Speyer – Die Toten nicht vergessen und den Helfern danken – Bistum Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz unterstützen Pfarreien und Kirchengemeinden bei einem dezentralen Corona-Gedenken am 18. April

        Speyer/Metropolregion Rhein-Neckar. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bundesweit zu einem Corona-Gedenken am 18. April 2021 aufgerufen. Um 10.15 Uhr werden an diesem Tag der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, einen ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Berlin feiern. Im Anschluss findet eine zentrale Gedenkfeier im Bundestag statt. „Bis heute sind weltweit mehr als 2,6 Millionen Menschen und in Deutschland knapp 74.000 Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben“, machen Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Generalvikar Andreas Sturm deutlich. In Rheinland-Pfalz sind mehr als 3.200 Menschen verstorben und im Saarland mehr als 900. „Das sind Zahlen, die betroffen machen, denn hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Gesicht. Hinter jeder Zahl stehen Menschen mit ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Menschen mit ihren Geschichten und Erlebnissen. Jede Zahl bringt so vieles mit sich: Hoffnung, Verzweiflung, Trauer, Wut, Liebe und Dankbarkeit.“ Das Bistum und die Evangelische Kirche der Pfalz werden keine zentrale Feier veranstalten, sondern laden mit einer Handreichung die Pfarreien und Kirchengemeinden dazu ein, in allen Gottesdiensten an die Verstorbenen vor Ort zu erinnern. „Damit wird den anonymen Zahlen ein Name und ein Gesicht gegeben. Schicksale werden greifbar“, betonen die Kirchenpräsidentin und der Generalvikar. Die Bausteine lassen sich in die Liturgie des Sonntags integrieren. Neben Vorschlägen für die Begrüßung gibt es Fürbitten mit einem Kerzenritual sowie Erfahrungsberichte von Betroffenen und ein Segensgebet.

          Bausteine für den Gottesdienst am 18. April 2021 Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie
          Begrüßung:

          Wir verbinden uns heute mit den Menschen in ganz Deutschland im gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen der Corona-Pandemie.Um 10.15 Uhr feiern Bischof Georg Bätzing und der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, einen ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Berlin. Im Anschluss findet eine zentrale Gedenkfeier im Bundestag statt. Bis heute sind in Deutschland schon knapp 74.000 (tagesaktuelle Zahlen einsetzen) Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben. In Rheinland-Pfalz sind es 3.224 Verstorbene (tagesaktuelle Zahlen einsetzen) und im Saarland 927 (tagesaktuelle Zahlen einsetzen). Weltweit schon mehr als 2,6 Millionen Menschen. Das sind Zahlen, die betroffen machen, denn hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Gesicht. Hinter jeder Zahl stehen Menschen mit ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Menschen mit ihren Geschichten und Erlebnissen. Jede Zahl bringt so vieles mit sich: Hoffnung, Verzweiflung, Trauer, Wut, Liebe und Dankbarkeit. Heute wollen wir all’ diesen Erlebnissen und Erfahrungen Raum geben und besonders die Verstorbenen und ihre Angehörigen und Familien mit ins Gebet hinein nehmen. Wir denken an unsere eigenen Verluste, aber auch an die Verstorbenen aus unseren Gemeinden und Pfarreien. Wir gedenken gemeinsam im Bistum Speyer und in der Evangelischen Kirche der Pfalz.

          Votum: Unser Anfang geschehe im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

          Evangelische Kirche: 2. Sonntag nach Ostern – Misericordias Domini
          Wochenpsalm: Psalm 23
          Wochenspruch: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a.27-28a)
          Predigttext: Hes 34, 1-2(2-9)10-16.31, Evangelium: Joh 10, 11-16(27-30), Epistel: 1. Petr 2,21b-25
          Katholische Kirche: 3. Sonntag der Osterzeit, Psalm 4, Lesung 1: Apg 3, 12a.13-15.17-19, Lesung 2: 1 Joh 2, 1-5a, Evangelium: Lk 24, 35-48

          Mögliche Lieder: Stimme, die Stein zerbricht (Wwdl+ 192, GL 417)
          Ach, bleib mit deiner Gnade (EG 347, GL 436)
          Meine Zeit steht in deinen Händen (EG 644, GL 819)
          Von guten Mächten (EG 65, GL 430)

