Mannheim – Plakatkampagne gegen „Enkeltrick“ im Zusammenhang mit Corona

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Ein verzweifelter, an Covid-19 erkrankter Enkel, ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, der zu einem teuren Corona-Test auffordert, oder ein Anlageberater, der trotz der Krise eine lukrative Geldanlage kennt – über diese und ähnliche Anrufer berichten Seniorinnen und Senioren seit Beginn der Corona-Pandemie zunehmend. Doch dahinter stecken nicht etwa die vermeintlich anrufenden Personen, sondern Betrügerbanden, die mit diesen Maschen die Unsicherheit und Ängste älterer Menschen ausnutzen und an ihr Erspartes kommen wollen. Um dem entgegenzuwirken, hat der Präventionsverein Sicherheit in Mannheim (SiMA) e. V. gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, den Partnervereinen Sicheres Heidelberg e. V. und Kriminalprävention Rhein-Neckar e. V. sowie dem Polizeipräsidium Mannheim nun eine Plakataktion unter dem Motto „Wissen Sie wirklich WER dran ist?“ gestartet. „Aufgrund der Pandemie sind viele ältere Bürgerinnen und Bürger verunsichert. Damit spielen die Betrüger, indem sie Notfälle vortäuschen. Es ist uns wichtig, dass wir dem entgegentreten und über diese Betrugsmaschen aufklären“, betont Christian Specht, Sicherheitsdezernent der Stadt Mannheim und Erster Vorsitzender des Vereins SiMA. „Wir werden die Plakate vor allem auch in den Warteräumen der Impfzentren anbringen, wo wir einen Großteil der Zielgruppe erreichen können. Außerdem machen wir dort auch Begleitpersonen, darunter häufig Angehörige, auf die Thematik aufmerksam. So können wir für das Thema sensibilisieren und zum Gespräch anregen.“

          Seit Beginn der Corona-Pandemie musste die Polizei steigende Fallzahlen beim sogenannten „Enkeltrick“ feststellen. Dabei unterscheidet sich die gegenwärtige Taktik der Betrüger insofern von der alten, als dass die angeblichen Hilfegesuche stets im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen und somit noch dramatischer wirken.
          „Dem perfiden Vorgehen der Trickbetrüger ist es geschuldet, dass immer wieder Seniorinnen und Senioren auf diese Betrugsmaschen hereinfallen“, hebt Polizeipräsident Andreas Stenger hervor. „Jede Information über die Vorgehensweise der Täter ist ein wichtiger Baustein in der Seniorensicherheit. Umso mehr begrüße ich es, dass nun auch die Warteräume in den regionalen Impfzentren für diese zielgerichteten Präventionsbotschaften genutzt werden. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, soll sich nicht scheuen, unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110 zu informieren.“Bereits im Sommer 2020 haben die Präventionsakteure – unterstützt von namhaften Sponsoren – in den Amtsblättern und den Wochenzeitungen auf die Betrugsmasche aufmerksam gemacht.

          So können Sie sich schützen

          Bei einem Anruf durch eine unbekannte Nummer sollte grundsätzlich eine gewisse Skepsis vorhanden sein. Die Polizei oder Vertreter eines Amtes erfragen in keinem Fall telefonisch nach den finanziellen Verhältnissen. Diese Informationen sollten grundsätzlich niemals telefonisch herausgegeben werden. Auch die Übergabe von Geld oder Wertgegenständen sollte niemals an eine unbekannte Person erfolgen. Wer sich unsicher ist, ob er einen „Enkeltrick“-Anruf erhalten hat, oder wer bereits Opfer eines solchen Betrugsversuches wurde, sollte dringend mit den Familienangehörigen sprechen oder direkt den Notruf 110 wählen

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