Landau – Müllgebühren können ab 2021 gesenkt werden – Landkreis gibt wirtschaftliches Ergebnis an Bürger weiter – Aufruf für intensivere Nutzung der Biotonne

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        Landau/Metropolregion Rhein-Neckar. Diese Nachrichten dürften alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Südliche Weinstraße freuen: Die Müllgebühren können im Jahr 2021 gesenkt werden, das betrifft die meisten Rest- und Biomüllgefäße. Eine weitere gute Nachricht: Die Gebühren sollen auch bis einschließlich 2023 auf diesem Niveau bleiben. Der Werkausschuss des Eigenbetriebes WertstoffWirtschaft hat in dieser Woche im Rahmen seiner Haushaltssitzung einstimmig die Empfehlung für den Kreistag beschlossen, die Gebühren für Restmüll bis zu einer Größenordnung von nahezu 16 Prozent und für Biomüll bis etwa 49 Prozent zu reduzieren. Werden abhängig von der Gefäßgröße etwa 49 Prozent günster: Die Gebühren für die Biotonne im Landkreis Südliche Weinstraße.

        „Mit dieser Senkung geben wir das gute wirtschaftliche Ergebnis der letzten drei Jahre – wie versprochen – an unsere Bürgerinnen und Bürger zurück“, teilt Landrat Dietmar Seefeldt mit. Möglich sei die Reduzierung der Gebühren durch sparsames Wirtschaften, konsequente Umsetzung des geltenden Gebühren- und Tarifsystems mit relativ sicher kalkulierbaren Kosten und nicht zuletzt auch durch die im Jahr 2018 begonnene Einrichtung des Identsystems für die Müllgefäße. „Der Ende 2017 wieder angewandte Modus, die Gebühren weiterhin in einem Dreijahreszeitraum zu kalkulieren, hat sich bewährt und zeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Davon profitieren auch unsere Bürgerinnen und Bürger.“

        Insbesondere das Thema Biotonne und deren Nutzung liegt dem Kreischef am Herzen, denn für alle Bürgerinnen und Bürger, die bis jetzt noch keine Biotonne haben, lohne es sich, diese Entscheidung zu überdenken: „Bei dem niedrigen Gebührenniveau der Biotonne erhalten Bürgerinnen und Bürger ab dem kommenden Jahr für 7,20 Euro mehr jährlich die doppelt so große Biotonne im Vergleich zu den Gebühren der 60 Liter fassenden Tonne. Die konsequente Abfalltrennung lohnt sich also nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch für den eigenen Geldbeutel“, appelliert Seefeldt an die Bürgerinnen und Bürger.

        Mit dem Einsatz der Biotonne, die bereits über 60 Prozent der Haushalte im Kreis auf freiwilliger Basis nutzen, können weitere Müllmengen aus dem Restmüll entfernt werden, was auch für diese Müllfraktion eine mindestens stabile Gebührenstruktur gewährleistet. „Mit der Nutzung der größeren Biotonne erspart man sich mitunter auch die ein oder andere Fahrt zur Grünabfallannahme, weil auch insbesondere Rasenschnitt, Laub und sonstige krautige Abfälle aus dem Garten als Bioabfall richtig nur über die Tonne entsorgt werden, wenn keine Eigenkompostierung erfolgt. Bei den insgesamt sieben im Landkreis eingerichteten Grünabfallannahmestellen werden ausschließlich Baum- Strauch- und Heckenschnitt, also holzige Grünabfälle, kostenfrei entgegengenommen, aber nur aus privaten Haushalten und bis zu einer maximalen Menge von drei Kubikmetern“, weiß der Werkleiter des Eigenbetriebs WertstoffWirtschaft, Rolf Mäckel, der in der Biotonne große Vorteile sieht.

        Landrat Dietmar Seefeldt betont ausdrücklich, dass die Senkung der Müllgebühren nicht schon aus dem in diesem Jahr beschlossenen Verkauf des Müllheizkraftwerkes in Pirmasens resultiert: „Die dadurch erwarteten Verbesserungen können und sollten bei ansonsten ähnlicher Kosten- und Ertragssituation ab dem Jahr 2024 zu weiteren spürbaren Einsparungen führen“, stellt der Kreischef erfreut in Aussicht.

        Die Gebühren ab 2021 werden in der Sitzung des Kreistags am 14. Dezember 2020 behandelt.

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