Heidelberg – Klaus Staecks künstlerisches Erbe soll zu Teilen in Heidelberg bleiben – Verwaltung informierte Gemeinderat über Nachlasspläne des 82-jährigen Künstlers


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Der in Heidelberg lebende Künstler, Grafiker, Jurist und Verleger Professor Klaus Staeck möchte Teile seines künstlerischen Erbes nach seinem Ableben in der Stadt Heidelberg belassen. Darüber hat die Verwaltung den Heidelberger Gemeinderat informiert. „Wir begrüßen diese Absicht sehr. Für Heidelberg wäre es ein qualitativer Zugewinn, wenn wir Klaus Staecks Erbe hier für die Heidelbergerinnen und Heidelberger, aber auch für die Gäste der Stadt bewahren könnten. Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten möchten wir an einer passenden Umsetzung arbeiten“, erklärte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Mit einem „Letter of Intent“ wird der Oberbürgermeister diese Absicht gegenüber Staeck noch in diesem Jahr bekräftigen. Angedacht ist, dass Staecks Atelier in der Ingrimstraße 3 für Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht wird. Weiterhin sollen Kunstwerke und Teile der umfangreichen Sammlungen Klaus Staecks in Heidelberg verbleiben.

        Klaus Staeck ist einer der national und international bekanntesten lebenden Heidelberger Künstler. Sein Markenzeichen ist die politische Plakatkunst. Als Meister der Collage, Grafikdesigner, Satiriker und Karikaturist zeichnet er ein einzigartiges Profil in der Geschichte der bildenden Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, das weltweit große Beachtung erfährt. In über 3.000 internationalen Einzelausstellungen wurden seine Werke präsentiert.

        Staeck wurde 1938 in Pulsnitz bei Dresden geboren und wuchs in Bitterfeld auf. 1956 siedelte er in die Bundesrepublik über. Staeck, der 1956 nach Heidelberg kam, hier Jura studierte und einen Verlag gründete sowie 1960 erstmals in der Stadt ausstellte, machte sich seit den 70er Jahren als Plakatkünstler einen Namen. Eines der berühmtesten Plakate stammt aus dem Bundestagswahlkampf 1972 („Deutsche Arbeiter, die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“). Von 2006 bis 2015 war Staeck Präsident der Akademie der Künste Berlin, seit 2015 ist er deren Ehrenpräsident. Neben vielen Auszeichnungen wie dem Deutschen Kritikerpreis für den Bereich Bildende Künste (1978), dem Großen Bundesverdienstkreuz (2007) und dem Verdienstorden des Landes Berlin 2017 wurde Staeck 2018 die Richard-Benz-Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Heidelberg verliehen.

        Dr. Andrea Edel, Leiterin des Kulturamts der Stadt Heidelberg, ist überzeugt: „Die Kunst Klaus Staecks bietet vielfältige inhaltliche nachhaltig tragfähige Anknüpfungspunkte sowohl in die lebendige Kulturszene, zum Beispiel zur Soziokultur, Urban Art, Hip-Hop, bildenden Kunst und Grafik-Design, als auch in die Wissenschaft und universitäre Lehre – ein ideales Fundament für eine inspirierte lebendige Weiterentwicklung der Rezeption und kreativen Nutzung der Kunst von Klaus Staeck.“

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