Heidelberg – Stadt baut Zahl der Betreuungsplätze für Kinder weiter aus! Verwaltung legte Planung für den Platzbedarf im Kindergartenjahr 2021/22 vor

        Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner besuchte die Kita Emmertgrund und las Kindern vor. Foto: MRN-NEWS/Atossa Kamran

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Stadt Heidelberg wird auch im kommenden Kindergartenjahr 2021/22 die Zahl der Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen weiter ausbauen. Grünes Licht für entsprechende Planungen der Verwaltung hat der Jugendhilfeausschuss bei einer Enthaltung am 13. April 2021 gegeben. Demnach sollen insgesamt 80 neue Plätze für Kinder von null bis drei Jahren in Krippen und knapp 300 Plätze für Kindergartenkinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt neu eingerichtet werden. Die Versorgungsquote für Kleinkinder steigt somit auf 59 Prozent, für Kindergartenkinder liegt sie seit Jahren stabil über 100 Prozent. Heidelberg nimmt damit weiterhin einen der Spitzenplätze in Baden-Württemberg ein. In die Kinderbetreuung investiert die Stadt allein im Jahr 2021 insgesamt 97,8 Millionen Euro. Derzeit bieten insgesamt 45 Träger in rund 135 Einrichtungen Kinderbetreuungsplätze an.

          Bürgermeisterin Jansen: „Hervorragende Entwicklung ist kein Selbstläufer“

          „Dass es in Heidelberg einen so einhelligen politischen Willen zum Ausbau weiterer Betreuungsplätze gibt, ist ein gutes Zeichen für alle Familien, gerade in der derzeitigen Krisensituation. Es ist wichtig, dass wir auch über die Pandemiesituation hinaus den Blick auf funktionierende Unterstützungsstrukturen für Familien richten“, sagt Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen.

          Jansen warnt davor, die hervorragende Entwicklung der Heidelberger Kinderbetreuung als Selbstläufer zu verstehen. Es werde auch in Heidelberg zunehmend schwieriger, die Nachfrage an Betreuungsplätzen insbesondere im Kindergartenbereich zu decken. Wesentliche Faktoren seien in diesem Zusammenhang die wachsenden kinderreichen Stadtteile, die komplizierte Suche nach Standorten für neue Einrichtungen in zentralen Stadtteillagen sowie die sukzessive Vorverlegung des Einschulungstermins seit 2020.

          Hinzu komme der Wunsch vieler Familien nach einer wohnort- oder arbeitsplatznahen Betreuung. „Diesen Wunsch finde ich absolut nachvollziehbar und berechtigt. Das zu erreichen, ist auch eines meiner erklärten Ziele. Die Umsetzung ist in der Praxis nicht in jedem Fall auf Anhieb realisierbar, aber wir nehmen diese Wünsche ernst und suchen darüber hinaus kontinuierlich nach Wegen, um Familien in Betreuungsfragen nach Kräften zu unterstützen“, sagt Jansen. So gibt es beispielsweise seit Anfang März ein neues Online-Angebot zur zentralen Vormerkung von Kita-Plätzen, mit dem Eltern die Voranmeldung für einen Betreuungsplatz für das Kindergartenjahr 2021/2022 in einer Kita erleichtert wird (www.heidelberg.de/kinderbetreuung).

          Entwicklung der Kinderzahlen

          Im Kleinkindbereich (bis zu 3 Jahren) ist die Zahl der Kinder zum Beginn des Kindergartenjahres 2021/2022 leicht rückläufig. Sie fiel gegenüber dem Vorjahr um etwas mehr als drei Prozent auf 4.132. Nach Einschätzung des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Heidelberg ist dies wesentlich bedingt durch die Corona-Pandemie.

