Mannheim – IHK-Kaufkraftanalyse 2020: Corona drückt die Kaufkraftkennzahlen!


        Mannheim / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/IHK Rhein-Neckar) – Nach Jahren positiver Entwicklungen sinken 2020 sowohl die einzelhandelsrelevante Kaufkraft als auch der Einzelhandelsumsatz im Bezirk der IHK Rhein-Neckar. Das sind zentrale Ergebnisse der Kaufkraftanalyse, die die Industrie- und Handelskammer veröffentlicht hat. Die zum sechsten Mal erstellte Auswertung betrachtet alle 18 Ober-, Mittel- und Unterzentren im Bezirk der IHK Rhein-Neckar.

        „Die Corona-bedingten Beschränkungen für den stationären Einzelhandel hinterlassen spürbare Bremsspuren“, kommentiert IHK-Präsident Manfred Schnabel. Dennoch gehöre der IHK-Bezirk bundesweit weiterhin zu den attraktiven Einzelhandelsregionen. „Die Mannheimer Innenstadt als Leuchtturm der regionalen Einzelhandelslandschaft zählt nach wie vor zu den umsatzstärksten Standorten in Deutschland“, ordnet Schnabel die Ergebnisse ein.

        Wichtigste Einkaufsstädte der Region sind Mannheim und Heidelberg. „Allein auf Mannheim entfallen mehr als ein Drittel der gesamten Einzelhandelsumsätze in der IHK-Region“, so Schnabel Beim deutschlandweiten Vergleich der Kaufkraftbindung aller Großstädte (>200.000 Einwohner) steht Mannheim sogar an der Spitze. Die Innenstadt Mannheims gehört trotz sinkender Kaufkraftkennzahlen zu den zehn umsatzstärksten Standorten Deutschlands.

        Im Vergleich zu anderen starken Innenstädten im Bundesgebiet verzeichnet die Mannheimer Innenstadt mit den Planken und den beiden Seitenstraßen Fressgasse und Kunststraße verhältnismäßig weniger starke Umsatzrückgänge. Angesichts der hohen Umsätze bei einer unterdurchschnittlichen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft vor Ort ist es offensichtlich, dass Mannheim auf die Kundschaft von außerhalb angewiesen ist. „Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, muss der Erreichbarkeit Mannheims höchste Priorität gelten“, appelliert der IHK-Präsident an Politik und Verwaltung.

        Heidelberg belegt hinsichtlich seiner Attraktivität als Einzelhandelsstandort im Vergleich der Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern einen Mittelfeldplatz. Mit einer Kaufkraftbindungsquote von rund 100 Prozent schafft es die Stadt am Neckar rechnerisch gerade, die einzelhandelsrelevante Kaufkraft vor Ort zu binden. „Hier schlägt die Corona-Krise voll durch, die zu einem Einbruch im Tourismus geführt hat. Das ist in Heidelberg eine wichtige Kundengruppe“, sagt Schnabel. Damit verstärke die Krise ein Effekt, der schon seit Jahren zu beobachten sei: Der Heidelberger Innenstadt gelingt es immer schlechter, Kaufkraft zu binden.

        Die strukturelle Verschiebung der Nachfrage in den Online-Handel macht allen Kommunen in der Region zu schaffen. „Elf bis zwölf Prozent der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft aller Einwohner in der IHK-Region fließt überwiegend in den Online-Handel oder wird außerhalb der Region ausgegeben“, sagt Schnabel. Durch Corona klettert dieser Anteil im Vorjahresvergleich spürbar um bis zu vier Prozentpunkte. „Beschleunigt durch Corona fächern sich die Vertriebsformen weiter auf. Der weitaus größte Umsatzanteil entfällt jedoch weiterhin auf den stationären Einzelhandel. Dieser Fakt sollte bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden – insbesondere im Hinblick auf die Innenstädte und Ortskerne“, betont der IHK-Präsident.

        Eine weiterhin außerordentlich hohe überörtliche Kaufkraftbindung erzielen Schwetzingen, Walldorf und Mosbach. Deren Werte von um die 150 Prozent verdeutlichen, dass die Region auch im Bereich der Mittelzentren über wettbewerbsfähige Handelsstandorte verfügt. „Die beiden Standorte im Rhein-Neckar-Kreis profitieren von ihrem Angebot im Bereich Möbel und Heimwerken außerhalb der Innenstadt, Mosbach insgesamt von seiner hohen Anziehungskraft als Einzelhandelsstandort für ein großes Einzugsgebiet im ländlichen Raum“, erklärt der IHK-Präsident.

        Das allgemeine Kaufkraftvolumen im IHK-Bezirk ist nach Jahren kontinuierlichen Wachstums um 1,5 Prozent auf 28,1 Milliarden Euro gesunken. Diese Schrumpfung fällt stärker aus als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Die geringsten Verluste beim durchschnittlichen Einkommen der Einwohner sind im Rhein-Neckar-Kreis in Wiesloch und im Neckar-Odenwald-Kreis in Hardheim zu verzeichnen. Mit einer allgemeinen Kaufkraft pro Kopf von 24.022 Euro liegt der Bezirk der IHK Rhein-Neckar jedoch weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

        Dem Einzelhandel stehen davon etwa 28 bis 29 Prozent zur Verfügung. Pro Einwohner bedeutet das eine Einzelhandelsrelevante Kaufkraft zwischen 6.772 und 7.003 Euro. Das im Vergleich mehr als im Bundesdurchschnitt, aber weniger als im Landesdurchschnitt. Die Einwohner mit der höchsten einzelhandelsrelevanten Kaufkraft im IHK-Bezirk leben in Weinheim und bewegen sich damit deutlich oberhalb der Bundes- und Landeswerte.

        Die aktuelle IHK-Kaufkraftanalyse steht zum Download unter www.rhein-neckar.ihk24.de/kaufkraftanalyse bereit.

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