Südliche Weinstraße – Dr. Thomas Gebhart besucht Gesundheitsamt – Öffentlicher Gesundheitsdienst soll nachhaltig gestärkt werden

        Dr. Dominik Siegler, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Südliche Weinstraße, Melissa Zwick, kommissarische Leiterin des Infektionsschutzreferates im Gesundheitsamt, Bastian Dietrich, Koordinator für das Impfzentrum Südpfalz im Landkreis SÜW, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeminister für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, und Landrat Dietmar Seefeldt (v.l.n.r.)
        – Südliche Weinstraße / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/Kreis Südliche Weinstraße) – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeminister für Gesundheit, Dr. Thomas Gebhart, hat sich im Gespräch mit Landrat Dietmar Seefeldt und der Leitung des Gesundheitsamtes über die Situation im Gesundheitsamt Südliche Weinstraße ausgetauscht, über wichtige Neuerungen informiert und sich vor Ort nach den Vorbereitungen zum geplanten Impfzentrum erkundigt. Bereits im April war der Parlamentarische Staatssekretär vor Ort und hat sich zu Beginn der Pandemie ein erstes Bild gemacht.

        Seit dem letzten Besuch im April habe sich einiges verändert, wie Landrat Dietmar Seefeldt berichtete. So sei beispielsweise das Personal aus den Reihen der Kreis- und Stadtverwaltung sowie durch Ehrenamtliche weiter aufgestockt worden. Aber auch der Einsatz der Bundeswehr zahle sich aus: „Ich bin dankbar und froh, dass in dieser Woche der Hilfeleistungsantrag zur Verlängerung der Unterstützung durch die Bundeswehr in der Kontaktnachverfolgung bewilligt wurde. Die Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten sorgt für eine spürbare Entlastung unserer Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt. Bis Mitte Januar können wir auf die Hilfe der 15 Soldatinnen und Soldaten bauen“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt.
        Im Zusammenhang mit dem geplanten Impfzentrum verwies der Abgeordnete auf die verschiedenen Maßnahmen des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst: „Bund und Länder sind darin übereingekommen, den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) nachhaltig zu stärken. Der ÖGD in Deutschland spielt in der erfolgreichen Bekämpfung der COVID-19-Pandemie eine Schlüsselrolle. Vor allem die Kontaktpersonen-Nachverfolgung ist sehr zeit- und ressourcenintensiv und fordert die Gesundheitsämter in Deutschland maximal heraus“, so Dr. Thomas Gebhart. Ziel des ÖGD-Pakts sei es, die Gesundheitsämter in ganz Deutschland personell aufzustocken, zu modernisieren und zu vernetzen. Der Bund stellt den Ländern 3,1 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Gesundheitsämter vor Ort zu stärken. Damit sollen unter anderem bis zu 5.000 neue Stellen geschaffen werden. Die Mittel stehen auch für den Ausbau der Digitalisierung und modernen Strukturen in den Gesundheitsämtern bereit. Gebhart informierte zudem zum Sachstand hinsichtlich der Beschaffung und Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen COVID-19: „Es ist davon auszugehen, dass um den Jahreswechsel herum eine erste Entscheidung für die Zulassung eines Impfstoffes in der EU getroffen werden könnte. Mit Blick auf die aktuelle Notzulassung in anderen Ländern ist mir dabei wichtig zu betonen, dass wir keine Abstriche bei Sicherheit und Wirksamkeit machen werden“, so Gebhart, der weiter erläutert: „Es werden nicht auf einen Schlag alle, die geimpft werden wollen, geimpft werden können. Vielmehr wird die Impfung nach und nach erfolgen. Es wird also gerade zu Beginn eine Priorisierung von Gruppen geben. Daher stellt sich die Frage der Verteilung. Logistisch, aber vor allem eben ethisch. Ich gehe davon aus, dass die Impfstoffe im ersten Quartal des neuen Jahres zunächst für Angehörige der Risikogruppen sowie für medizinisches Personal zu Verfügung stehen werden. Wir stehen hierzu in engem Kontakt zum Deutschen Ethikrat, der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Ständigen Impfkommission. Die Arbeiten an einer entsprechenden Rechtsverordnung laufen. Hierzu wird es noch in diesem Jahr eine Entscheidung geben.” Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart und Landrat Dietmar Seefeldt machten im Rahmen der Gespräche einmal mehr deutlich: „Die Arbeit in den Gesundheitsämtern ist nach wie vor sehr herausfordernd. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Soldatinnen und Soldaten, die in der Kontaktnachverfolgung tätig sind und auch den Hilfsorganisationen gebührt Anerkennung für ihren Einsatz, den sie seit Beginn der Pandemie leisten.“

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