das Glaubensleben in der Pfarrei St. Paul in Bergen aussehen wird.“

        Zu Vorbereitung vernetzte sich Hoffmann bereits mit zwei weiteren Praktikanten aus den Bistümern Münster und Erfurt, die ebenfalls am Praktikum im Norden teilnehmen. Auch lernte er Pater Lukas kennen, der für die Betreuung in Norwegen verantwortlich ist. „Ein paar Brocken norwegisch beherrsche ich schon und zusätzlicher Sprachunterricht gehört zum Praktikumsinhalt“, so Hoffmann. Das Bonifatiuswerk habe bisher keine Fragen offengelassen und auch der Kontakt mit dem Stammsitz in Paderborn sei ausgesprochen freundlich verlaufen. Nach der Onlinebewerbung für das Praktikum folgte ein Bewerbungsgespräch. „Dabei wäre es fast knapp geworden, da exakt zur gleichen Zeit auch die mündliche Abiturprüfung anstand“, berichtet Hoffmann. „Dank der Flexibilität seitens des Werkes ist dann aber alles gut gegangen.“Das Bonifatiuswerk hat es sich zum Kernanliegen gemacht katholischen Christen zu unterstützen, die in einer Minderheitensituation leben. Am bekanntesten dürfte der „Boni-Bus“ sein. Hier wird der Kauf von Fahrzeugen unterstützt, die in der Gemeindearbeit nutzbringend zum Einsatz kommen. Doch auch Bauhilfen, die Förderung innovativer Projekte sowie Praktika gehören zum Portfolio. Gabriele Heinz, Stellvertretende Diözesanvorsitzende des Bonifatiuswerkes: „Das Werk entwickelt sich beständig weiter und das Praktikum ist die ideale Chance das europäische Ausland näher kennen zu lernen.“ Die diözesane Praktikum-Premiere werden Heinz und Weihbischof Otto Georgens aufmerksam verfolgen. „Ich wünsche Jonas Hoffmann eine bereichernde Erfahrung“, so Georgens bei der persönlichen Verabschiedung von Hoffmann in Speyer.

        Mehr über das Praktikum im Norden: https://www.praktikum-im-norden.de

        Mehr über das Bonifatiuswerk: https://www.bonifatiuswerk.de/de

        Quelle:
        Text/Foto: is

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