Mannheim – Die Eulen Ludwigshafen verlieren nach guter Leistung das Derby bei den Löwen

        Mannheim/Ludwigshafen. Die Eulen Ludwigshafen haben beim Rückspiel bei den Rhein-Neckar Löwen in der SAP-Arena in Mannheim trotz einer 27:31-Niederlage wieder eine gute Leistung gezeigt. Bei den Eulen fielen am Nachmittag noch Rückraumspieler Azat Valiullin und Torwart Martin Tomovski wegen Verletzungen aus. Die Löwen erzielten erst nach fast vier Minuten den ersten Treffer durch Lagergren. Die Eulen konnten dann immer ausgleichen und gingen in der 10. Minute mit einem Treffer vom überragenden Hendrik Wagner mit 4:3 das erste Mal in Führung, die Wagner dann auf 5:3 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt musste auch schon Eulen-Spielmacher Dominik Mappes zuschauen, er zog sich beim Treffer zum 2:2-Ausgleich durch ein Foul von Jesper Nielsen eine Schulterverletzung zu. Die Löwen kamen dann wieder heran und führten nach einem Wurf von Torwart Andreas Palicka ins leere Tor mit 10:7, da die Eulen den siebten Feldspieler einsetzten. Die Eulen holten dann durch fünf Tore von Max Neuhaus wieder auf und gingen mit einem 15:15-Unentschieden in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit begannen die Eulen stark, Gunnar Dietrich warf das 16:15, Pascal Durak verwandelte einen Siebenmeter zum 17:16, Hendrik Wagner gelang das 18:16. Dann scheiterte Christian Klimek zweimal an Löwen-Torwart Palicka, Johnny Scholz bekam eine Zweiminutenstrafe und die Löwen drehten das Spiel und gingen durch Rechtsaußen Patrick Groetzki mit 19:18 in Führung. Die Löwen führten dann mit drei Toren (24:21, 25:22 und 26:23), doch die Eulen kamen wieder heran. Bei einem Tempogegenstoß verletzte sich Eulen-Rechtsaußen Alexander Falk nach seinem Treffer zum 26:25 (52. Min.) an der Schulter. Kurz danach wurde auch noch Eulen-Torwart Gorazd Skof in der 57. Minute von Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher bei einem Abwehrversuch am Knie verletzt und musste durch den 21-jährigen Leon Hoblaj in den letzten Minuten ersetzt werden. Die Eulen kamen durch Max Haider zum 27:29 nochmals heran, aber dann erzielte Löwen-Spielmacher Andy Schmid mit zwei Treffern den Endstand zum 31:27-Derbysieg für die Löwen. Die Löwen hatten bereits auch das Hinspiel Anfang Oktober 2020 bei den Eulen Ludwigshafen mit 26:24 Toren gewonnen. Beim elften Derby zwischen den beiden Nachbarklubs haben die Rhein-Neckar Löwen nun zehnmal gewonnen, die Eulen siegten vor zwei Jahren einmal in der SAP-Arena.

        Die Löwen haben den Sieg auch Torwart Nikolas Katsigiannis zu verdanken, der nach 42 Minuten für Andreas Palicka ins Tor kommt und fünf Paraden zeigt. Bei den Eulen waren Hendrik Wagner mit neun Toren sowie Max Neuhaus mit sechs Treffern die erfolgreichsten Werfer. Bei den Löwen war Jannik Kohlbacher mit sechs Toren bester Werfer vor Patrick Groetzki mit fünf Treffern.

        Nach dem Spiel war Eulen-Trainer Ben Matschke auch wegen der Chancenverwertung etwas enttäuscht: „Heute war mehr drin, mit etwas Matchglück hätten wir mehr holen können. Ein Lob an meine Mannschaft, die über 60 Minuten ein ganz intelligentes Spiel gemacht hat. Katsigiannis hält dann drei, vier freie Bälle mit dem Siebenmeter. Wir hatten in der zweiten Halbzeit nur eine Parade, das ist zu wenig, wenn du hier etwas mitnehmen willst. Ich hoffe, dass wir diese Niederlage nicht auch noch teuer bezahlen müssen.“ Auch Rückraumspieler Hendrik Wagner haderte: „15:15 zur Pause, da war alles drin“ und hadert mit einigen „unglücklichen Würfen“ in der spielentscheidenden Phase. „31 Gegentore sind zu viel“, klagt Jan Remmlinger und spricht aus, was alle denken. Hoffentlich sind die drei Verletzten bis Sonntag wieder auf dem Damm!“ Deswegen war auch Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler besorgt: „Die drei Verletzungen bereiten mir am meisten Kopfzerbrechen.“

        Bereits am Sonntag um 16 Uhr bestreiten die Eulen das nächste Spiel zu Hause in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen gegen den TBV Lemgo-Lippe. Die Eulen Ludwigshafen bleiben nach 20 Bundesligaspielen mit 9:31 Zählern auf dem 17. Tabellenrang, Lemgo ist mit 20:20 Punkten Tabellenzwölfter. Das Hinspiel hatte der TBV Lemgo-Lippe zu Hause knapp mit 24:22 Toren gegen die Eulen gewonnen.
        Statistik :
        Rhein-Neckar Löwen: Palicka (2) (42. Katsigiannis) – Lagergren (4), Schmid (4), Nilsson – Groetzki (5), Gensheimer – Kohlbacher (6) – Gislason, Nielsen, Tollbring (5/3), Lagarde (3), Patrail (1), Kirkelökke (1)

        Eulen Ludwigshafen: Škof (57. Hoblaj) – Wagner (9), Mappes (1), Dietrich (1) – Falk (2), Scholz (1) – Haider (3) – Bührer (3), Neuhaus (6), Klimek, Durak (1/1), Remmlinger

        Spielverlauf: 1:0 (4. Minute), 3:3 (9.), 3:5 (13.), 7:7 (18.), 11:8 (21.), 12:12 (26.), 15:15 (Halbzeit), 15:16 (31.), 16:18 (36.), 20:18 (40.), 22:20 (43.), 24:21 (46.), 26:24 (51.), 27:26 (53.), 29:26 (57.), 30:27 (59.), 31:27 (Ende) – Siebenmeter: 5/3 – 3/1 – Zeitstrafen: 2/3 – Zuschauer: keine – Schiedsrichter: Hurst/Krag (Berlin/Frankfurt).

        Foto 1: Eulen-Spielmacher Dominik Mappes verletzte sich zu Spielbeginn an der Schulter (Foto Michael Sonnick)
        Foto 2: Hendrik Wagner war mit neun Toren bester Eulen-Werfer (Foto Michael Sonnick)
        Foto 3: Max Neuhaus erzielte sechs Treffer für die Eulen (Foto Michael Sonnick)
        Text : Eulen Ludwigshafen und Michael Sonnick

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