Mannheim – Aktuelle Meldungen zu Corona (Stand 05.11.2020)

        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar.

        1. Aktuelle Fallzahlen
        2. Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Jugendhäuser und Jugendtreffs – Neue Verordnung des Landes
        3. Bezirksbeiratssitzungen
        4. Bund und Land finanzieren Corona-Hilfsprojekte für Mannheims Partnerstädte
        5.Bundeswehrsoldaten unterstützen Gesundheitsamt

        1. Aktuelle Fallzahlen – Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle erhöht sich auf 2705

        Dem Gesundheitsamt wurden bis heute Nachmittag, 05.11.2020, 16 Uhr, 84 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf insgesamt 2705.

        Das Gesundheitsamt nimmt Kontakt zu den positiv getesteten Fällen auf, sobald der Laborbefund im Gesundheitsamt vorliegt. Im ersten Schritt ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der nachgewiesen Infizierten, insbesondere im Bereich der sogenannten vulnerablen Gruppen. Diese werden nach Entscheidung und fachlicher Einschätzung durch das Gesundheitsamt auf das Virus getestet.

        Die Mehrzahl der positiven Fälle stammt von Infektionen im direkten Kontakt, also engen Kontaktpersonen von bereits positiv gemeldeten Fällen, die sich auch schon in Quarantäne befinden. Es sind sowohl mehrere Cluster (Anhäufung von Fällen in bestimmten Gruppen z.B. Betrieb, Familien und Vereine, etc.) zu beobachten, als auch Einzelfälle außerhalb solcher Cluster.

        Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt arbeiten dabei eng zusammen. Die weit überwiegende Zahl aller in Mannheim bislang nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben.

        Bislang sind in Mannheim 1660 Personen genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 1028 akute Fälle.

        Sobald das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg die Inzidenz für den Stadtkreis Mannheim veröffentlicht, ist sie unter www.mannheim.de/de/informationen-zu-corona/aktuelle-rechtsvorschriften/inzidenzzahl einsehbar.

        2. Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Jugendhäuser und Jugendtreffs – Neue Verordnung des Landes

        In Mannheim sind die Jugendhäuser und Jugendtreffs sowie weitere Angebote der Jugendarbeit weiterhin unter Einhaltung der geltenden strengen Hygienekonzepte geöffnet. Es gelten an die vorhandenen Räumlichkeiten angepasste Teilnahmebegrenzungen sowie Maskenpflicht.

        Für die Kinder- und Jugendarbeit, deren Einrichtungen und Angebote somit mit Einschränkungen weiter geführt werden können, hat das Sozialministerium nun auch eine aktualisierte Corona-Verordnung (CoronaVO Angebote Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit) veröffentlicht, die ab morgen, 7. November 2020, in Kraft tritt:
        https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/201102_SM_CoronaVO_Angebote-Kinder-Jugendsozialarbeit_konsolidiert.pdf

        Jugendhaus Herzogenried wieder offen
        Nach kurzer Schließung bietet das Jugendhaus Herzogenried wieder seine Freizeitangebote unter den aktuell gültigen Hygienevorschriften an. Geöffnet ist das Jugendhaus von Montag bis Freitag von 15:30 bis 17:30 und zusätzlich von Dienstag bis Freitag von 18:30 bis 21 Uhr.

        Das Jugendhaus Herzogenried gehört zu den acht Jugendhäusern der Abteilung Jugendförderung im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt.

        3. Bezirksbeiratssitzungen

        Mit Blick auf die aktuelle Infektionslage wurde im Ältestenrat entschieden, zunächst bis Jahresende auf die Durchführung der öffentlichen BBR-Sitzungen zu verzichten. Für diese Gremien finden stattdessen nichtöffentliche Sitzungen im Videoformat statt.

        4. Bund und Land finanzieren Corona-Hilfsprojekte für Mannheims Partnerstädte

        Der Kampf gegen die weltweite Pandemie erfordert dringend globale Lösungsansätze. So hat sich in den letzten Wochen und Monaten zunehmend gezeigt, dass Solidarität und internationale Kooperation gerade in Krisenzeiten von unschätzbarem Wert sind. Die Stadt Mannheim unterstützt daher aktuell ihre internationalen Partner, die besonders von den Folgen der Krise betroffen sind.

        Für die Umsetzung der Hilfsprojekte konnte das Büro für EU-Angelegenheiten und globale Nachhaltigkeit der Stadt Mannheim erfolgreich Fördermittel des Bundes sowie des Landes Baden-Württemberg einwerben. Unterstützung erhalten nun Mannheims Partnerstadt Chișinău in der Republik Moldau sowie die ukrainischen Stadt Czernowitz (die ebenfalls Partnerstadt von Chișinău ist) und die palästinensischen Stadt Hebron, mit der die Stadt Mannheim langjährige Projektpartnerschaften pflegt. Alle drei Städte leiden seit Beginn der Krise im besonderen Maße unter den dramatischen Folgen der Pandemie und haben sich frühzeitig zu Hotspots der globalen Ausbreitung des Virus entwickelt.

