Mannheim – Caritasverband übernimmt Kinderheim St. Anton – Wechsel zu großem Träger soll Zukunft der Einrichtung sichern

        Mannheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Das katholische Kinder- und Jugendheim St. Anton ist zum Jahreswechsel in die Trägerschaft des Caritasverbands Mannheim übergegangen. Zuvor wurde es von einem eigenständigen Verein getragen. Eine enge Kooperation mit dem Caritasverband besteht aber schon lange. „Um St. Anton zukunftssicher aufzustellen, sind umfangreiche Investitionen erforderlich. Das Hauptgebäude in der Karl-Blind-Straße ist baulich veraltet und bietet nicht mehr die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Einrichtung“, erläutert Dr. Roman Nitsch, Geschäftsführer des Vereins Kinder- und Jugendheim St. Anton e.V. „Das mit der Investition verbundene Risiko kann ein großer und wirtschaftlich solider Träger wie der Caritasverband Mannheim leichter tragen als ein kleiner eigenständiger Verein ohne breite Mitgliederbasis, der sich alleine auf eine Einrichtung stützt.“

        „Wir stellen sicher, dass das Kinder- und Jugendheim St. Anton mit gleicher Zielsetzung und mit gleichem Geist wie bisher weitergeführt wird. Es fügt sich sehr gut in unsere vielfältigen Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ein“, ergänzt Regina Hertlein, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Mannheim. Alle Rechte und Pflichten gehen auf den Caritasverband über. Die bestehenden Vertragsverhältnisse werden weitergeführt. Der bisherige Trägerverein wird aufgelöst, stattdessen soll ein Förderverein für St. Anton gegründet werden. „Wir sind allen dankbar, die sich über die Jahre für St. Anton engagiert haben, insbesondere dem ehrenamtlichen Vorstand“, sagt Regina Hertlein. „Ich hoffe, dass weiterhin viele Menschen das Kinderheim mittragen.“

        In St. Anton arbeiten 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 134 Kinder in unterschiedlichen Angeboten betreuen. 26 Kinder leben in den Wohngruppen im Haupthaus bzw. einer Außenwohngruppe, beides im Stadtteil Almenhof gelegen. In einer Tagesgruppe und zwei Schülergruppen an Grundschulen werden 28 Kinder betreut, die restlichen 80 besuchen einen Hort und eine Kinderkrippe. Darüber hinaus werden 18 Familien im Rahmen von ambulanten Hilfen begleitet.

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