          Fürbitten mit persönlichen Statements und Kerzenritual und Gebet zum Gedenken der Verstorbenen in der Corona-Zeit

          Die Äußerungen der Menschen, die im Folgenden hier aufgeführt sind, sind ebenso wie die Namen und die erzählten Geschichten fiktiv. Aber sie könnten genau so stattgefunden haben. Wir nehmen alle Erlebnisse und Erfahrungen in den Blick und ins Gebet.
          Die Verantwortlichen können gerne in Ihren Gemeinden und Pfarreien Menschen aus diesen Berufsgruppen oder persönlich Betroffene, die dies möchten, ansprechen und diese bitten, aus ihrer Sicht die Erlebnisse zu schildern.
          Es empfiehlt sich, dass immer die gleiche Person die Fürbitten nach den persönlichen Statements betet und die jeweiligen Kerzen an der Osterkerze entzündet. Guter Gott, in den zurückliegenden Monaten hat die Corona-Pandemie unsere Welt und unser Leben erschüttert. Millionen Menschen weltweit haben sich mit dem Virus angesteckt, Millionen sind daran gestorben. Unendlich viele Menschen leiden an den Folgen für ihr Leben. Tagtäglich hören wir Statistiken und Zahlen zur Corona-Pandemie, aber die Toten sind keine Zahl, sie haben ein Gesicht, sie haben einen Namen. Es sind Menschen mit ihrer Lebensgeschichte. Einmalig und wertvoll. Sie sind eingeschrieben mit ihrem Namen in deinem Buch des Lebens. Heute wollen wir uns Zeit nehmen, um ihrer zu Gedenken und für sie zu beten.

          Höre Du unsere Lebenszeugnisse und unsere Bitten:

          Krankenschwester

          „Mein Name ist Katrin, ich arbeite als Krankenschwester auf einer Intensivstation für COVID-Patienten. Schutzanzug, Schutzmaske, Schutzbrille, zwei Paar Handschuhe übereinander – das ist die Schutzkleidung, in der ich mich in der roten Zone um die COVID-Patienten kümmere: Lagern, Blutabnehmen, zum nächsten Patienten hetzen, Schwitzen, Rückenschmerzen. Viele Stunden trage ich diese Schutzkleidung. Es fehlt an Personal. Nach dem Dienst bin ich einfach nur noch müde und habe Schmerzen, Schulter und Nacken sind verspannt. Und man kommt nur schwer zur Ruhe und das Abschalten nach Dienstschluss ist nicht leicht. Besonders schwer ist es für mich, hilflos mit anzusehen, wie schnell ein Mensch mit oder an einer Infektion stirbt und wie schlimm es sich anfühlt, dass keine Angehörigen kommen dürfen. Es ist für alle so schwer. Ich mache meinen Beruf wirklich gerne, aber in letzter Zeit ist es einfach nur noch belastend. Und dann noch die Sorge, mich und meine Familie auch anzustecken. Ich weiß ja, dass es nicht nur alte Menschen treffen kann.“

          Treuer Gott, ich zünde eine Kerze an und bitte dich für alle Krankenschwestern und Krankenpfleger, für alle Ärztinnen und Ärzte und für alle Klinikseelsorgenden, die sich in dieser herausfordernden Zeit um Menschen in ihren Kliniken kümmern und dabei oft bis an ihre Grenzen oder darüber hinausgehen. Gib ihnen Geduld, Ausdauer und Kraft und schenken ihnen gute Worte für die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen, die sich zu Hause oftmals Sorgen machen. Lass sie Zeiten der Ruhe und Erholung finden und gib ihnen Möglichkeiten, über ihre Erlebnisse mit dem Leid und dem Sterben der Menschen reden zu können.

          Treuer Gott: wir bitten dich, erhöre uns.

