Stuttgart – Wirtschaft in Baden-Württemberg unterstützt Energiewende – Politik muss Industriebelange aber stärker berücksichtigen


        Stuttgart / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag) – Die Unternehmen im Land beurteilen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit weiter nur knapp ausgeglichen. Damit bestätigt sich die Bewertung des Vorjahres etwas unterhalb der neutralen „Null“. Das ergab die Baden-Württemberg-spezifische Auswertung des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) aus dem bundesweiten DIHK-Energiewendebarometer 2020. Auf einer Skala von -100 bis +100 bewerten die am heimischen Standort befragten Unternehmen die Auswirkungen auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit -2,6; für Deutschland liegt dieser Wert bei -2,5.

          Die Industrie kommt mit -18,2 zu einer pessimistischeren Chancen-Risiken-Bewertung und zeigt nochmals einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Deutschland-weit liegt die Bewertung mit -19,7 noch darunter. Energie- und klimapolitische Maßnahmen müssen daher nach wie vor besonders die Auswirkungen auf den Industriestandort berücksichtigen.

          Gefragt nach den Maßnahmen, die die Politik kurzfristig ergreifen sollte, steht bei den baden-württembergischen Betrieben die Forderung nach Unterstützung des Netzausbaus und damit das Thema Versorgungssicherheit klar an erster Position, ebenso bei den Unternehmen in Deutschland und bei der hiesigen Industrie. Ebenso prioritär werden auch die Forderung nach Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren bewertet und das Vorantreiben des Ausbaus erneuerbarer Energien.

          Die insgesamt noch ausgewogene Bewertung zu den Auswirkungen der Energiewende zeigt die hohe Anpassungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Wie in den Vorjahren ergreifen oder planen die baden-württembergischen Unternehmen auch in 2020 häufiger Maßnahmen als im Bundesschnitt. Besonders deutlich wird dies beispielsweise beim Aufbau eigener erneuerbarer Energieversorgungskapazitäten oder bei der Nutzung von Abwärme. Bei den klimaschutzbezogenen Maßnahmen sind auch die deutlichsten Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. „Dies zeigt, dass die Wirtschaft in Baden-Württemberg die Herausforderungen der Energiewende und des Klimaschutzes gleichermaßen angenommen hat und entsprechend handelt, insbesondere die hiesige Industrie“, erläutert BWIHK-Präsident und Präsident der in Energiefragen federführenden IHK Karlsruhe Wolfgang Grenke die Situation.

          97 % der Industrieunternehmen im Land (95 % bundesweit) beschäftigen sich mit Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz und für 68 % ist die Bestimmung des CO2-Fußabdrucks von Relevanz. Die Hälfte der Industriebetriebe gibt jedoch an, dass es aufgrund der Corona-Krise zu zeitlichen Verschiebungen von Maßnahmen kommen kann.

          In der neu eingeführten CO2-Bepreisung sieht die Hälfte der Unternehmen aus Baden-Württemberg ein geeignetes Instrument, um den Klimaschutz in der Wirtschaft voranzubringen. Ebenfalls die Hälfte nimmt dies zum Anlass, bei Investitionen verstärkt auf klimafreundliche Technologien zu setzen. Allerdings rechnet nur ein gutes Viertel mit Chancen für das eigene Unternehmen. Ein Drittel der Industrie sieht aber seine Wettbewerbsfähigkeit gefährdet und fordert entsprechend Entlastung.

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