Ludwigshafen – Öffnungsperspektiven – Ausweitung von Schnelltests und Impfungen – Öffnung von Kitas und Schulklassen ab 15. März – Handel wird ab nächster Woche weiter geöffnet – Pflegeheime fast vollständig mit Erstimpfung – Rückkehr zur Normalität endlich im Blick

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Am Donnerstag gab die Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck eine Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in Ludwigshafen. Im Fokus lagen neue Entwicklungen und Reaktionen auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel. Jutta Steinruck erklärte mit verschiedenen Ansprechpartnern der Verwaltung, darunter u.a. Beate Steeg und Dr. Cornelia Reifenberg, welche Auswirkungen die Ergebnisse der MPK für Ludwigshafen haben. Insgesamt zeigten sich die Beteiligten erfreut, endlich eine Öffnungsperspektive vorliegen zu haben und man werde in Ludwigshafen hart daran arbeiten, dass diese Öffnungen so stabil und schnell wie möglich erfolgen können. Auch Kultureinrichtungen sollen bald wieder öffnen.

        Steinruck begrüsste die Öffnungsschritte, die vereinbart wurden. “Ich freue mich, dass wir jetzt wieder eine Öffnungsperspektive haben”, sagte sie. Es käme nun darauf an, sich mit den umliegenden Verwaltungsbezirken Rhein-Pfalz-Kreis und Mannheim abzusprechen, um ein gemeinsames Vorgehen zu erörtern. Es finde zudem eine tägliche Absprache mit dem Koordinierungskreis Ludwigshafen, zu dem auch das Klinikum gehört, statt. Man verzeichne leicht steigende Zahlen, die momentan aber nicht dramatisch seien. “Wir haben die Situation im Blick”, so Steinruck.

        Zunächst komme es jetzt darauf an, wie das Land die Beschlüsse umsetze, dies müsste man noch abwarten. Ein Eckpunkt sei vorallem die Bereitstellung von Schnelltests für MitarbeiterInnen im Erziehungsbereich und der Verwaltung mit Kundenkontakt. Man beschaffe derzeit nötiges Material wie Impfstoffe und Schnelltests und erarbeite Konzepte zur Öffnung verschiedener Einrichtungen.
        “Unser Ziel ist es, den Bürgern ein schnellstmöglich normales Angebot an Daseinsvorsorge, Kultur und Handel anzubieten.” Ein Selbsttest solle möglichst zweimal pro Woche möglich werden.

        Das eigene Stufenkonzept der Stadt werde nun mit den Beschlüssen von gestern abgeglichen. Steinruck rief die Bürger dazu auf, auch nach Öffnungsschritten, vernünftig zu bleiben, an Abstand, Maske und Hygiene zu denken, damit die Öffnungen nicht wieder zurückgenommen werden müssten.

        Kulturdezernentin Dr. Cornelia Reifenberg erklärte, dass der Kita-Betrieb ab 15. März wieder in den vollständigen Regelbetrieb gehen sollen. Hier gelte es den Arbeitsschutz nochmals zu überprüfen. Geplant ist die Impfung aller ErzieherInnen, damit diese bedenkenlos ihre Arbeit durchführen können. Dies sei freiwillig, ebenso wie die Schnelltests, die mindestens einmal pro Woche gemacht werden können. Auch Schüler und Schülerinnen sollen sich bald zweimal pro Woche testen lassen können. Erzieher und Erzieherinnen sollen bis zur Impfung vermehrt mit Schnelltests arbeiten. Dies solle täglich möglich sein. Dafür fänden Schulungen zur Durchführung der Tests statt.

        In einer Grundschule in Ludwigshafen sei eine Mutation aufgetreten, die gesamte Schule befinde sich derzeit in Quarantäne. Jutta Steinruck erfuhr davon nur aus den Medien und zeigte sich enttäuscht darüber, nicht durch das Gesundheitsamt benachrichtigt worden zu sein. Man stehe jetzt aber im Austausch und sammle Informationen um u.U. Massnahmen ergreifen zu können. Man müsse bei Schulen und Kitas auch mit Rückschlägen rechnen, da die Quarantänemassnahmen mutationsbedingt sehr streng seien. Nach der Durchimpfung der Erzieher und Lehrer könnte man die Massnahmen und Quarantänebedingungen vielleicht bald auch abmildern.

        Sozialdezernentin Beate Steeg konnte vermelden, dass alle Seniorenheime im Stadtgebiet mittlerweile den ersten Impfungszyklus durchlaufen. Es gäbe vereinzelt noch einige Nichtgeimpfte, was an verschiedenen medizinischen und persönlichen Gründen läge. Die zweite Impfrunde laufe jetzt an. “Wir hoffen, dass es ein Geschehen, was viele Heime erleben mussten, dann nicht mehr geben wird und kann”, sagte sie in Bezug auf Todesfälle und schwere Verläufe in den Heimen.