          Altenpfleger

          „Ich bin Dirk. Ich arbeite als Altenpfleger in einem Seniorenheim. Ich kann mich kaum noch erinnern, wie mein Arbeitsalltag aussah, bevor Corona kam. In den vergangenen Monaten haben ich und meine Kolleginnen und Kollegen viel Schlimmes erlebt. Erst die Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner, nachdem im ersten Lockdown keine Angehörigen und Besucher mehr in die Einrichtung kommen durften. Es tat weh, zu erleben wie manche Bewohner gelitten haben und sich einsam fühlten. Viele haben in dieser Zeit abgebaut und wir konnten gar nichts dagegen tun. Und dann kam das Virus zu uns. Es begann eine furchtbare Zeit und viele Menschen in unserer Einrichtung haben sich infiziert, einige sind gestorben. Es war eine schlimme Zeit. Ich weiß gar nicht mehr, woher ich in diesen Tagen die Kraft dazu bekam, meinen Dienst zu tun. Wir haben getan, was wir konnten. Wenn es möglich war, konnten die Bewohnerinnen und Bewohner bei uns bleiben und mussten nicht ins Krankenhaus. Das war uns wichtig, auch wenn die Arbeit und die Sorge dadurch zunahmen. Wenn keine Angehörigen kommen durften, haben wir versucht, die Menschen im Sterben zu begleiten. Es war eine harte Zeit für alle. Besonders auch für die Angehörigen, die gerne mehr Zeit mit ihren Lieben verbracht hätten.

          Lebendiger Gott, ich zünde eine Kerze an und bitte dich für alle Menschen, die in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen leben und arbeiten. Lass die Bewohnerinnen und Bewohner untereinander Gemeinschaft erfahren und lass sie spüren, dass sie in dieser Zeit nicht alleine sind. Nimm ihnen Einsamkeit und Resignation und schenke ihnen Hoffnung und Zuversicht. Schenke den Pflegenden deinen Segen und deine Kraft für ihren Beruf und lass sie immer wieder Zeit finden, sich den pflegebedürftigen Menschen liebevoll zuzuwenden über die alltägliche Pflegetätigkeit hinaus.

          Lebendiger Gott: wir bitten dich, erhöre uns.

          Angehörige

          „Ich heiße Evelin. Wenn ich die letzten Monate betrachte, dann gab es eine Zeit, bevor sich meine 80-jährige Mutter mit dem Corona-Virus infizierte, und eine Zeit danach. Ich kann mich noch genau an die Situation erinnern, als der Anruf aus dem Pflegeheim kam: Ihre Mutter wurde positiv getestet! Das war wie ein Schock, aber wir hatten ganz viel Zuversicht, dass sie es packt, weil sie ja an sich sehr rüstig und hart im Nehmen war. Wir selbst durften nicht ins Heim, es war Besuchsverbot. Und es kamen ein paar ganz furchtbare Tage. Täglich meldete sich das Heim bei uns, und die Nachrichten machten uns mal zuversichtlich und dann wieder zogen sie uns runter. Und dann kam der Anruf, dass sie es nicht schaffen würde und bald sterben wird. Das war grausam, spätestens jetzt wäre unser Platz an ihrem Bett gewesen, um bei ihr zu sein, die Hand zu halten und sie beim Sterben nicht allein zu lassen. Aber es kam ja anders. Wir konnten uns zwar verabschieden. Aber sie nicht beim Sterben begleiten. Irgendwann klingelte das Telefon und die Todesnachricht kam. Ich mache mir schwere Vorwürfe, es fühlt sich an, als hätte ich meine Mutter im Stich gelassen, obwohl mein Kopf sagt: ich habe nichts falsch gemacht, es ging einfach nicht anders.“

          Tröstender Gott, ich zünde eine Kerze an und bitte dich für alle, die in der Corona-Zeit einen lieben Menschen verloren haben. Tröste sie in ihrer Trauer und in ihrem Verlust, besonders dann, wenn sie in den letzten Tagen und Stunden des Lebens nicht für ihre Lieben da sein konnten. Lass sie Möglichkeiten und die Zeit finden, ihrer Trauer und ihrer Not angemessen Ausdruck verleihen zu können und lass sie Menschen finden, die sie dabei liebevoll begleiten.

          Tröstender Gott: wir bitten dich, erhöre uns.

