Heidelberg – HEALING. Die Gruppenausstellung im Tandem Art Space verbreitet Hoffnung in der Zeiten der Pandemie.


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red(ak) – Am 13. Mai 2021 präsentiert Kultur Tandem International e.V. die letzte Ausstellung im Tandem Art Space, am Heumarkt 2. Und zwar schließt der Verein das einjährige Projekt, das über zehn eigene Ausstellungen sowie andere Veranstaltungsformate beinhaltete, mit einem Thema ab, das Mut und Hoffnung bringen soll: Unter dem Motto “Healing.” werden Werke aus der Malerei und Bildhauerei gezeigt, der Künstlerinnen Anna Bieler, Georgiana Beloescu, Susan Geel und Cholud Kassem. Die online Lesung mit dem Verleger und Schauspieler Walter Roth (WaRo Verlag Heidelberg) aus dem Buch “Jugend ohne Alter. Leben ohne Tod” von Petre Ispirescu ergänzt das Programm der Ausstellung, die bis am 31. Mai läuft. Das Programm ist von Cristina Nan, Vorstandsvorsitzende und Programmleiterin bei Kultur Tandem International e.V. kuratiert.

        “Alles kommt mir so surreal vor!”, “Wann wird es endlich vorbei sein?”, “(Wann) wird unser Leben wieder normal?” – Fragen, die uns alle in den letzen zwölf Monaten beschäftigen, seit dem die Pandemie unser Leben auf den Kopf gestellt hat. Und besonders KünstlerInnen sind davon sehr betroffen, vor allem dann, wenn die Relevanz ihres Metiers in Frage gestellt wird.
        Es ist jedoch die Kunst, diejenige die uns allen Lebensfreude schenkt und Mut macht, die uns dabei hilft, schwierige Zeiten zu überwinden, traumatische Situationen zu transformieren und mit Zuversicht auf die Zukunft zu blicken.

        Mit fantasievollen Figuren, kraftvollen Farben, Naturelementen, Menschen und ihre Körperlichkeit lädt Kultur Tandem die Besucher*innen ein, für einen Moment inne zu halten, zu reflektieren, sich zu erinnern und die positive Kraft der Kunst auf sich wirken zu lassen.
        Vier Künstlerinnen aus Wiesbaden, Temesvar/Rumänien und Heidelberg treten durch ihre Werke, die während der Pandemie entstanden sind in Dialog miteinander:
        Anna Bieler wurde 1968 in Thessaloniki (Griechenland) geboren, wo sie die ersten fünf Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Sie studierte Kunst zunächst für ein Jahr am Waldorf-Institut in Witten/Annen und danach Kunsterziehung an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz. Dort wechselte sie an die Freie Kunstakademie, an der sie ihr Studium im Jahre 1997 mit einem Diplom abschloss. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem Wohnprojekt in Wiesbaden, in dem neue Formen gemeinschaftlichen Wohnens erprobt werden.
        Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin in Wiesbaden und Südportugal, ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstlerinnnen und Künstler, im Kunstverein Bellevue-Saal, bei der Gedok und VG Bild-Kunst.

        In ihrer zumeist großformatigen Malerei beschäftigt sie sich mit existenziellen und hintergründlichen Fragen des Menschseins. Die in ihren Bildern gezeigten Figuren – Menschen, Tiere und Fantasiewesen – sind in Momenten festgehalten, in denen nicht eine Handlung im Vordergrund steht, sonder in denen sie auf sich selbst zurückgeworfen sind. Dies geschieht auch in der Begegnung mit anderen Wesen und Elementen. So entstehen Fragen nach dem Ursprung und der Zukunft der Menschen, als auch Wahrnehmungen von der eigenen Vielschichtigkeit und Wandlungsfähigkeit.

        Sie erschafft abstrakte Farbräume, die den Betrachtern eigene Interpretationen ermöglichen und dem wichtigsten Merkmal ihrer Kunst Ausdruck verleihen: der Farbe. Durch sie leben die Bilder und bekommen die ihnen innenwohnende Kraft.

        Georgiana Beloescu wurde 1991 in Rumänien, Caracal geboren. Sie studierte Malerei an der Universität für Kunst und Design, Temesvar, Rumänien. Nach ihrem Abschluss 2010 bis heute stellte sie in Rahmen zahlreicher Gruppen- und Soloausstellungen in Rumänien als auch im Ausland (Frankreich und Deutschland) aus. Sie lebt und arbeitet in Temesvar und Cameral Tschiklowa, Rumänien. Ihre Kunst strahlt eine Verzauberung aus, die die Betrachter*innen oft als Geisteszustand spüren. Für die Künstlerin ist dieser Zustand das Ergebnis der Verflechtung zweier Welten: der Welt der Träume und derjenigen des Wachzustands.
        Die Symbole und Fantasiewesen, die in ihren Bildern auftauchen, die Farben, die sie verspielt einsetzt, nehmen die Betrachter*innen auf eine magische Reise mit. In den Räumen, die sie dabei erschafft lädt sie ein, die Kraft der Stille für sich zu entdecken und sich der Traumwelt zu begeben.
        Die Frage, die sich für sie dabei stellt ist, ob es unsere eigenen Träume sind, oder ob sie ein kollektives Innenleben widerspiegeln? Je unbegrenzter der Raum, in dem sich alles abspielt ist, umso unendlicher ihre Vielfalt.