        Nach wie vor gelte allerdings Vorsicht walten zu lassen. Auch hierfür seien u.a. mobile Testteams im Einsatz. Es würden nun weitere Einrichtungen in die Impfrunden einbezogen, z.B. Inklusionswerkstätten und Wohneinrichtungen für Behinderte.

        Leider müssten noch viele Bürger, die laut Prioritätsliste an der Reihe sind, noch auf ihre Impftermine warten. Dies liege u.a. an den beschränkten Impfkontingenten. Man arbeite weiter hart daran, möglichst rasch weitere Impfungen möglich zu machen, sagte Steinruck. Man verstehe, dass vereinzelt auch Frustration bei Impfberechtigten auftrete. Die Situation bei der Terminvergabe laufe mittlerweile deutlich flüssiger.

        Markus Schneider, der persönliche Referent von Jutta Steinruck, erläuterte das Thema “Testen für Alle”. Das Testangebot für alle Bürger werde derzeit vorbereitet. Man baue zwei Standorte auf, eins im Norden und eins im Süden von Ludwigshafen. Man wolle das Tesangebot mit der Buchung eines Impftermins verknüpfen. Material wie Schutzausrüstung usw. sei bestellt, man warte nun auf die Lieferung. Man warte zudem auf weitere Details der Landesregierung. Die Kosten für Tests sollen ab 8. März vom Bund übernommen werden. Noch sei nicht ganz klar, woher die vielen Schnelltests kommen sollen. Auch hier hoffe man auf weitere Informationen von Land und Bund. Momentan habe man keine Tests, ausser den in Kliniken und diversen Einrichtungen. Diese behalten zunächst weiter Priorität bei der Verteilung. In den Testzentren sollen zunächst 35 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen tätig sein. Auch hier könne es bei Bedarf noch zu einer Ausweitung kommen. Sobald Schnelltest vorhanden seien, könne man loslegen. Bis dahin werde man weiter Schulungen durchführen.

        Im Rhein-Pfalz-Kreis werde das Testszenario anders gehandhabt, dort sollen kommunenbasiert die örtlichen Feuerwehren einbezogen werden. Man denke auch in Ludwigshafen darüber nach, auch die einzelnen Stadtteile u.U. noch vermehrt mit einzubeziehen. Dies sei wegen Hygienemassnahmen allerdings nicht so einfach. Man tausche sich dahingehend auch mit dem umliegenden Kreis aus.

        Zum Thema Impfzentrum gab es noch einige Informationen von Patrick Weiss. Bislang sind im Impfzentrum 6449 Impfungen durchgeführt. 4218 waren Erst-, 2231 waren Zweitimpfungen. 1689 Ersttermine seien für nächste Woche vorgesehen. Hierfür habe man den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Impfstoffverfügbarkeit laufe nach wie vor auf Sicht. Man habe auch ein extra Kontingent des Astrazeneca-Impfstoffs angefragt, so dass nächste Woche rund 2000 Impfungen stattfinden können. Man sei zuversichtlich, dass die Anzahl der Impfstoffe mitelfristig steige. Bis April liege die wöchentliche Lieferung bei 2000 Impfdosen (1000 Biontech/1000 Astrazeneca). Mit wachsender Impfstoffverfügbarkeit, werde auch das Angebot an weitere Impfberechtigte ausgeweitet.

        Ziel sei es, die Bevölkerung Ludwigshafens bis nach den Sommerferien durchgeimpft zu haben. Hierzu sei auch eine Erweiterung des Impfzentrums auf ein zweites Stockwerk möglich. Die Pläne dazu lägen in der Schublade.

        Man werde das Infektionsgeschehen weiter eng im Blick behalten und auf neue Entwicklungen zügig zu reagieren. Es wurde nochmals darauf hingewiesen, dass bei einer Verschlechterung der Lage Öffnungen auch wieder rückgängig gemacht werden müssten.

        “Ich rufe dazu auf, dass sich alle Menschen im Umgang mit anderen vorsichtig verhalten. Das Infektionsgeschehen hängt von jedem Einzelnen ab. Wenn man merkt, dass sich jemand nicht an die Regeln hält, sich auch von diesen Personen fernzuhalten.” Verstösse könnten natürlich auch gemeldet werden. Man könne aber nicht jede Person im Stadtgebiet auf Schritt und Tritt kontrollieren. “Wir sind momentan auf einem guten Weg, aber jede Mutation könne die Situation wieder ändern und eine Kettenreaktion auslösen”, so Steinruck.

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