Hidelberg – Neutraler Vermittler zwischen Bürgern und Stadtverwaltung: Bürgerbeauftragter Gustav Adolf Apfel legt Bericht für 2019/20 vor


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Hilfe für eine obdachlose Familie bei der Wohnungssuche und Unterstützung für einen Großvater mit seiner schwerkranken Enkelin bei einem Umbau: Heidelbergs Bürgerbeauftragter Gustav Adolf Apfel hat sich diesen und vielen weiteren Fällen im vergangenen Jahr angenommen und dem Gemeinderat in dessen Sitzung am 12. November 2020 seinen Bericht für den Zeitraum vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 vorgelegt. Der Bürgerbeauftragte ist als neutraler Vermittler für Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern zuständig, die ein Amt der Stadtverwaltung oder städtische Einrichtungen betreffen. Insgesamt 133 Anliegen wurden im Berichtszeitraum an den Bürgerbeauftragten herangetragen, davon waren 27 Fälle aus dem Vorjahr bereits in Bearbeitung. 123 Fälle konnten abgeschlossen werden, 47 davon erfolgreich. Bei 31 weiteren Fällen reichten eine Information oder ein Beratungsgespräch aus, 28 Fälle wurden anderweitig erledigt, nur 17 blieben ohne Erfolg. Im Vorjahr hatten sich 141 Menschen mit ihren Anliegen an den Bürgerbeauftragten gewandt.

        „Seit meinem Amtsantritt vor acht Jahren bis zum Mai haben rund 1.200 Personen das Hilfsangebot des Bürgerbeauftragten in Anspruch genommen. Voll umfängliche Hilfe konnte in durchschnittlich 42 Prozent der Fälle geleistet werden“, sagt Gustav Adolf Apfel. Der Bürgerbeauftragte half bei Anträgen und mit Beratungsgesprächen in verschiedensten Sachgebieten. Zu den Anliegen gehörten Themen wie der Schulwechsel eines Inklusionskindes, fehlende Fahrradständer, abgesperrte Parkplätze, die Corona-Beschränkungen und Unterstützung bei der Wohnungsvermittlung. Durch die Vermittlung des Bürgerbeauftragten konnte beispielsweise der Antrag auf einen behindertengerechten Hausumbau genehmigt sowie einer jungen Familie der Umzug aus einer Notunterkunft in eine eigene Wohnung ermöglicht werden. Häufig beschäftigt sich Gustav Adolf Apfel bei seiner Arbeit mit persönlichen Schicksalen der Bürgerinnen und Bürger. Der Bericht des Bürgerbeauftragten ist online unter www.heidelberg.de/buergerbeauftragter abrufbar.

        Ombudsmann für Bürgerinnen und Bürger

        Der Bürgerbeauftragte wird vom Gemeinderat der Stadt Heidelberg für die Dauer von drei Jahren gewählt. Er ist ehrenamtlich ohne Vergütung tätig und von der Stadtverwaltung völlig unabhängig. In seiner Funktion als neutraler Vermittler ist der Bürgerbeauftragte direkter Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die bei Unklarheiten oder Konflikten mit der Stadtverwaltung Unterstützung benötigen. Er schließt Informationslücken, stellt Kontakte her und wirkt auf eine einvernehmliche Konfliktlösung hin. Auf Wunsch werden die Angaben der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Stadtverwaltung vertraulich behandelt.

        Seit 1991 haben Heidelbergs Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit ihren Angelegenheiten an den Bürgerbeauftragten zu wenden. Rund 3.800 Menschen haben sich seither an die Bürgerbeauftragten gewandt. Der Bürgerbeauftragte kann dabei in jedem Stadium eines laufenden Verwaltungsverfahrens von der Verwaltung Auskünfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. Er hat jedoch keine Möglichkeit, in Rechtsstreitigkeiten einzugreifen. In den knapp 30 Jahren seit Einführung des Amtes hat sich das Tätigkeitsumfeld des Bürgerbeauftragen stark verändert. Geblieben ist bis heute der Wunsch der Bürgerschaft auf Bürgerfreundlichkeit, wozu sich auch der Gemeinderat und die Verwaltung verpflichtet haben.

        Bürgerbeauftragter Gustav Adolf Apfel

        Gustav Adolf Apfel hat seine Tätigkeit als Bürgerbeauftragter am 1. Juni 2012 aufgenommen und ist vom Gemeinderat aktuell bis 2021 gewählt. Er leitete bis Ende 1999 die Abteilung Sozialamt und war stellvertretender Leiter des Amtes für Soziale Angelegenheiten und Altenarbeit der Stadt Heidelberg. Mehr als 20 Jahre war Apfel als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Mannheim tätig und engagierte sich außerdem bei der Arbeiterwohlfahrt im Bereich der Sozialberatung. Für dieses Engagement wurde er im Jahr 2010 mit der Bürgerplakette der Stadt Heidelberg ausgezeichnet.

        Sprechzeiten des Bürgerbeauftragten

        Das Büro des Bürgerbeauftragten ist mittwochs von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Eine persönliche Sprechstunde findet immer mittwochs von 9 bis 14 Uhr statt. Termine können im Vorfeld vereinbart werden. Der Bürgerbeauftragte ist per Telefon unter 06221 58-10260 und per E-Mail an buergerbeauftragter@heidelberg.de zu erreichen. Außerhalb der Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit, auf den Anrufbeantworter zu sprechen.

        Bürgerbeauftragte der Stadt Heidelberg im Überblick

        Als Bürgerbeauftragte der Stadt Heidelberg waren bislang tätig: Hannelore Zöller (1991-1997)
        Jan-Pieter Baumann (1997-2001), Hans-Ulrich Tzschaschel (2002-2005), Roland Blatz (2006-2012) und Gustav Adolf Apfel (seit 2012).

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