Mainz – Metropolregion Rhein-Neckar – Frankenthal: Tarifabschluss: 3,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (PPKV)

        Tarifabschluss: 3,9 Prozent mehr Lohn und Gehalt in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (PPKV). Symbol-Foto: pixabay

        Mainz/Frankenthal.(pd/and). Am 25. April konnte im sechsten Termin in der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie nach zähem Ringen am frühen Morgen ein Tarifergebnis erzielt werden. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen in zwei Stufen um insgesamt 3,9 Prozent:

          • Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 01. Mai 2021 um 1,5 %

          • Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zum 01. Mai 2022 um 2,4 %

          Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten, bis zum 31. Januar 2023.

           

          Bis zum 14. Mai.2021 ist eine Erklärungsfrist vereinbart worden. Die ver.di-Tarifkommission wird auf ihrer Sitzung am 4. Mai 2021 über das Tarifergebnis beraten und beschließen. Seit dem 5. März 2021 fanden im Rahmen der Tarifrunde bundesweit in 68 Betrieben viele Warnstreiks statt. Im ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland haben insgesamt sieben Betriebe: Coveris Flexibles Deutschland, Neuwied / MM Graphia, Trier / Smurfit Kappa Wellpappe Südwest, Germersheim / Smurfit Kappa Service GmbH, Germersheim / Thimm Verpackungen, Alzey / Wellpappe Sausenheim, Grünstadt und West-Rock, Trier, an den Warnstreiks teilgenommen.

           

          „Obwohl die Branche gut durch die Pandemie gekommen ist und es sogar in fast allen Betrieben eine überdurchschnittliche Auslastung mit Sonderschichten und Überstunden gab, haben die Arbeitgeber versucht, die Corona-Pandemie auszunutzen, um die Beschäftigten mit einer möglichst niedrigen Lohnerhöhung abzuspeisen. Das war ihren Beschäftigten gegenüber nicht wertschätzend, die tagtäglich unter der Ansteckungsgefahr mit dem Virus Covid-19 durch ihre gute Arbeit dem Erfolg der Unternehmen maßgeblich beigetragen haben. Durch eine gute Warnstreikbeteiligung, unter Beachtung der Hygiene-Regeln, haben die Beschäftigten den Arbeitgebern die rote Karte gezeigt und das Tarifergebnis ermöglicht“, so Michael Holdinghausen, ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter für Medien, Kunst und Industrie für Rheinland-Pfalz und das Saarland.

          Quelle: ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland

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