        Susan Geel wurde 1962 in Zürich, Schweiz geboren. Sie begann ihre künstlerische Weiterbildung 1991 in der Schweiz und setze sie über die Jahre fort in Österreich, den USA und Deutschland, u. a. School of Art, San Francisco, WFK, Wiesbaden und 2010-2013 bei Bildhauer Prof. Eberhard Linke. Susan Geel lebt und arbeitet in Wiesbaden und ist Mitglied der BBK Rheinland-Pfalz, des Essenheimer Kunstvereins, des Kunstvereins Rüsselsheim und des Kunstvereins Ingelheim.
        Das Hauptthema ihrer künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und dem Ausdruck des menschlichen Körpers bzw. wie dieser durch sein Erscheinen, seine Spannung und Bewegung Gedanken und Gefühlen hervorruft und somit mit der Umwelt kommuniziert. Ihre Skulpturen bewegen sich in den Raum hinein und nehmen intensiv Kontakt auf.
        Die Wechselwirkung von Mensch und Natur spielt dabei eine wichtige Rolle. Einzelskulpturen und Installationen thematisieren die Frage: Wie verändern wir die Natur – wie verändert sie uns? Die Künstlerin schafft ihre plastischen Arbeiten aus Ton. Die elementaren Elemente Erde und Feuer faszinieren sie dabei ebenso wie die Möglichkeit, unmittelbar mit den Händen am Material tätig zu sein. Die Oberflächen sind nie glatt und „perfekt“, sondern betonen mit rauen, kantigen Arbeitsspuren zusätzlich die Räumlichkeit und das Spiel mit Licht und Schatten. Die lebensgroßen menschlichen Darstellungen nehmen unmittelbar Kontakt auf mit dem Betrachter und laden ein, sich um sie herum zu bewegen, ihnen in die Augen zu schauen und ihre Bewegungen zu erfassen.

        Cholud Kassem wurde 1965 in Bagdad, Irak geboren uns studierte Kunst, Geographie und Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Sie lebt und arbeitet in Heidelberg und seit 2014 ist sie Mitglied des Beirats im Heidelberger Kunstverein. Ihre Arbeiten werden seit den 1980er-Jahren ausgestellt, u. a. in Heidelberger und Berlin, und sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten. Sie zeigt im Tandem Art Space die ganz aktuelle Serie ‘Weeping Pillows’, an der sie auch noch jetzt arbeitet. Sie entwickelte sich während des ersten Lockdowns 2020. Die Bilder bestehen aus flächigen, maskenähnlichen Gebilden auf einem Hintergrund aus gebundenem Graphit. Durch Farbe, Form und Muster erhält jedes Einzelmotiv seinen individuellen Ausdruck, gemeinsam haben sie farblich unterschiedlich gestaltete tropfenförmige Elemente unter den Augen resp. dem ‘Gesicht’, die an Tränen erinnern können.
        Wie die Bilder vom Betrachter gelesen werden hängt davon ab, wohin er seine Wahrnehmung legen möchte: sind es eher die Ornamente, die Farben, die Tränen, oder der dunkle Hintergrund!? Je nach Schwerpunkt des Betrachtens, kann es das “farbenfrohe” Gesamtbild sein, oder die angstvolle und bedrohlichere Ebene, die sich in der Serie erahnen lässt.

        Die Ausstellung wird ergänzt durch die Lesung des Märchens: “Jugend ohne Alter. Leben ohne Tod”, Hrsg. Petre Ispirescu (geb. 1830, in Bukarest, gest. 21. gest.1887). Das Buch ist in deutscher Übersetzung beim WaRo Verlag Heidelberg erschienen. Vorleser: Walter Roth, Schauspieler und Verleger (Wa-Ro Verlag).
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        Ausstellungsdauer: 13.Mai – 31.Mai 2021
        Öffnungszeiten: Mi-Fr, 15:00 bis 18:00 Uhr, unter der Berücksichtigung der geltenden Corona Vorschriften.

        Ort: Tandem Art Space, Heumarkt 2, Heidelberg
        Anmeldungen: tandemartspace@kulturtandem.de

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