Heidelberg – Slot Machines: Die Geschichte der einarmigen Banditen

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar – Die Anfänge der Slot Machines in den USA – Den ersten Geldspielautomat mit dem Namen Black Cat konstruierten die Gebrüder Caille 1889 in den USA. Ein Jahr zuvor hatten die eifrigen Erfinder bereits die erste automatische Ladenkasse entwickelt. Die Black Cat orientiert sich am Roulettespiel: Der Spieler setzt auf einer runden Platte mit Zahnradantrieb auf eine von sechs Farben und klemmt ein Geldstück ein. Wenn der erhoffte Gewinn ausbleibt, liefert der Automat zum Trost ein Lied von der eingebauten Spieluhr. Damit galt das Gerät als Musikautomat und machte die beiden Brüder bis 1901 zu den Besitzern der größten Spielautomatenfirma der Welt.

        Die 1891 von Sittmann und Pitt in New York entwickelten Automaten basierten dagegen auf dem Pokerspiel. Sie besaßen fünf Walzen mit Spielkarten-Symbolen, so dass jede Runde eine Pokerhand mit fünf Karten lieferte. Diese Slot Maschine stand oft in Bars und Kneipen und zahlte kein Geld aus – der Gewinn bestand in der Regel aus Drinks oder Zigaretten. Über die Art und Höhe der Gewinne gab es keine einheitliche Regelung, so dass ein Spieler nie sicher sein konnte, was er im Fall eines Erfolges tatsächlich erhalten würde.

        Die Erfolgsgeschichte des einarmigen Banditen beginnt

        Um 1895-97 entwickelte der leidenschaftliche Glücksspieler Charles August Fey einen Automaten namens Liberty Bell, der heute noch in Nevada zu besichtigen ist. Durch die Reduzierung der Anzahl der Walzen gelingt ihm der Durchbruch: Weil der Automat nur noch drei Trommeln mit jeweils 5 Symbolen besitzt, reduzierte Fey auf diese Weise die Anzahl der möglichen Gewinnkombinationen so weit, dass eine Auszahlung der Gewinne technisch möglich wird. Unter den 5 Symbolen befand sich auch die Freiheitsglocke Liberty Bell. Erschien die Glocke dreimal, erhielt der Spieler den Höchstgewinn von 3 Dollar.

        Ab 1908 produzierte Herbert Mills das Modell Operator Bell in Serie. Es erfreute sich großer Beliebtheit und wurde überwiegend in Tabakläden, Saloons und Bordellen aufgestellt. Das Verbot von Spielautomaten konnte wenige Jahre später den Erfolg der Geräte nicht mehr aufhalten, denn sie waren längst zur Attraktion in Bars und Kneipen geworden. Sie wandelten sich nun zu Fruit Machines, die anstelle von Geld für die Spieler Kaugummi in der Geschmacksrichtung der aufgedruckten Fruchtsymbole auswarfen. Die aufgedruckten Fruchtsymbole sind heute noch auf vielen Slotmaschinen zu finden.

        Einführung in Deutschland und die Entwicklung elektromechanischer Spielautomaten

        In Deutschland führte die Firma Jentzsch und Meerz 1931 die ersten Walzenspielautomaten ein. Weil der Spieler die Trommeln mit einer Kurbel in Bewegung setzte und durch Knöpfe wieder stoppte, handelte es sich bei diesen Slot Machines offiziell um Geschicklichkeitsspiele. Sie ließen sich zum Warenverkauf, zur Unterhaltung oder zum Geldspiel nutzen.

        Die ersten elektromechanischen Spielautomaten präsentierte im Jahr 1963 die amerikanische Firma Bally. Ab jetzt erfolgte der Start der Walzen elektronisch, auch wenn die Geräte noch den traditionellen Hebel besaßen, um den Vorlieben der Kunden zu entsprechen. Das Modell Honey Money konnte bis zu 500 Münzen auszahlen und unterhielt den Spieler durch Töne und pulsierende Lichter, so wie wir es heute kennen.

        Die Weiterentwicklung der Spielautomaten zu Online Slots

        Als 1976 in Kalifornien der erste Video-Slot mit digitalen Walzen seinen Dienst aufnahm, markierte dies den Beginn einer rasanten Weiterentwicklung. Seit 1980 steuern Zufallsgeneratoren auf elektronische Weise die Gewinnmöglichkeiten, und der Spieler hat auf Displays die Wahl zwischen verschiedenen Spielen.

        Die Entwicklung von Software für Online Slots öffnet ab 1994 den Weg für eine immer größere Auswahl an Spielen. Aufwendige Animationen und besondere Bonusfunktionen ziehen neue Nutzerschichten an und höhere Einsätze ermöglichen höhere Gewinnmöglichkeiten. Der erforderliche Abstand zu den Mitspielern ist immer gegeben und der Anbieter muss keinen Aufbruch von Automaten mehr befürchten. Aber auch wenn ein Spieler heute keinen Hebel mehr ziehen muss, um Walzen in Bewegung zu setzen: Die mathematische Berechnung der Zufallswerte garantiert heute Ergebnisse, die denen der damaligen Maschinen entsprechen.

        Bildquelle:
        unsplash.com/photos /
        unsplash.com/@shootstube

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