Ludwigshafen – Konjunkturbericht Frühsommer: Wirtschaft sieht Hoffnungsschimmer

In der Pfälzer Wirtschaft zeichnet sich eine Erholung ab – insbesondere bei Unternehmen, die keinen unmittelbaren Corona-Beschränkungen unterliegen. Symbol-Foto: pixabay

Ludwigshafen. (pd/and). In der Pfälzer Wirtschaft zeichnet sich eine Erholung ab – insbesondere bei Unternehmen, die keinen unmittelbaren Corona-Beschränkungen unterliegen. Das Abflauen der Infektionszahlen und die steigende Impfquote sorgen für Hoffnung bei den Betrieben. Der Konjunkturklimaindex liegt derzeit bei 102 Punkten und damit um neun Punkte höher als bei der letzten Umfrage zu Jahresbeginn, so ein Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz. Dabei fallen die Einschätzungen je nach Branche sehr unterschiedlich aus: Die Industrie und viele Dienstleistungsunternehmen haben die Krise weitgehend unbeschadet überstanden, konsum- und freizeitorientierte Unternehmen sind weiterhin stark gebeutelt.

 

Die aktuelle Geschäftslage wird von 45% der Unternehmen als zufriedenstellend bezeichnet, 30% nennen die Lage „gut“ und 25% „schlecht“. Bei den Geschäftserwartungen rechnet mehr als die Hälfte (genau: 58%) der Unternehmen über alle Branchen hinweg mit einer gleichbleibenden Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten; 20% gehen von einer besseren Entwicklung aus. Zu den größten Risiken zählen die Unternehmen weiterhin die Entwicklung der Corona-Pandemie (71%; Mehrfachantworten möglich), gefolgt von der Entwicklung Energie- und Rohstoffpreise bzw. dem Fachkräftemangel (jeweils 42%). Auch die Entwicklung des Inlandabsatzes beschäftigt die Unternehmen weiter (37%). Weniger investieren wollen 28% der Unternehmen (gleichbleibend: 49%, mehr: 23%). Die Lage am Arbeitsmarkt scheint weitgehend stabil zu bleiben: 67% planen die Zahl ihrer Beschäftigten beibehalten, 16% wollen neue Arbeitsplätze schaffen, 17% denken allerdings über Entlassungen nach.

 

Industrie

Die Geschäftslage in der Industrie wird überwiegend als befriedigend bis gut gesehen: 37% der befragten Betriebe melden eine gute Geschäftslage und 45% nennen die Lage „zufriedenstellend“. Mit gleichbleibenden Geschäften rechnen 62%; 25% sogar mit einer Belebung. Beim Export rechnet gut die Hälfte (genau: 56%) mit einer gleichbleibenden Nachfrage, ein Viertel mit einer steigenden Nachfrage. Bei den Investitionen sind 25% der Unternehmen bereit, mehr zu investieren, 23% wollen dagegen die Budgets kürzen. Die Mehrheit der Betriebe (67%) will ihren Personalstand halten und 18% denken sogar über Neueinstellungen nach.

 

Handel

Eine gute Geschäftslage melden derzeit 26% der Händler, 36% klagen jedoch über das schwache Geschäftsklima. Bei den Geschäftserwartungen rechnen nur 10% mit einer besseren Entwicklung, von einem gleichbleibenden Trend gehen immerhin 51% der Händler aus. Bei den Investitionen hält sich der Handel weiterhin zurück: 40% behalten die Budgets bei, 41% senken ihre Ausgaben. Den Personalstand halten wollen 76% der Unternehmen, 14% denken über Entlassungen nach.

Dienstleistungen

Mehr als die Hälfte der Dienstleister ist mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden (genau: 58%), 26% beurteilen die Situation als gut. Von einer konstanten Geschäftsentwicklung gehen 63% aus und mit besseren Geschäften rechnen 17%. Gleichviel investieren wollen 57% der Befragten. Mehr bzw. weniger investieren wollen 22% und 21%. Genauso viele Unternehmen denken über Entlassungen wie über Neueinstellungen nach: jeweils 19%.

Gastgewerbe

Die Lage bei Hotels und Gastwirten ist weiterhin verheerend. Nur zwei Prozent sprechen von einem guten, 91% dagegen von einem schlechten Geschäftsverlauf. Daher hoffen viele Betriebe auf eine Öffnungsperspektive, was sich auch den Geschäftserwartungen spiegelt: 37% rechnen mit einer Belebung und 15% mit gleichbleibenden Geschäften in den nächsten 12 Monaten. Ihre Investitionen senken wollen 56% der Gastronomiebetriebe, mehr Geld auszugeben planen nur 18%. Auch bei der Beschäftigtenzahl ist das Bild bedrückend: 11% wollen Personal einstellen, aber 29% denken über Entlassungen nach.

Der Konjunkturbericht der IHK Pfalz beruht auf der regelmäßigen Befragung von rund 1.400 Unternehmen, überwiegend Handelsregister-Firmen aus den Wirtschaftssektoren Industrie, Handel und Dienstleistungen und Gastgewerbe. Sie repräsentieren rund 70 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Pfalz. Die Ergebnisse sind nach Beschäftigtengrößenklassen gewichtet. Die Befragung wurde im Zeitraum 29. März bis 3. Mai 2021 durchgeführt.

Die Konjunkturberichte der IHK Pfalz sind im Internet unter www.pfalz.ihk24.de, Nummer 417 zu finden.

Quelle: Industrie- und Handelskammer für die Pfalz Ludwigshafen

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