          Politiker

          „Ich heiße Richard. Ich bin Bürgermeister in einer mittelgroßen Stadt. Die letzten Wochen und Monate waren geprägt von der besonderen Verantwortung für unsere Bürgerinnen und Bürger. Es galt immer wieder auf die aktuelle Situation zu reagieren, auf neue Anweisungen von oben, auf die Nöte, Ängste und Sorgen der Menschen in meiner Stadt. Wer in diesen Zeiten Verantwortung trägt, hatte es besonders schwer und man konnte es nie allen oder auch nur vielen recht machen: den einen waren die Regelungen zu streng und den anderen zu lasch. Ich habe viele böse, verletzende und drohende Nachrichten bekommen.
          Die Pandemie macht etwas mit dem Menschen. Da bin ich ganz sicher. Bei den einen führt es dazu besonnen, verantwortlich und sozial zu handeln und bei anderen tritt das Gegenteil ein. Ich bin zugleich aber auch sehr stolz auf die vielen, vielen Menschen, die in dieser Zeit ihr Bestes gegeben haben, um für andere zu sorgen, sie zu pflegen und für sie da zu sein – weit über das normale Maß hinaus! Das darf nach der Pandemie nicht einfach wieder vergessen werden!
          Ich wünsche mir, dass wir nach Corona das Gute, das Miteinander und die Solidarität der ersten Zeit bewahren können und gemeinsam daran arbeiten, die Folgen der Pandemie für alle zu erleichtern und abzufedern. Wenn das gelingt, wäre ich froh und dankbar.

          Und wir dürfen die Verstorbenen und ihre Angehörigen nicht vergessen! Sie sind immer in unseren Herzen und Gedanken!“ Barmherziger Gott, ich zünde eine Kerze an und bitte dich für alle, die in der Corona-Zeit politische und gesellschaftliche Verantwortung tragen. Sie mussten und müssen immer wieder und immer noch Abwägen zwischen ganz unterschiedlichen Interessen und Notwendigkeiten. Lass unter allen Menschen Solidarität, Menschlichkeit und ein gutes Miteinander wachsen, damit wir als Gesellschaft den Herausforderungen der kommenden Zeit voller Zuversicht und Hoffnung begegnen können.

          Barmherziger Gott: wir bitten dich, erhöre uns.

          Nun wollen wir in einem Moment der Stille der Verstorbenen gedenken. Wir denken an alle, die an oder mit Corona verstorben sind. Wir denken auch an alle Menschen, die in dieser Zeit der Pandemie verstorben sind und an ihre Angehörigen, die sich aufgrund der Umstände nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen verabschieden konnten. Wir denken aber auch die Menschen, an die niemand mehr denkt. Wir wollen es jetzt tun.

          – Stille –

          Gott des Lebens, ich zünde eine Kerze an für alle Verstorbenen dieser Zeit. Nimm Du sie bei dir auf und schenke ihnen das Leben in Fülle. Erfülle ihre Sehnsucht und decke barmherzig ihr Schuld zu. Schenke uns einst ein Wiedersehen in deinem Reich.

          Gott des Lebens: wir bitten dich, erhöre uns.

          Leben spendender Gott, heute kommen wir zu dir mit den Erfahrungen und Erlebnissen aus den vergangenen Monaten. Manches Gute durften wir erleben, aber es sind auch Wunden gerissen und Schmerzen entstanden, die noch lange nicht heilen werden.
          Schenke uns deinen guten Geist und viel Kreativität und Liebe, um Wunden zu heilen und Schmerzen zu lindern. Begleite du uns weiter durch das Leben, heile und segne, was dir am Herzen liegt und was du von Herzen liebst.
          Dafür danken wir dir durch Christus, unseren auferstandenen Herrn. Amen.

          Fürbitten (auch mit der Möglichkeit Kerzen zu entzünden) Lasst uns beten zu Gott, dessen Lebensmacht mächtiger ist als der Tod. Für alle, die von der Pandemie betroffen sind, lasst uns Gott bitten: Erbarme dich, Gott.