        Ziel der Zusammenarbeit ist der Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen im Umgang mit der Pandemie sowie die Verbesserung der medizinischen Ausstattung in den Partnerstädten. Neben der Beschaffung von dringend benötigten medizinischen Materialien, wie Schutzmasken und Desinfektionsmitteln, werden virtuelle Fachaustausche zu den Themen kommunales Krisenmanagement und Verbesserung der medizinischen Versorgung organisiert. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Mannheim ist dazu geplant. Die Projekte werden dabei vollständig durch die neu eingerichteten Hilfsfonds des Bundes und des Landes finanziert. Für das Projekt in den Partnerkommunen Chișinău und Czernowitz konnte die Stadt Mannheim im Rahmen des Programms „Kommunale Corona-Solidarpaket“ über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) dazu erfolgreich Fördermittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Höhe von 49.000€ einwerben. Die finanziellen Mittel für die Unterstützung der Stadt Hebron in Höhe von 10.000€ werden über die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit des Landes-Baden-Württemberg bereitgestellt. Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der globalen Ausbreitung von Covid-19 und fördern den internationalen Zusammenhalt in Zeiten der Krise.

        „Ich danke den Fördermittelgebern, die mit ihren Zuwendungen eine Durchführung der Projekte ohne finanzielle Eigenbeteiligung der Stadt Mannheim ermöglichen und den Ärztinnen und Ärzten des Universitätsklinikums Mannheim für die fachliche Unterstützung des Vorhabens“, ergänzte OB Dr. Kurz.

        5.Bundeswehrsoldaten unterstützen Gesundheitsamt

        Hilfe beim Kontaktpersonenmanagement
        Seit dem 22. Oktober unterstützen 30 Soldaten der 1. Kompanie des Panzerbataillons 363 in Hardheim in Vollzeit an sieben Tagen in der Woche das Gesundheitsamt in Mannheim beim Einsatz gegen die Corona-Pandemie. Aufgrund des weiteren Anstiegs des Infektionsgeschehens hatte die Stadt Mannheim Soldat*innen der Bundeswehr angefordert, die das Gesundheitsamt bei seiner Arbeit unterstützen sollen. Durch den Anstieg an Neuinfektionen ist auch die Zahl der nachzuverfolgenden Kontaktpersonen stark angestiegen, so dass der Mehraufwand nicht mehr durch das vorhandene Personal und die bereits hinzugezogenen Hilfskräfte gedeckt werden kann.

        Die Soldaten unterstützen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes bei der Kontaktaufnahme mit positiv getesteten Bürger*innen sowie deren Kontaktpersonen. Dies erfolgt in der Regel telefonisch oder elektronisch, die Arbeit findet somit am PC oder Telefon statt. Dazu gehört die Information und Beratung betroffener Personen auf Grundlage eines vom Gesundheitsamt bereitgestellten Fragenkatalogs, die Verwaltung und Eingabe ihrer Daten sowie die Datenübermittlung und -erfassung in einer speziellen Software. Der Einsatz ist zunächst bis 4. Dezember 2020 vorgesehen.

        „Wir freuen uns sehr über die personelle Unterstützung für unser Gesundheitsamt. Dafür sind wir dem Landeskommando Baden-Württemberg und den Soldaten sehr dankbar!“, betont Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert.

        Personelle Situation im Gesundheitsamt
        Die personelle Situation im Gesundheitsamt folgt dem Bedarf: Prinzipiell können im Bedarfsfall alle Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes für Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wie beispielsweise das Kontaktpersonenmanagement eingesetzt werden. Die Möglichkeit der Bewältigung der Krise gelingt aber auch dadurch, dass das Gesundheitsamt Mannheim in den kommunalen Kontext eingebunden ist und dadurch Personal unter anderem für die Kontaktverfolgung aus anderen städtischen Verwaltungsbereichen hinzugezogen werden kann.

        So waren es zu Anfang der ersten Infektions-Welle vor allem fachbereichsinterne Mitarbeiter*innen aus dem Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt sowie Studierende, die sich freiwillig zur Unterstützung der Kolleg*innen meldeten. Es zeigte sich jedoch schnell, dass alleine hierdurch keine ausreichende Personalressource eröffnet werden kann. Insbesondere in der Studentenschaft war die Unterstützungsbereitschaft von Anfang an sehr groß: Bis zu 70 Student*innen mit unterschiedlichen Stundenkontingenten waren zeitweise beim Gesundheitsamt der Stadt Mannheim im Einsatz. Auch vom RKI beauftragte Containment-Scouts sind bereits über Monate beim Gesundheitsamt tätig, einer von ihnen konnte nun in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen werden. Zudem wurden im September zusätzlich 22,5 unbefristete und befristete Vollzeitstellen zur Verfügung gestellt, von denen bereits 17,5 Vollzeitstellen besetzt werden konnten.

        Da der Einsatz der Bundeswehr in Mannheim befristet ist, wird bereits schon jetzt für deren Ersatz ein entsprechender Personalpool akquiriert und eingestellt. Befristete Arbeitsverträge werden aktuell weiterhin Studierenden, aber auch anderen Unterstützungswilligen aus der Bürgerschaft angeboten. Weitere Unterstützung kommt aus einem Pool an städtischen Mitarbeitenden, die sich bereit erklärt haben, das Gesundheitsamt bei seiner wichtigen Arbeit zu unterstützen. Derzeit werden oder wurden diese Personen aus anderen Verwaltungsbereichen der Stadt für diese Aufgaben geschult.

        „Die Einarbeitung der zusätzlichen Unterstützer*innen erfolgt parallel zu der ‚normalen Arbeit‘ der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, mich bei unseren Stammkräften dort für deren herausragendes und weit über das Normalmaß hinausgehendes Engagement in diesen Wochen und Monaten herzlich zu bedanken“, hob der Bürgermeister hervor.

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