Ludwigshafen – Erste Tarifverhandlungen im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel enden ohne Ergebnis

Ludwigshafen/Metropolregion Rhein-Neckar. Arbeitgeber haben kein Angebot für die Beschäftigten – Große Enttäuschung bei den Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel: die Arbeitgeber legten für die rund 100.000 Beschäftigten in der ersten Verhandlungsrunde am 21.05.2021 kein Angebot vor. Stattdessen erklärten sie, dass die Forderung viel zu hoch sei und man doch auf die Situation der Unternehmer Rücksicht nehmen müsse. „Sie fordern Rücksicht und Verständnis für die Unternehmer, die wegen dem harten Lockdown Umsatzverluste erleiden, verlieren aber keinen Gedanken daran, wie es den Beschäftigten ergeht, die seit vielen Monaten in Kurzarbeit sind und deshalb alle Ersparnisse aufgebraucht haben oder an die, welche das ganze letzte Jahr über aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens, z.B. im Lebensmittelbereich, an ihre psychischen und physischen Grenzen kommen. Respekt und Wertschätzung sieht anders aus“, entrüstet sich Monika Di Silvestre, Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den Handel in Rheinland-Pfalz.

Die Beschäftigten im Handel seien auf regelmäßige Einkommenserhöhungen angewiesen, um die Bedarfe des täglichen Lebens decken zu können und entsprechende Beiträge in die Rentenkasse einzahlen zu können, damit sie später keine Altersarmut erleiden müssen. Darum fordert die Tarifkommission der ver.di eine Erhöhung aller Einkommen um 4,5 % und monatlich 45 €, 12 Monate Laufzeit der Tarifverträge, einen rentenfesten Stundenlohn von mindestens 12,50 € und die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Einzel-und Versandhandel in Rheinland-Pfalz.

Für die Unternehmen, die wegen der Pandemie in Notlage geraten sind, wird ver.di gesonderte Lösungen außerhalb der Lohn- und Gehalts-Tarifrunde anbieten. „Es ist unbegreiflich, dass es in einer Branche mit so vielen Beschäftigten, die täglich eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe erfüllen, keine allgemeinverbindliche Tarifverträge gibt. 20 Jahre Tarifflucht haben dafür gesorgt, dass der Handel immer mehr zur Billiglohnbranche verkommt, damit muss jetzt Schluss sein. Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie uns ein wertschätzendes und verhandlungsfähiges Angebot vorlegen“ schließt Di Silvestre.

Die nächste Verhandlung findet am 25. Juni 2021 statt.

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