Ludwigshafen – Teilrenovierung der Orgel in der protestantischen Melanchthon-Kirche – Instrument seit Pfingsten wieder spielbereit


        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Rund 40 Jahre ist sie alt: die Weigle-Orgel der Melanchthon-Kirche (Ludwigshafen-Mitte). Jetzt wurde eine Teilrenovierung vorgenommen, damit das Instrument weiterhin spielbar bleibt.

        Bei der letzten regulären Wartung im vergangenen Jahr wurden die Schäden sichtbar, die vor allem Verschleißteile betrafen. Das größte Problem stellten die Blasebälge dar. Sie versorgen die Pfeifen mit Luft und sind Grundlage dafür, dass die Orgel überhaupt erklingt. Der Zahn der Zeit hat am Leder der Bälge genagt. „Das Leder war so porös, dass man einen Finger hätte durchstecken können“, beschreibt Bezirkskantor Tobias Martin den Zustand vor der Teilrenovierung.

        Die Werkstätte für Orgelbau Mühleisen aus dem baden-württembergischen Leonberg nahm sich Anfang Mai der Weigle-Orgel an. Die Fachleute bauten den Hauptbalg und vier weitere Bälge aus und erneuerten das Leder. Nun gibt es keinen Windverlust mehr, die Luft strömt stabil und gerade in die Pfeifen.

        Weitere Arbeiten betrafen das so genannte Schwellwerk – ein Teilwerk der Orgel, das in einem Kasten steht und das durch Öffnen und Schließen von Jalousien in der Lautstärke reguliert werden kann. Die Werkstätte baute diese Pfeifen aus und befreite sie von Staub und Schmutz, die sich im Laufe der Zeit abgelagert hatten.

        Weiterhin waren bei etwa 20 großen und schweren Metallpfeifen des Prospektes die Fußspitzen verformt und teilweise eingesunken. „Glücklicherweise sind dadurch keine größeren Schäden an den Pfeifen entstanden“, sagt Bezirkskantor Martin. Die Orgel-Werkstätte tauschte die Fußspitzen aus und setzte Löhtnähte. So sind die Pfeifen stabiler und besser gegen künftige Schäden geschützt.

        Den Abschluss der Arbeiten bildete eine Grundstimmung der gesamten Orgel, die Orgelbau Graser aus Speyer übernahm. Auch eine Elektro-Firma war beteiligt. Sie tauschte das veraltete Netzgerät der Orgel, um die elektrische Sicherheit weiter zu gewährleisten.

        Die stabile Luftversorgung und die Reinigung der Pfeifen im Schwellwerk wirken sich unmittelbar aus. „Es ist ein anderer Klang“, sagt Tobias Martin. „Man kann erahnen, was in der Orgel steckt, wenn hoffentlich in den kommenden Jahren auch das Hauptwerk und Pedalwerk gereinigt werden.“

        „Ein Dank gilt allen, die sich für diese notwendige Renovierungsmaßnahme eingesetzt haben“, erklärt der Bezirkskantor und lobt die Orgelwerkstätte Mühleisen: „Eva Maria Fritz und Peter Weimer arbeiteten mit großer Hingabe, gewissenhaft und fachkompetent.“ Es bleibe Aufgabe der Kirchengemeinde, in den nächsten Jahren eine komplette Reinigung sowie die Instandsetzung der Orgeltechnik und des weiteren Pfeifenwerkes anzugehen.

        Die Arbeiten begleiteten neben dem Bezirkskantor Pfarrerin Kerstin Bartels von der Jona-Kirchengemeinde und der Orgelbausachverständige der Landeskirche Andreas Schmidt.

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