Brühl – Einweihung: Neue Krippengruppe im ehemaligen Sparkassengebäude

        Brühl/Rhein-Neckar-Kreis/Metropolregion Rhein-Neckar. Mit einer weiteren Krippengruppe trägt der Dietrich-Bonhoeffer-Verein für christliche Pädagogik in den Räumen des ehemaligen Sparkassengebäudes am Schrankenbuckel zu der guten Platz-Situation in Brühl bei. Die Betreuung für bis zu zehn Kinder ab dem 13. Lebensmonat startete im Sommer 2020 und wird erst im nächsten Sommer voll belegt sein. Dieser Tage wurde die „Einweihung“ coronagerecht im ganz kleinen Kreis nachgeholt, natürlich auch ohne Kinder, auch wenn Leiterin Fabiana Göckel berichtete, dass beim DBV einige Notbetreuungskinder betreut werden. Somit wird ein Projekt „rundgemacht“, das mit den ersten Gesprächen zwischen dem vielfältig engagierten Verein und Bürgermeister Dr. Ralf Göck im Jahre 2015 begann. Die Anzahl der Krippenplätze sollte gesteigert werden, aber der Gemeinderat votierte zunächst nur für eine Gruppe in dem ehemaligen Sparkassengebäude. Einzug war im April 2017: in der ehemaligen Schalterhalle war eine Krippe und das erste Obergeschoss nutzte der DBV mit einer Kindertagespflege mit Tagesmüttern „in anderen geeigneten Räumen“, wie das Angebot offiziell heißt, denn die Tagesmütter betreuen ihre Schützlinge ja im Normalfall in den eigenen vier Wänden.

          Als die Nachfrage nach Krippenplätzen anhielt und der DBV eine gute Arbeit machte, stimmte der Gemeinderat zu, auch das zweite Obergeschoß anstatt für eine Mietwohnung für die Kinderbetreuung zu nutzen. „Unsere Neubauten im Heiligenhag oder jetzt vor dem Schillerschul-Pavillon sind doppelt so teuer“, weiß Dr. Göck, was er mit dem Umbau der Räumlichkeiten im vergangenen Jahr erreicht hat. Es haben sich Fläche und Anzahl der Betreuungsplätze nunmehr verdoppelt. Im Erdgeschoss ist weiterhin die „Glühwürmchen“-Krippe untergebracht. Den Kindern stehen ein Gruppenraum, ein Schlafbereich, eine Toilette und ein Wickelraum zur Verfügung. Das erste Obergeschoss, wo bisher die Tagespflege für Kinder bis zu drei Jahren war, wurde für die neue „Grashüpfer“-Krippe umgebaut. Dort ist auch ein Multiraum für alle Kinder entstanden. Die „Raupenkinder“ der Kindertagespflege fühlen sich nun oben unter dem Dach wohl. Dort wurde die Struktur einer Wohnung erhalten. Einige Wände wurden versetzt und gestrichen, die Räume erhielten einen neuen Boden. Es gibt nun einen Schlafraum, ein Bad und eine Küche. Im hinteren Bereich des Gebäudes zum Garten hin wurde eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg angebaut. Die Stahlkonstruktion geht über alle Stockwerke.

          Der Bonhoeffer-Verein betreibt neben der Krippe und der Kindertagespflege einen inzwischen ebenfalls zweigruppigen Wald- und Feldkindergarten in Brühl. Das Team besteht aus erfahrenen Pädagogen. Der Alltag wird mit den teilnehmenden Kindern in einer Familienstruktur erlebt, in der ein starker Fokus auf liebevoller Gemeinschaft, kreative Spielangebote und Stärkung der eigenen Persönlichkeit liegt. Das Spielen, die Mahlzeiten, das Aufräumen und das Planen von Aktionen stehen im Vordergrund. Grundlage ist die „Basis des Glaubens“ der Evangelischen Allianz Deutschland, heißt es auf der Homepage des Vereins. „Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen“ ist die offizielle Bezeichnung der Betreuungsform, die im oberen Stockwerk den Kleinsten zugutekommt. „Hier ist eine tolle Einrichtung entstanden, wir fühlen uns superwohl“, schwärmte der Vorsitzende des Bonhoeffer-Vereins, Daniel Ehmer, beim Rundgang mit dem Bürgermeister und der Presse. „Wir sind sehr dankbar, dass wir als Mannheimer Verein in Brühl sein und hier gesund wachsen dürfen. Es war von Anfang an eine gute Entscheidung.“ Er freue sich auf das Feedback der Eltern.

          Jetzt könne niemand mehr sagen, dass es keinen Platz für die Kinderbetreuung gebe, meinte Bürgermeister Dr. Ralf Göck. Die Gemeinde habe große Anstrengungen unternommen und mit einem enormen finanziellen und personellen Aufwand die Anzahl der Kindergartenplätze in den letzten Jahren verdoppelt. Im Moment haben wir 630 Krippen- und Kindergartenplätze im Angebot, ergänzt von 40 Plätzen in der Kindertagespflege. Um die oberen Stockwerke des Sparkassengebäudes, das sich insgesamt in einem guten Zustand befindet, für die Kinderbetreuung zu nutzen, musste zunächst eine Fluchttreppe (75 000 Euro) errichtet werden. Um die Ein- bzw. Flucht-Ausgänge herzustellen, musste das Dach ausgebaut werden (37 000 Euro). Der Innenausbau in beiden Stockwerken (86 000 Euro) plus neue WC-Anlagen (22 000 Euro) und die Planungs- und Bauleitungskosten (23 000 Euro) kamen hinzu.Die Außenanlagen samt den Fundamenten für ein Sonnensegel sind bereits erledigt. „Im Frühjahr soll das Haus aus Klimaschutzgründen an die Fernwärme angeschlossen werden“, blickte Göck voraus: „Das Ergebnis ist mehr als gelungen.“

          • PREMIUMPARTNER
            Pfalzbau Ludwigshafen


            PREMIUMPARTNER
            Partyservice Weber


            PREMIUMPARTNER
            HAUCK KG Ludwigshafen

            PREMIUMPARTNER
            Schuh Keller


            PREMIUMPARTNER
            VR Bank Rhein-Neckar

            PREMIUMPARTNER
            Hochschule Ludwigshafen


            PREMIUMPARTNER


            

            web
stats

            NACH OBEN SCROLLEN
            X