Heidelberg – Für Selbstoptimierer? CBD-Blüten und ihre Wirkung

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Die Hanfpflanze (Cannabis) war jahrzehntelang verfemt und unterlag in großen Teilen dieser Welt einem Verbot. Begründet wurde dieses durch die berauschende Wirkung von THC (Tetrahydrocannabinol). Dabei ist THC nur einer von mehr als 100 Wirkstoffen (Cannabinoide) der Hanfpflanze, welche schon seit Urzeiten dem Menschen als Nutzpflanze zur Verfügung steht. Mit der Entdeckung von CBD (Cannabidiol), einem weiteren Wirkstoff des Cannabis, erwacht die Pflanze langsam aus ihrem Dornröschenschlaf. CBD hat keine psychoaktiven Effekte und trat zuerst als Lifestyle-Produkt in Erscheinung. Schnell überzeugten die zahlreichen positiven Wirkungen, die als entspannend, entzündungshemmend und schmerzlindernd beschrieben werden. Heute wird CBD in Europa legal als CBD Öl, CBD Isolat, CBD Cremes und Salben vertrieben und dem Verbraucher zugänglich gemacht.

        Rechtslage: Ist CBD-Gras in Deutschland legal?

        CBD wird aus Nutzhanf gewonnen. Dieser entspricht den Vorgaben des Gesetzgebers, welche besagen, dass CBD-haltige Produkte weniger als 0,2 % THC enthalten dürfen und im Sortenkatalog der EU gelistet sein müssen. In Deutschland mit seiner oftmals komplizierten und unübersichtlichen Gesetzeslage umfasst die Legalität nur verarbeitete Produkte. Die Blüten, in denen der Konsument die größte Konzentration an CBD vorfindet, blieben bis auf Weiteres verboten. Begründet wurde dies mit der hohen Verwechslungsgefahr mit THC-Blüten und in der Annahme, dass bei einer genügenden Menge ein Rausch erzeugt werden könne.
        In einem aufsehenerregenden Grundsatzurteil entschied der BGH (Bundesgerichtshof) in Leipzig im März 2021, dass die Menge von CBD-Blüten, die zu einem Rausch führen können, unverhältnismäßig hoch angesetzt werden müsse und allen wirtschaftlichen Gepflogenheiten widerspricht. Das bedeutet, dass CBD-Blüten formal nicht verkehrsfähig sind, die Realität jedoch die Gesetzgebung überholt hat. Es ist anzunehmen, dass diese Scheinbarriere in absehbarer Zeit fällt und CBD-Blüten auch offiziell legal vertrieben werden können.

        Wie werden CBD-Blüten konsumiert?

        CBD-Blüten können sowohl verdampft als auch geraucht werden. Zum Verdampfen werden sie in einem sogenannten Vaporizer erhitzt und die entstehenden Dämpfe werden inhaliert.
        Die gebräuchlichste Methode des Konsums von CBD-Blüten ist das Rauchen. Dabei werden sie vorher mechanisch zerkleinert und mit Tabak vermischt. Danach werden sie zu einer Hanfzigarette gedreht. Nachhaltige Hanfblättchen aus unraffiniertem Hanf eignen sich am besten dazu, CBD-Blüten zu rauchen, brennen sie doch langsam und regelmäßig ab.

        Wie wirken CBD-Blüten?

        CBD wirkt sich auf das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS) aus. Das ECS ist im gesamten Organismus beheimatet, konzentriert sich aber auf das Gehirn, das Nervensystem, den Magen- und Darmtrakt, die Knochen und das Immunsystem. Es ist verantwortlich für die Reiz- und Informationsweiterleitung von den Organen zum Gehirn. Dabei werden Gefühle und Emotionen entweder aktiviert oder blockiert.
        CBD wird vom Organismus als Botenstoff erkannt, der sich an den Rezeptoren der Nervenzellen andockt. Als Botenstoff kann CBD auf natürlichem Wege z. B. Schmerzen mindern oder die Ausschüttung von Glückshormonen fördern. Deshalb kommt CBD als begleitende Behandlungsmaßnahme für chronische Schmerzpatienten infrage und schwächt Anfälle von Depressionen oder Panikattacken ab. Krankheitsbilder, die auf Stress beruhen, werden ebenso eingedämmt wie Entzündungen aller Art. Durch die entspannenden Wirkungen verhindern CBD-Produkte Schlafprobleme und lassen Patienten die Folgen einer Chemotherapie besser überstehen.

        Können CBD-Blüten ein “High” auslösen?

        CBD-Produkte lösen kein “High” aus. Der regelmäßige Konsum von Blüten und anderen Darreichungsformen zielt aufgrund der vielfältigen Wirkungsformen vielmehr auf einen holistischen Ansatz, und zwar der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens ab. Krankheiten werden durch CBD nicht geheilt, die Linderung der Symptome verschafft den Betroffenen aber eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität.

        Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

        Gravierende Nebenwirkungen von CBD als natürliches Mittel sind bisher nicht bekannt. Vielmehr kann CBD den Gebrauch einer Vielzahl von Psychopharmaka und Schmerzmittel einschränken, deren negative Nebenwirkungen sich über die Leber, die Nieren und das Herz-Kreislaufsystem bemerkbar machen. Letztlich geht von CBD keine Suchtgefahr aus. Harmlose Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und Mundtrockenheit können auftreten, in seltenen Fällen wurden Formen von Übelkeit beobachtet.

        Fazit
        CBD-Blüten sind kein Allheilmittel. Durch die regelmäßige Anwendung in der passenden Dosierung erleichtert es aber das Leben vieler Menschen, die an chronischen und unheilbaren Krankheiten leiden. Die verschiedenen Mittel sind über spezialisierte Internet-Shops und in vielen Apotheken zu beziehen.

        • PREMIUMPARTNER
          Pfalzbau Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER
          Congressforum


          PREMIUMPARTNER
          HAUCK KG Ludwigshafen

          PREMIUMPARTNER
          Edeka Scholz


          PREMIUMPARTNER
          VR Bank Rhein-Neckar

          PREMIUMPARTNER
          Hochschule Ludwigshafen


          PREMIUMPARTNER


          

          web
stats

          ///MRN-News.de      
          NACH OBEN SCROLLEN
          X