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für die Menschen, die an dem Virus gestorben sind, abgesondert von ihren Familien, isoliert im Krankenhaus, dass sie bei Gott Zukunft und Leben in Gemeinschaft haben, lasst uns zu Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für die Frauen, die ihre Männer verloren haben,
          für die Männer, die ihre Frauen verloren haben,
          für die Kinder, die ihre Väter/ ihre Mütter/ ihre Eltern
          nicht wiedersehen,
          für die Enkel, die ihre Großeltern hergeben mussten,
          dass sie getröstet werden in ihrem Schmerz
          und Hilfe erfahren in der Trauer
          lasst uns Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für die Menschen, die das Virus überlebt haben,
          aber noch um Atem ringen und an den Folgen leiden,
          dass sie gesund werden und zu Kräften kommen
          und sie neu durchatmen können,
          lasst uns Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für alle, die als Helferinnen und Helfer gefordert waren und sind:
          Für die Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen,
          für die Ärztinnen und Ärzte,
          für die Bestatterinnen und Bestatter,
          für die Seelsorgerinnen und Seelsorger,
          dass sie jeden Tag neu Kraft schöpfen für ihren Dienst,
          dass sie Zeit haben, um sich auszuruhen
          und die Eindrücke der Pandemie verarbeiten können,
          lasst uns Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für die Politikerinnen und Politiker in unserem Land,
          dass sie klug und besonnen Entscheidungen treffen zum Wohl der Menschen,
          dass sie Unterstützung geben, wo Menschen unter der Pandemie leiden.
          Für die Virologinnen und Virologen,
          dass sie in ihrem Forschen und mit ihrem Wissen
          die Pandemie weiter eingrenzen können,
          lasst uns Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Für uns selbst in unserer Erschöpfung und Angst,
          in unserer Wut und unserer Traurigkeit,
          dass wir unserer Mitverantwortung bewusst,
          gemeinsam durchhalten,
          uns umsichtig verhalten
          und füreinander achtsam bleiben,
          lasst uns Gott bitten:

          Gemeinde: Erbarme dich, Gott (Kerze entzünden)

          Gott, dessen Lebensmacht mächtiger ist als der Tod,
          du hast unsere Bitten gehört;
          erhöre und erfülle sie in deiner Güte.

          Gemeinde: Amen.

          Wir weisen auch auf die drei ökumenischen Gebete in Zeiten von Corona von Kirchenpräsident i. R. Dr. h. c. Christian Schad und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann hin:

          https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=20548

          Segensgebet

          Dass alles, was dir gegeben ist, mit dir wachse und in dir reife,
          und dir dazu diene, dein Leben als Geschenk annehmen zu können.
          Dass du immer einen Menschen um dich hast, der es wert ist, Freund zu heißen,
          dem du vertrauen kannst, der dich tröstet, wenn du traurig bist,
          und mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt.
          Dass dir die Trauer nie zu schwer wird
          und du Wege findest, mit ihr zu leben.
          Dass du auch wieder Freude empfinden kannst
          und du ab und zu auch einmal herzlich lachen wirst.
          Und noch etwas wünsche ich dir:
          Dass du in jeder Stunde der Freude
          und des Schmerzes Gottes Nähe und Beistand spürst –
          das ist mein Wunsch für dich – heute und für immer.
          Sei gesegnet und behütet!

          Gott segne dich

          Gott segne dich in deiner Trauer.
          ER schenke dir Tränen und Worte für deinen Schmerz.

          Gott segne dich und deine Fragen ohne Antwort.
          ER schenke dir Menschen, die dir geduldig zuhören können und bei dir sind.

          Gott segne dich und deine Ohnmacht, die dich manchmal lähmt.
          ER stärke dich, dass du die Anforderungen des Alltags meistern kannst.

          Gott segne dich und deine einsamen Stunden.
          ER schicke dir Menschen, die dir ab und zu Gesellschaft leisten und dir gut tun.

          Gott segne dich und den Menschen, um den du trauerst.
          ER schenke dir Glauben, dass dieser Mensch in Seiner Hand geborgen ist.

          Gott segne dich und dein Denken und Fühlen.
          ER schenke dir die Kraft dankbarer Erinnerung.

          Gott segne dich und deinen Lebensweg.
          ER schenke dir wieder Vertrauen ins Leben und Mut, deinen Weg weiterzugehen.

          Gesegnet seist du vom Gott des Trostes, der mit dir geht und bei dir bleibt und deine Schritte leitet: im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
          Amen.

          • PREMIUMPARTNER
            Pfalzbau Ludwigshafen


            PREMIUMPARTNER
            Congressforum Frankenthal


            PREMIUMPARTNER
            HAUCK KG Ludwigshafen

            PREMIUMPARTNER
            Schuh Keller


            PREMIUMPARTNER
            VR Bank Rhein-Neckar

            PREMIUMPARTNER
            Hochschule Ludwigshafen


            PREMIUMPARTNER


            

            web
stats

            NACH OBEN SCROLLEN
            X