Schwetzingen – Steigende Covid19-Zahlen in der GRN-Klinik


        Schwetzingen/Metropolregion Rhein-Neckar.
        Als Konsequenz werden die Isolierstation vergrößert, die Intensivstation gestärkt und die Teststrategie ausgeweitet
        Die Zahl der Corona-Zahlen in der GRN-Klinik Schwetzingen steigt. War die Klinik bislang weitestgehend von der zweiten Welle verschont geblieben, ma-chen sich die bundesweit gestiegenen Covid19-Zahlen inzwischen auch in der Schwetzinger Klinik bemerkbar. 13 Patienten hatten mit Stand von Mittwoch-vormittag einen positiven Corona-Abstrich, davon lagen zwei auf der Intensivstation. Eine Patientin ist am Dienstag (17.11.) verstorben. Neun Mitarbeiter sind seit Donnerstag nach und nach positiv getestet worden und befinden sich in häuslicher Quarantäne.
        „Wir bedauern, dass so viele Patienten und inzwischen auch Mitarbeiter an Corona infiziert sind. Bisher hatten wir das Glück, relativ verschont geblieben zu sein“, sagt Klinikleiterin Katharina Elbs. Als Reaktion auf die steigenden Zahlen Infizierter wurden alle ermittelten Kontaktpersonen in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getestet. „Die Ergebnisse waren glücklicherweise in den meisten Fällen negativ“, so Katharina Elbs.
        Als Vorsichtsmaßnahme werden die verfügbaren Betten auf der Isolierstation ausgeweitet. Um den Zuwachs dort gut bewältigen zu können, unterstützen seit Montag Pflegekräfte der jetzt geschlossenen Belegstation ihre Kollegen auf der ISO-Einheit. Hierfür wurden einige nicht dringliche stationären OPs verschoben: „Das Verschieben elektiv geplanter Operationen fällt uns nicht leicht”, so die Klinikleiterin, “schließlich leiden auch die Patienten an Schmerzen und erhoffen sich durch den geplanten Eingriff eine Erleichterung“. Eine generelle Absage elektiver OPs ist aktuell zum Glück nicht erforderlich: „Zum jetzigen Zeitpunkt können alle weiteren geplanten stationären und ambulanten Eingriffe wie vorgesehen durchgeführt werden.“

        Anders als im benachbarten Stadtkreis Mannheim, wo aufgrund der 7-Tage-Inzidenz von 223,7 je 100.000 Einwohner, dem Höchstwert in Baden-Württtemberg die Kliniken seit heute in den Notfallmodus schalten, liegt die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis bei 144,2 Erkrankten je 100.000 Ein-wohner: „Selbstverständlich schauen wir uns die Situation in der Klinik täglich im Krisenstab an und bewerten diese im Hinblick auf die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter neu. Unsere Mitarbeiter sind sehr wachsam und machen einen hervorragenden Job in der Krise“, so der Ärztliche Direktor, Dr. Johannes Weiß.
        Ungeachtet der jetzt erfolgten Tests bei möglichen Kontaktpersonen von Covid-Infizierten verschärfen die Kliniken der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH ihre Teststrategie. So werden künftig alle Patienten getestet, die stationär aufgenommen werden. Auch Mitarbeiter unterziehen sich künftig nicht mehr nur beim Auftreten von Symptomen oder Anlass bezogen einem Test, sondern, besonders in den hochsensiblen Bereichen der Isolierstation, der Intensivstation und der Zentralen Patientenaufnahme wöchentlich. „Ein so umfassendes Screening war uns bisher nicht möglich, weil wir mit den nur wenigen vorhandenen Tests gut haushalten mussten“, erklärt Katharina Elbs. „Die jetzt verfügbaren, frisch gelieferten Schnelltests lassen eine Ausweitung unserer Teststrategie zu.“

        Bildunterschrift:
        Katharina Elbs, Klinikleiterin der GRN-Klinik Schwetzingen. Foto: GRN
        Dr. Johannes Weiß, Ärztlicher Direktor der GRN-Klinik Schwetzingen. Foto: GRN

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