          Auch im Kindergartenalter (Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt) ist die Zahl der Kinder im Vergleich zum Vorjahr geringer, aber mit 0,4 Prozent deutlich weniger als im Krippenbereich. Dennoch ergibt sich ein Anstieg der Zahlen, die bei der Bedarfsplanung für Kindergartenplätze berücksichtigt werden müssen von 4.894 im Jahr 2021 auf 5.137 für das Jahr 2022. Größtenteils ist dieser Anstieg auf die Veränderung des Einschulungsstichtags zurückzuführen. Die vom Land beschlossene schrittweise Vorverlegung des Stichtags zur Einschulung hat zur Konsequenz, dass Kinder, die das sechste Lebensjahr erst nach diesem neuen Stichtag vollenden, nicht mehr schulpflichtig werden. Sie können also weiterhin die Kita besuchen. Für die Kommunen heißt das: es müssen mehr Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt werden als ursprünglich in der Bedarfsplanung vorgesehen.

          Auf einen Blick: Geplanter Ausbau von Betreuungsplätzen 2021/2022

          Krippe
          Emmertsgrund: 20 Krippenplätze in neuer Einrichtung „KiTa im Forum“ (Träger: päd-aktiv
          e. V.). Voraussichtliche Eröffnung: September 2021
          Rohrbach: voraussichtlich 20 Krippenplätze im Bereich des Hasenleisers/Breisacher Weges (freier Träger); Eröffnung im Laufe des Kindergartenjahres 2021/22
          Südstadt: 20 Krippenplätze in der Einrichtung „Paradeplatz“ (Träger: Stadt Heidelberg), Umzug der Einrichtung „Römerstraße“ (am Haus der Jugend) in die Südstadt und 20 Krippenplätze in der neuen Einrichtung „KiTa Campbell“ (Träger: päd-aktiv e. V.). Eröffnung voraussichtlich Anfang des Kindergartenjahres 2021/22

          Kindergarten
          Bergheim: 5 neue Plätze im Kindergarten Vangerowstraße (Träger: evangelische Kirche) und der Kindertagesstätte Bergheim (Träger AWO).
          Emmertsgrund: 60 Kindergartenplätze in neuer Einrichtung „KiTa im Forum“ (Träger: päd-aktiv e. V.).
          Neuenheim: 5 zusätzliche Plätze im Kindergarten Lutherstraße (Träger: evangelische Kirche).
          Rohrbach: voraussichtlich 80 neue Plätze im Bereich des Hasenleisers/Breisacher Weges (freier Träger) und 5 zusätzliche Plätze im Kindergarten Baden-Badener-Straße (evangelische Kirche).
          Südstadt: 120 Plätze in neuer Einrichtung „KiTa Campbell“ (Träger: päd-aktiv e. V.); Eröffnung voraussichtlich Anfang des Kindergartenjahres 2021/22
          Schlierbach: 20 zusätzliche Plätze in der Bewegungskindertagesstätte durch Anbau (Träger: „Champini“).
          Ziegelhausen: 4 neue Plätze im Kinderhaus (Träger: Kinderhaus Heidelberg e. V.).

          Planungen über das Kindergartenjahr 2021/22 hinaus

          Emmertsgrund/Boxberg: Mittelfristig soll im Bereich der ehemaligen Tennisplätze eine größere Einrichtung entstehen.

          Boxberg: Im Stadtteil wird bei größeren Sanierungsmaßnahmen, die in den nächsten Jahren anstehenden, geprüft, ob eine weitere Kindertageseinrichtung realisierbar ist. Erste Gespräche hierzu finden bereits statt.

          Handschuhsheim: Die Planungen in Handschuhsheim für die Erweiterung der städtischen Einrichtung in der Furtwänglerstraße um 40 Kindergartenplätze schreiten voran. Die Plätze sollen im 2. Halbjahr 2022 geschaffen werden.

          Kirchheim: Auch in Kirchheim soll bis voraussichtlich Ende 2022 eine neue städtische Einrichtung in der Stettiner Straße fertig gebaut sein. Es entstehen 20 Krippen- und 60 Kindergartenplätze, wovon zunächst 40 Plätze als Interimslösung für den Neubau der städtischen Einrichtung Hardtstraße vorgesehen sind. Für die Planung des Neubaus der Kita Hardtstraße am bestehenden Standort sind im Doppelhaushalt 2021/2022 Planungsmittel eingestellt.

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