Mannheim – Diego Maradona, John Terry und andere Fußballgrößen, die trotz Ihres kontroversen Lebensstils immer noch von den Fans geliebt werden

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar – Die Fußballwelt stand still an diesem 25.November, als Diego Maradona, einer der größten Spieler aller Zeiten, im Alter von 60 Jahren auf Grund eines Herzinfarktes verstarb. Abermillionen von Menschen weltweit zollten ihrem Idol Tribut, die Straßen Argentiniens und Neapels waren voller bestürzter Maradona-Fans, die ihrer Ikone ein letztes Lebewohl ausrichten wollten. Und der Bürgermeister der Stadt am Fuß des Vesuvs, die Maradona seine einzigen beiden Meistertitel in der Serie A zu verdanken hat, setzte sein Versprechen um, und benannte das ehrwürdige Stadion San Paolo zu Ehren des Weltmeisters von 1986. Und auch der Trainer von Olympique Marseille, Andre Villas-Boas, verkündete in einer Pressekonferenz, dass die FIFA das Trikot mit der Rückennummer 10 nie mehr vergeben sollte. Berühmt wurden die Worte Maradonas: „Egal, was passiert, und egal, wer das Sagen hat, das Trikot Nr. 10 wird immer mir gehören“.
        Die weltweite Trauer um diese Legende des Weltfußballs machte nochmals deutlich, welchen enormen Einfluss Maradona auf das Leben so vieler Fußballfans hatte, und welch unauslöschliche Spuren in den Herzen seiner Fans er hinterlassen hat. Der Argentinier war jedoch keineswegs ein Kind von Traurigkeit, und abseits des grünen Rasens bei weitem nicht immer ein Vorbild für jedermann. Nur wenige Fußballer wurden Zeit ihres Lebens so kontrovers diskutiert wie der Argentinier, sowohl während seiner aktiven Spielzeit, als auch die Jahre nach seiner aktiven Karriere als Fußballspieler. Und trotzdem wurde er von Generationen von Fußballfans verehrt und geliebt, und wird dies weit über seinem Tod auch weiterhin werden – so groß war die Freude und Begeisterung an seinem fußballerischen Ausnahmetalent.

        Aber Diego stand mit seinen außersportlichen Eigenheiten und Eskapaden nicht alleine auf weiter Flur, denn er war bei weitem nicht der einzige Top-Fußballer, der trotz Skandalen, an denen viele andere Spieler zerbrochen sind, dennoch sich die tiefe Loyalität seiner den Fans bewahren konnte. Hier präsentieren wir Ihnen vier weitere Spieler der Extraklasse, die es faustdick hinter den Ohren hatten.

        John Terry

        John Terry war ohne Zweifel einer der polarisierenden Spieler seiner Zeit. Es verging selten ein Monat, ohne dass die Eskapaden des englischen Teamverteidigers öffentlich kontrovers diskutiert wurden. Viele seiner Selbstverfehlungen, wie Ehebruch und Probleme mit dem Glücksspiel (ein übrigens häufig vorkommendes Problem bei Profifußballern), waren mit Sicherheit auf mangelhafte Selbstkontrolle zurückzuführen, während andere Skandale wohl anderswertig gelagert waren: So verkaufte während er seiner aktiven Zeit beim FC Chelsea unerlaubte Führungen durch das Trainingsgelände seines Londoner Vereins, beschimpfte und beflegelte Amerikaner Touristen nach den Vorfällen des 11. September und löste zumindest einmal eine veritable Rassismus-Debatteaus. Unabhängig der Schwere seiner Verfehlungen deuteten all seine Taten auf einen Mann mit fragwürdiger Moral hin.
        Aber keiner seiner Fehltritte hat den wahren Chelsea-Fans jemals davon abgehalten, sich nicht an die schönsten sportlichen Momente in seiner Karriere zu erinnern. Zu Terrys Ehren ist an der Stamford Bridge ein rieser Banner mit der Aufschrift „Captain, Leader, Legend“ angebracht und er selbst hat seine Biografie nach diesen drei Schlagworten benannt. Trotz seiner vielen ausgelebten Schwachstellen werden die Chelsea-Fans ihren erfolgreichsten Spielführer aller Zeiten für immer in ihre Herzen eingeschlossen haben.

