Ludwigshafen – Neues von der Ludwigshafener Corona-Front – Stabilisierende Tendenz bei Infektionen auf hohem Niveau – Sinkende Zahlen in Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis – Risikogruppen in Pflegeheimen derzeit Infektionstreiber

        Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar – Die zuständigen Vertreter der Stadt gaben am heutigen Donnerstag, im neusten Briefing der Stadtspitze zur Corona-Lage in Ludwigshafen, einige Updates zum derzeitigen Stand. Peter Graf vom Kommunalen Vollzugsdienst und die Beigeordneten Andreas Schwarz und Beate Steeg sowie Impfkoordinatorin Ramona List, gaben Auskunft über Massnahmenkontrollen, den derzeitigen Impfstand und die Infektionslage.

        Seit dem letzten Briefing am vergangenen Freitag, bei dem auch auf die Ausweitung der Massnahmen eingegangen worden war, sind die Zahlen im Stadtkreis wieder etwas angestiegen. Dies ist allerdings vorallem auf die Normalisierung der Testzahlen zurückzuführen, die im Vergleich zum Jahreswechsel wieder zugenommen haben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan mit 239 noch immer über der 200er-Risikomarke. Im Gegensatz zu Frankenthal (Inzidenz 88,2) und dem Rhein-Pfalz-Kreis (97), wo die Zahlen auch nach dem Jahreswechsel deutlich gesunken sind, bleibt die Lage in der BASF-Stadt weiterhin angespannt, wenn auch mit sich stabilisierender Tendenz.

        Andreas Schwarz sagte, die Ressourcen im Gesundheitssystem in Ludwigshafen seien nach wie vor “an der Kante”. Man schwimme zwischen zwingenden Behandlungen anderer Erkrankungen und der Versorgung von Corona-Patienten. Alten-, Wohn- und Pflegeheime seien momentan die dominierende Infektions-Schwerpunkte. Das sonstige Infektionsgeschehen sei insgesamt weiter konfus. In den Heimen seien derzeit rund 100 Personen erkrankt, sagte Peter Graf. Ohne die Pflegeheim-Gruppe Läge die Inzidenz derzeit bei lediglich 179.

        Beate Steeg merkte an, dass die Testungen in den Heimen weiter gingen, auch mit der Unterstützung der Bundeswehr und den Gesundheitsämtern.

        Die Impfsituation in den Heimen sei gut. 11 von 12 Pflegeheimen seien schon einmal durchgeimpft – 1454 Personen seien dabei geimpft worden sowohl Bewohner als auch Personal. Ausser einigen Ausnahmen hätte ein Großteil der Belegschaft und Heimbewohner an der ersten Impfungsrunde teilgenommen. Ein Heim hänge noch hinterher, auch aufgrund eines kürzlichen Ausbruchsgeschehens und bürokratischer Schwierigkeiten bei der Einholung von Einwilligungen vor der geplanten Impfung. Ab Montag würden bereits die ersten Zweitimpfungen in den 11 geimpften Heimen durchgeführt. Diese Heime hätten schon alle einen Zweittermin vereinbart. Hier teile es sich zwischen mobile Impfteams und dem Impfzentrum auf.

        Allgemein wurden in Ludwigshafen mittlerweile über 3000 Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Massnahmen verhängt. Vereinzelt komme es zu kleineren Menschenansammlungen, u.a. auch in und um Gaststätten und in Kirchen, in der die Hygiene- und Nachverfolgungsauflagen teilweise nicht hinreichend eingehalten werden. Die Nachverfolgung gestalte sich teilweise schwierig, aber funktioniere besser als vor einigen Wochen.

        Bei der Kontrolle der 15km-Regel werde mit den umliegenden Kommunen zusammengearbeitet, sagte Andreas Schwarz. “Wir haben zwar eine hohe Fluktuation von Arbeitnehmern, aber im privaten Bereich sei die Mobilität eher gering.” Deswegen werde in der Stadt Ludwigshafen die 15km-Regel momentan nicht zwingend umgesetzt. Vorallem da das Infektionsgeschehen bei immobilen Pflegeheimbewohner ausgehe, sehe man derzeit keinen Grund für die 15km-Regel.

        Es gab bislang kaum Auffälligkeiten im Hinblick auf das Öffnungsverbot bei Gaststätten und anderen Betrieben, die derzeit ihre Läden nicht öffnen dürfen. “Vereinzelt werden die Grenzen des Erlaubten ausgelotet”, ergänzte jedoch Peter Graf.

        Ramona List erklärte den momentanen Ablauf bei den Impfungen. Im Stadtgebiet seien drei mobile Impfteams im Einsatz. Zudem laufe die Durchführung im Impfzentrum derzeit reibungslos. Es gäbe wöchentlich rund 900 Impfungen im Impfzentrum sowie weitere Impfungen in den Krankenhäusern. Limitierend seien nach wie vor die Impfstoffe, von denen ab nächster Woche jedoch deutlich mehr Dosen an Ludwigshafen zugewiesen werden. Man teile die beiden Impfstrassen im Impfzentrum auf Erst- und Zweitimpfungen auf, um einen besseren Überblick zu behalten.

        Geimpft werde mit dem Pfizer/Biontech-Impfstoff. In den Krankenhäusern werde auch der Impfstoff von Moderna eingesetzt. Der administrative Aufwand sei höher als zunächst angenommen. Man stelle sich jedoch allmählich darauf ein und justiere immer wieder etwas nach um die Aufgaben reibungslos abarbeiten zu können. Es gäbe derzeit keinen Rückstau bei den täglichen formellen Aufgaben und Erfassungen.

        In Ludwigshafen seien bislang keine nennenswerten Nebenwirkungen oder Impfreaktionen nach der Impfung aufgetreten. Man bleibe jedoch aufmerksam.

        Andreas Schwarz machte nochmals darauf aufmerksam, dass eine Terminvergabe nicht vor Ort beim Impfzentrum erfolgt. Man solle unbedingt die vorherige Onlineanmeldung oder telefonische Anmeldung nutzen.

        Impftermine und Informationen sind auf www.ludwigshafen.de/buergernah/buergerservice/informationen-zum-coronavirus/impfung, über Telefonnummer 0800 575 81 00 oder über die Internetseite www.impftermin.rlp.de erhältlich.

        (rbe)

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