Germersheim – Abfallgebühren bleiben auch 2021 stabil – Landrat Brechtel: Kleinmengenregelung für Baustellenabfälle an den Wertstoffhöfen hat sich bewährt

        Germersheim/Kreis Germersheim/Metropolregion Rhein-Neckar. Auch im Jahr 2021 werden die Müllgebühren im Landkreis Germersheim nicht angehoben. Der Kreistag hat am 7. Dezember in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr der Vorlage des Abfallwirtschaftsausschusses zugestimmt. „Der Abfallwirtschaft des Landkreises Germersheim ist es erneut gelungen die Müllgebühren konstant zu halten. Seit bereits neunzehn Jahren wurden die Gebühren nicht erhöht. Sie konnten in diesem Zeitraum sogar etwas abgesenkt werden“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel: „Auch im Bereich der Anlieferung von Abfällen auf den Wertstoffhöfen des Landkreises werden die Gebühren nicht erhöht werden. Und die Anlieferung von Sperrmüllabfällen bleibt weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises kostenfrei.“

        Die Annahmeregelung für Kleinmengen hat sich bewährt und wird beibehalten. So werden Anliefergebühren bei Renovierungsabfällen erst ab einer Entsorgungsgebühr von 4,00 Euro berechnet. Das bedeutet zum Beispiel, dass Mengen von bis zu sieben 10-Liter Eimern Bauschutt (also 70l) oder 200 Liter Baualtholz kostenfrei angeliefert werden können. Erst eine darüber liegende Anlieferungsmenge wird berechnet. „Mit dieser Kleinmengenregelung wollen wir den Bürgern entgegenkommen. Diese praktikable Lösung hat sich bewährt und wird auch gut angenommen. Außerdem kann es dazu beitragen, dass die Abfälle ordnungsgemäß entsorgt werden und nicht in der Landschaft landen“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. Der Jahresabschluss für das Jahr 2019 weist einen Verlust von 1.047.852,34 Euro aus. Gegenüber dem geplanten Jahresfehlbetrag von 321.500,00 Euro erfolgte eine Verschlechterung des Jahresergebnisses um 726.352,34 Euro. Der größte Anteil der Mindererträge ergab sich aufgrund einer Zuführung zu den Rückstellungen für Altstandorte in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro.

        Der Jahresetat der Abfallwirtschaft für 2021 liegt bei rund 12,83 Millionen Euro, denn so hoch sind die errechneten Aufwendungen für das nächste Jahr. Dieser Zahl steht eine Summe von rund 12,80 Millionen Euro an geplanten Einnahmen gegenüber. Diese speisen sich hauptsächlich aus den Abfallgebühren sowie den Erlösen auf dem Wertstoffmarkt. Schwankungen bei den geschätzten Einnahmen sind durch Preisbewegungen auf dem Rohstoffmarkt und durch Nachfrageschwankungen am Müllheizkraftwerk des ZAS in Pirmasens möglich. Der sich ergebende Jahresverlust von 798.700 Euro wird in voller Höhe aus dem Gewinnvortrag und falls erforderlich aus der allgemeinen Rücklage der Vorjahre abgedeckt. Somit können die Gebühren stabil gehalten werden und eine Darlehensaufnahme ist nicht erforderlich. Die Abfallwirtschaft bleibt schuldenfrei.

        „Der Abfallwirtschaft des Landkreises Germersheim ist es erneut gelungen, weiterhin wirtschaftlich auf festen Füßen zu stehen und den Bürgern im Landkreis neben der stabilen Gebührensituation einen hervorragenden Service zu bieten“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel: „Die drei Wertstoffhöfe punkten mit guten Öffnungszeiten und guter Erreichbarkeit. Zudem unterhält der Landkreis eine stationäre Problemmüllsammelstelle, die täglich für die Bürger geöffnet hat.“ „Außerdem bieten wir zweimal im Jahr die Problemmüllabholung in nahezu allen Gemeinden im Kreis an wie auch die zwei Sperrmülltermine jährlich, die auf Abruf bestellbar sind, sowie die Heckenabfuhr im Frühjahr und Herbst. Diese Angebote kann jeder Haushalt ohne zusätzliche Kosten in Anspruch nehmen“, so Brechtel.

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