        Ronaldinho

        Auf dem Höhepunkt seiner Karriere – in der Zeit zwischen den Weltmeisterschaften von 2002 bis etwa 2006 – gab es weltweit keinen Fußballer, der sich auch nur annähernd mit seinen Qualitäten messen konnte. Wenige Spieler brachten es jemals zu Wege, mit solcher Geschicklichkeit und nobler Lässigkeit zu spielen. Die Fußballwelt hätte annehmen können, er spiele barfuß am Strand der Copacabana im heimatlichen Brasilien.
        Der FC Barcelona mag zwar nach seinem Abgang die erfolgreichste Ära seines Bestehens gefeiert haben, aber es war Ronaldo de Assis Moreira, besser bekannt als Ronaldinho, der den schlafenden Riesen aus der katalanischen Hauptstadt erweckte und ihn in der Saison 2005/06 zum Gewinn der spanischen Meisterschaft und zum Sieg in der Champions League führte.
        In den letzten Jahren seiner Profikarriere schlichen sich jedoch vermehrt Disziplinlosigkeiten und mangelnde Spielfreude ein, und schlussendlich bestimmte der ausufernde Lebensstil seine sportliche Leistung am Platz.
        Abseits des Fußballplatzes hatte Ronaldinho mit vielen persönlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. So wurde zum Beispiel seine persönlichen Eigentumsverhältnisse wegen unbezahlter Steuerschulden beschlagnahmt, er hinterließ bei einer von ihm illegal in Auftrag gegebenen Erweiterung seines Wohndomizils immense Umweltschäden, er ließ sich für den ebenfalls kontroversiell diskutieren rechten brasilianischen Präsidenten Joao Balsonaro einspannen und war angeblich an einem verbotenen Pyramidenspiel beteiligt. Seinen absoluten Tiefpunkt erlebte er kürzlich, als er auf Grund der illegalen Einreise mit einem gefälschten Pass in Paraguay verhaftet und anschließend ins Gefängnis verfrachtet wurde, aber scheinbar waren noch einer Reihe anderer Verbrechen dafür mit ausschlaggebend.
        Außer bei den Fans seines Heimatclubs Gremio (die ihm den Wechsel ins Ausland in jungen Jahren noch immer nicht verziehen haben) bleibt Ronaldinho einer der weltweit am meisten verehrten und bewunderten Spieler der moderneren Spielergeneration, geliebt von Fans aus allen Herrnländer, die aufgrund seiner brillanten Fußballästhetik bereit sind, jederzeit über seine Schwachstellen hinwegzusehen, denn nur die fußballerische Ausstrahlungskraft des Ballkünstlers Ronaldinho soll in deren Erinnerung bleiben.

        Robbie Fowler

        In einem Verein, der so viele Legenden im Laufe seines Bestehens hervorgebracht hat wie der FC Liverpool, hat nur ein Spieler den Spitznamen „Gott“ verliehen bekommen. Diese Ehre wurde weder den Ikonen des Vereins Steven Gerrard oder Kenny Dalglish zu teil, und auch keiner der geschichtsträchtigen Trainer wie Bill Shankly und Bob Paisley wurden je so gehuldigt. Nein, dieser Spitzname wurde einzig und allein Robbie Fowler zugestanden, der sämtliche Stationen der Jugendabteilungen des Vereins durchlief und ganze acht lange Jahre zur Stammelf des Kultvereins an der Anfield Road zählte.
        Fowler war mit Sicherheit ein ganz außergewöhnlicher Spieler, aber sein Gesamtbeitrag zur langjährigen Erfolgsgeschichte des FC Liverpools verblasst im Vergleich zu vielen anderen Starspielern von der Mercyside. Und auch er war jederzeit für ein veritables Aufsehen gut. Unvergessen bleibt seine Aktion, als er nach einem verwandelten Elfmeter die Einnahme von Kokain mit einem „Sniff“ auf der weißen Toroutlinie nachahmte. Dem nicht genug beleidigte er seinen englischen Teamkollegen Graeme Le Saux mit homophoben Schmähungen. Dieser wurde anschließend auf Grund der unbegründeten Aussagen Fowlers stets bei Auswärtsspielen von deren Fans diesbezüglich verspottet. Robbie vertrieb sich mit Unmengen von alkoholischen Getränken an den Abenden vor den Spielen der „Reds“ immer öfter seine Zeit, und war vor Sexskandalen auch nicht geweiht.
        Aber wahrscheinlich auch auf Grund dieser unterschiedlichen Aufregern bleibt Fowler – ein Spieler, der die Geschichte des FC Liverpool im Vergleich zu anderen Größen eher unbedeutend mitgeprägt hat – in den Augen seiner jeden Fans immer noch der eine und einzige „Gott“.

        Eric Cantona

        Nur wenige Spieler haben bei dem wohl bekanntesten Fußballverein der Welt so einschneidende Auswirkungen nach sich gezogen, wie bei Ooh! Aah! Cantona. Die launische französische Diva, die in Summe 82 Treffer für United erzielte, war genau jener Katalysator am Platz, den der Verein in den frühen Jahren von Alex Ferguson benötigte um wieder an alte Erfolge anschließen zu können. In seinen fünf Spielzeiten, die er für Manchester United abspulte, gewann er vier Premier League Meistertitel.
        Nur in der Saison 1994/95 ging United leer aus und der Titel konnte nicht zur Überraschung aller von den „Red Devils“ eingefahren werden. Und wieso? Ausschlaggebend für diesen Umstand war mit Sicherheit der berühmt-berüchtigte „Kung-Fu“ –Tritt des Ausnahmespielers Cantona gegen einen Crystal Palace-Hooligan, der ihn, den soeben ausgeschlossenen Cantona, am Weg in die Kabine wüst beleidigte. Für diese grobe Unsportlichkeit fasste Erik eine neunmonatige Sperre aus, auf Grund er die meisten Spiele dieser Spielzeit versäumte.
        Dieser Moment der Rache kostete United zweifellos den Titel, denn am Ende der Saison lagen sie nur einen Punkt hinter Meister Blackburn. Es ist wohl sicher, dass Cantona den Unterschied in der Entscheidung um die Meisterschaft gemacht hätte.
        Aber nicht nur die United-Fans zollten dem Franzosen wegen seines vermeidbaren und kostspieligen Kung-Fu-Tritts durchaus Respekt und auch noch nach mehr als 25 Jahren ist es im Heimstadion von Manchester United, Old Trafford, zur allgegenwärtigen Tradition geworden, an den Spieltagen regelmäßig seinen Namen anzusingen.

        Bildquelle: unsplash.com / unsplash.com/waldemarbrandt67w

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