Weinheim – Barrierefrei durch den Exotenwald

        Er ist rund dreieinhalb Kilometer lang, und man kann ihn auch rollen: Den barrierefreien Wanderweg durch den Weinheimer Schlosspark und den Exotenwald. Foto: Stadt Weinheim

         

        In Weinheim können sich auch Menschen mit Handicap in der Natur bewegen – Wanderweg startet und endet am Schlosspark

         

        Weinheim. (pd/and). Er ist rund dreieinhalb Kilometer lang, und man kann ihn auch rollen: Den barrierefreien Wanderweg durch den Weinheimer Schlosspark und den Exotenwald. Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just freute sich jetzt an einem Freitagmittag über eine kurze Wanderung durch den Exotenwald an der Seite von Pascal Schotten und Hans-Peter Kohl, die beide im Rollstuhl sitzen – aber den Ausflug genauso genießen konnten wie die junge Frau Angelina Kümmerle, die sich mit ihrem Vater Oliver Kümmerle, dem Vorsitzenden der Lebenshilfe Weinheim, auf den Weg gemacht hatte.

         

        Die Stadt Weinheim hat am Übergang vom Schlosspark zum Exotenwald den ersten barrierefreien Wanderweg der Gegend ausgewiesen. Er führt über bereits vorhandene Wege, die auf ihre Barrierefreiheit geprüft und dann zu einer Strecke zusammengefügt worden sind. Weinheims Umwelt- und Naturschutzbeauftragter Roland Robra hat die Route nach den Kriterien der Barrierefreiheit entwickelt und online ausgewiesen. Zu finden ist sie im Wanderportal Komoot und auf www.weinheim.de/tourismus. Der Direktlink zu den Weinheimer Wegen lautet:

        https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/wanderwege.html

         

        Die Wanderer mit Handicap und ihre Begleiter von der Lebenshilfe – neben Oliver Kümmerle auch Geschäftsführer Oliver Andres und Vorstandsmitglied Walter Metz – genossen den Frühlingstag im Exotenwald sichtlich. Denn der Weg ist für Menschen gemacht, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. „Wandern darf kein Privileg für Menschen sein, die gut zu Fuß sind“, betonte Oberbürgermeister Manuel Just.

         

        Insbesondere in der Pandemie der zurückliegenden Monate, so Just, habe man deutlich gespürt, wie wichtig ein individuelles Freizeitangebot in der Natur ist – für die Bürgerinnen und Bürger, aber natürlich auch für Gäste und Touristen. „Gesellschaftliche Teilhabe in einer sozialen Stadt hört nicht am Stadtrand auf“, erklärte Just, der selbst ein überzeugter Wanderer ist, ebenso wie sein Bürgermeister-Kollege Dr. Torsten Fetzner.

         

        Nicht nur für behinderte Menschen sei das Angebot wichtig, auch für Ältere, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.

         

        Der barrierefreie Weinheimer Wanderweg beginnt an den Behinderten-Parkplätzen am Schlosspark, nahe des Busparkplatzes und der Wohnmobil-Stellplätze. Er führt durch den Schlosspark bis zu einem Ausgang, an dem die Bordsteine abgesenkt sind, und geht weiter in den flacheren Teil des Exotenwaldes. Im Wald führt der Weg zu den berühmten Mammut-Bäumen und von dort wieder zurück in den Schlosspark. Bei der Konzeption hat sich Roland Robra an der DIN-Norm für barrierefreie Wege orientiert. Darin ist festgelegt, dass die Wege nicht mehr als sechs Prozent Steigung aufweisen dürfen und nicht mehr als 2,5 Prozent Querneigung; sie müssen mindestens 1.20 Meter breit sein.

         

        Der barrierefreie Wanderweg ist knapp 3,7 Kilometer lang und  bei angemessenem Tempo in rund eineinhalb Stunden zu schaffen. Zu Fuß und im „Rolli“.

         

        Quelle: Stadt Weinheim

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