Landau – Nager profitieren von Pandemie – EWL dokumentiert Rattensichtungen und bereitet Bekämpfung vor – Tipps für Bevölkerung

Landau/Metropolregion Rhein-Neckar. Wanderratten machen ihrem Namen auch in Zeiten der Corona-Pandemie alle Ehre: Sie wandern dorthin, wo der Tisch für sie am besten gedeckt ist. So werden sie seit etlichen Monaten zunehmend von den Landauerinnen und Landauern gesichtet und dem EWL gemeldet. Diese Tendenz wird von einer Erhebung des Entsorgungs- und Wirtschaftsbetriebs Landau (EWL) gestützt. „Wir haben 2020 etwa ein Drittel mehr Meldungen aus der Bevölkerung erhalten. Diese dokumentieren wir und beziehen die Daten in unsere jährliche Aktion zur Nagerbekämpfung mit ein“, erläutert Erik Eitel, technischer Mitarbeiter des EWL. Meldungen nehmen er und Anton Zips unter der Rufnummer 06341 13-8653 bzw. 13-8651 oder per Mail unter Erik.Eitel@Landau.de und Anton.Zips@landau.de entgegen. Im vergangenen Jahr haben sich aufmerksame Bürgerinnen und Bürger fast 80 Mal gemeldet. Zusätzlich dokumentiert der EWL den Rattenbefall in der Kanalisation bei den regelmäßigen Kamera-Befahrungen der Kanäle.

Gezielte Bekämpfung und Tipps für den Alltag

Einmal im Jahr organisiert der EWL eine grundlegende Bekämpfung von Nagern im öffentlichen Abwassernetz, wohin sich insbesondere Ratten gerne zurückziehen. Zeigen sich im Jahresverlauf zusätzlich Schwerpunkte, wird der städtische Betrieb darüber hinaus auch punktuell tätig. Für Maßnahmen auf privaten Grundstücken sind grundsätzlich die EigentümerInnen zuständig. Um die Population der Nager grundsätzlich in Zaum zu halten, können alle Landauerinnen und Landauer etwas beitragen.

Hier einige Tipps des EWL:

1. Küchenabfälle nicht über die Toilette entsorgen

2. Speisereste in die Biotonne geben, nicht in den Schnellkomposter

3. Deckel der Bio- und Restabfalltonne vollständig verschließen

4. gelben Sack erst am Abholtag nach draußen stellen

5. keine Tauben und Enten füttern

6. Winterfutter für Vögel oder Reste der Fütterung eigener Hühner nicht über Nacht bereitstellen

7. Schuppen und Keller auf Nistmöglichkeiten untersuchen

Hintergrund

Vorneweg: Der EWL und seine Beschäftigten haben nichts gegen die Nager.

Aber: Ratten vermehren sich schnell: Ein Muttertier wirft je nach Bedingungen bis zu fünfmal im Jahr sechs bis acht Junge, die nach rund drei Monaten geschlechtsreif werden. Die Tiere zerstören durch Nagen sogar Balken, Türen, Kunststoffe und machen auch vor elektrischen Leitungen und Isolierungen nicht halt. Außerdem sind sie ernst zu nehmende Überträger von Infektionskrankheiten und Parasiten wie z. B. Salmonellen, Schweinetrichinen, Bandwürmer, Flöhe und Milben. Die im Kot der Schadnager enthaltenen Bakterien und Viren werden vom Menschen bei Kontakt mit Haut, Schleimhäuten oder Atemwegen aufgenommen und führen so zur Erkrankung. Ratten sind nach § 2 Nr. 12 des Infektionsschutzgesetzes Gesundheitsschädlinge, da durch sie Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können.

  • PREMIUMPARTNER
    Pfalzbau Ludwigshafen


    PREMIUMPARTNER
    Kuthan Immobilien


    PREMIUMPARTNER
    HAUCK KG Ludwigshafen

    PREMIUMPARTNER
    Edeka Scholz


    PREMIUMPARTNER
    VR Bank Rhein-Neckar

    PREMIUMPARTNER
    Hochschule Ludwigshafen


    PREMIUMPARTNER




web
stats

///MRN-News.de      
NACH OBEN SCROLLEN