Ludwigshafen – FWG: Rathauskonzeption benötigt als Anforderung stadtkultureller Bezug!

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar.
        Die FWG Stadtratsfraktion stellt im kommenden Kulturausschusses am 25.02.2021 den Antrag das neue Rathaus in einen stadtkulturellen Bezug zu setzten und fordert dies in die Planung der Rathauskonzeption mit einfließen zu lassen.
        Das Rathaus einer Stadt dient als Projektionsfläche bürgerschaftlichen Selbstverständnisses. Die Bedeutung eines solchen Bauwerkes übersteigt bei weitem eine rein funktionale Dimension. Die Diskussion um Lage/n und Gestaltung eines neuen Rathauses muss deshalb vor der Konzeption im Kulturausschuss geführt werden. Die besondere Erfordernis des stadtkulturellen Bezuges ist in das Pflichtenheft ‎zum Rathausneubau aufzunehmen. Der Sitz der Oberbürgermeisterin ‎/ des Oberbürgermeisters und des Rates in einer Stadt hat nach Ansicht der Freien Wähler eine identitätsstiftende Funktion. Thorsten Portisch, der neue kulturelle Sprecher der FWG stellt fest: „Als eigenständiges und dauerhaftes Bauwerk in städtischem Eigentum besitzt ein solches repräsentatives Gebäude eine starke stadtbildprägende Funktion. Bei hoher Sichtbarkeit nach Innen und Außen steht hier Architektur für das Selbstverständnis der Stadtbevölkerung als ‎selbstbewusste und verantwortungsvolle Bürgerschaft.“
        Die emotionale Qualität zeigt sich bspw. in der gezielten Nachfrage ihrer Trauzimmer oder ihrer Bedeutung im Städtetourismus. Auch die städtische Verwaltung prägt das Stadtleben. Allerdings rücken dabei vermehrt funktionale Aspekte in den Vordergrund. Im Zuge erwartbarer Digitalisierungseffekte ist von einer zunehmenden Dynamisierung bei der Nachfrage von Verwaltungsflächen auszugehen. „Bürgerinnen und Bürger haben den Anspruch die Aufenthaltsdauer zur Durchführung ihrer Rathaus-Angelegenheiten zu minimieren während Verwaltungstätigkeiten ohne Publikumsverkehre vermehrt auch im Homeoffice ausgeübt werden. Die Forderung nach Nähe der einzelnen Verwaltungsbereiche zueinander gilt dennoch weiterhin als unbestritten.“, kommentiert Dr. Rainer Metz als Fraktionschef der FWG im Stadtrat den Antrag.

        Ludwigshafen kann nach Ansicht der Freien Wähler bei der Suche nach Standorten mit stadtkulturellem Bezug auf die Ergebnisse des „Zukunftsforum Ludwigshafen 2020“ zurückgreifen. Damals wurden einige „Leuchttürme als strategische Entwicklungsziele“ erarbeitet. Zwei dieser Ziele haben einen konkreten städtebaulichen Bezug. Zum einen wurde unter dem Titel „Seestadt Ludwigshafen“ das „Heranrücken an den Rhein“, gefordert und zweitens die Prägung Ludwigshafens als Stadt der Kunst, Kultur und Baukultur beschrieben. Vor diesem Hintergrund ist nach Meinung der FWG die Aufnahme des stadtkulturellen Bezugs in das Pflichtenheft zu verstehen. Seit 2004 sind mehrere Bauten mit hoher städtebaulicher Bedeutung aus Ludwigshafen verschwunden. Diese Lücke gilt es zu schließen.‎ Dies erfordert eine vorbereitende Debatte im Kulturausschuss.

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