Mannheim  – Julia Wege verlässt Amalie

        Julia Wege, Gründerin und seitdem Leiterin von Amalie, der Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, wechselt in die Wissenschaft. Sie folgt zum 1. September dem Ruf auf eine Professur an die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten. Foto: Diakonisches Werk Mannheim

        Leiterin folgt Ruf auf Professur an die RWU

        Mannheim. (pd/and). Julia Wege, Gründerin und seitdem Leiterin von Amalie, der Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, wechselt in die Wissenschaft. Sie folgt zum 1. September dem Ruf auf eine Professur an die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten. Wege werde als unterstützendes Mitglied des Amalie-Beirats dennoch weiterhin zur Verfügung stehen, wie die Direktion der Diakonie mitteilt. Auch laufende Projekte, werden von Wege weiterhin betreut. Die Ausschreibung für eine geeignete Nachfolge wird zeitnah veröffentlicht.

        Gewachsen an der Herausforderung

        Acht Jahre leitete Julia Wege die Beratungsstelle Amalie für Frauen in der Prostitution. Wege hinterlässt ein exzellent aufgestelltes Haus, das bestens in Stadt und Land vernetzt ist, mit wichtigen Stakeholdern kooperiert, sich aber auch dem schwierigen Umfeld anpassen musste. „Sie war maßgeblich an der Umsetzung, der Etablierung der Anlaufstelle für Frauen zuständig und am Aufbau eines tragenden Netzwerks an Unterstützern, Stiftern und Spendern beteiligt.“, sagt Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks. Die Strahlkraft des Projekts, nicht nur in der Stadt, sondern auch bundesweit, teilweise sogar international, sei immens, habe spartenübergreifend Bereiche wie Kultur, Soziales und Politik überzeugt, Unterstützer abgeholt. Diese Leistung sei stark an die Person Wege gebunden – sie habe es geschafft Menschen auf das Thema Armutsprostitution aufmerksam zu machen, ein Tabuthema, das anfänglich schwer zu vermitteln war, so Graf weiter. „Die Zeit bei Amalie hat mir unwahrscheinlich viel gegeben, es war und ist mir ein Herzensanliegen, den Frauen, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu helfen, auf sie aufmerksam zu machen – ihnen ein Gesicht zu geben. Von daher freue ich mich sehr über die gegebene Möglichkeit im Rahmen meiner Professur Amalie weiterhin begleiten und unterstützen zu können“, so Julia Wege.


        Suche nach Nachfolge: Herausforderung und Chance

        Eine Ausschreibung nach einer kompetenten Nachfolge werde man zeitnah veröffentlichen. „Auch wenn es eine Herausforderung sein wird, eine geeignete Nachfolge zu finden, bin ich zuversichtlich“, so Graf. Den bisherigen Unterstützerkreis werde man entsprechend bei einem separaten Termin informieren und gemeinsam beraten, wie sich Amalie künftig aufstellen wird. Um den Umgang mit dem Thema Prostitution effektiv zu stärken, werde Wege zudem selbst als künftiges Mitglied des Beirats eine langfristige und nachhaltige Unterstützerrolle wechseln.

        8-jähriges Bestehen von Amalie

        Julia Wege hat auf Grundlage ihrer wissenschaftliche Masterthesis von 2010 und ein darauf aufbauendes Handlungskonzept gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Albert von der SRH Hochschule Heidelberg, Amalie ins 2013 Leben gerufen. Bereits Anfang 2012 wurde aus Eigenmitteln des Diakonischen Werkes eine Projektleitung eingestellt mit dem Ziel, die Beratungsstelle aufzubauen und die Finanzierung zu sichern. Parallel dazu wurde der „Runde Tisch Prostitution“ gegründet. Zuletzt war das Thema Prostitution „Biografische Verläufe von Frauen in der Prostitution – Eine biografische und ethnografische Studie“ Gegenstand ihrer Promotion, die sie 2020 abschloss.

        Die Beratungsstelle Amalie berät in Mannheim Frauen, die in der Prostitution arbeiten oder aussteigen möchten. Aufgrund der prekären Armutssituation von vielen osteuropäischen Frauen bietet Amalie Beratung, Begleitung, medizinische Grundversorgung und Ausstiegshilfen an. Amalie wird finanziert durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und das Diakonische Werk. Weitere Infos unter www.amalie-mannheim.de,  www.diakonie-mannheim.de

         

        Quelle: Diakonisches Werk Mannheim

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