Mannheim – St. Sebastian – Mannheims Schutzheiliger

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Der Heilige Sebastian ist für viele Mannheimer nicht irgendein Kirchenpatron. Abgesehen davon, dass ihm das älteste katholische Gotteshaus in den Quadraten – die Marktplatzkirche – geweiht ist, gilt er als Schutzheiliger der gesamten Stadt. Diese Tradition erinnert an das alte Dorf Mannheim, dessen Kirche ebenfalls Sebastian geweiht war. Das greift auch die gleichnamige katholische Innenstadtpfarrei, die zur Mannheimer Seelsorgeeinheit Johannes XXIII. gehört, am Sonntag, 24. Januar, um 9.50 Uhr in der St. Sebastian-Kirche, F1,6, auf.

        Vom Märtyrer zum Schutzheiligen

        Der Legende nach war der heilige Sebastian ein römischer Gardesoldat unter Kaiser Diokletian, der heimlich Christ wurde, gefangenen Christen half und für seinen Glauben geworben warb. Dafür wurde er schließlich zum Tod durch Erschießen verurteilt. Nackt an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, wurde er für Tod gehalten und an der Hinrichtungsstätte zurückgelassen. Doch der Totgeglaubte überlebte durch die Pflege der Märtyrerwitwe Irene und stellte sich Diokletian öffentlich entgegen. Der Herrscher ließ Sebastian brutal zu Tode foltern und seinen Leichnam – so die Überlieferung – am 20.
        Januar 288 in die „Cloaca maxima“, in Roms größten Abwassergraben, werfen. Sebastian zählt bis heute zu den beliebtesten Heiligen. Und seinen Platz in der „Champions League“ der Heiligen zementierte seine Verehrung als Pestheiliger. Wie es dazu kam, dafür hat Jesuitenpater Werner Holter, der unter anderem in St. Sebastian tätig ist, eine Erklärung parat: „Die Darstellung des Heiligen, legt eine Verbindung zur antiken Erzählung um die mythischen Kämpfe um Troia nahe und zu den „Pestpfeilen“ des Apoll.“ Da Sebastian die Pfeilwunden überlebte, mag es nur logisch gewesen sein, „Sebastianspfeile“ als Schutz gegen anfliegende Krankheiten zu tragen.

        St. Sebastian im hier und heute

        „Wer aber heute vor einer Darstellung des Heiligen Sebastian betet, muss nicht unbedingt von Krankheit befallen sein“, sagt Holter. Der Heilige sei durch seine Wunden und Verletzungen den Menschen auch auf andere Weise nahe: Sticheleien, die verletzen und mürbe machen, Schläge – körperlich wie psychisch – die zwar nicht töten, aber persönliche Entfaltung und Lebensfreude zerstören, gebe es nur allzu oft und in unzähligen Kontexten.

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