Mutterstadt – Ernte-Premiere im „Gemüsegarten Pfalz“: Seine leicht bittere Note macht den urwüchsigen „Vulkanspargel“ zum vielseitigen Superfood aus der Region!


        Mutterstadt / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak/ Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG) – Passend zur kälteren Jahreszeit gibt es bei Pfalzmarkt eG eine ganz besondere Ernte-Premiere. Vulkanspargel, der auch Spargelchicorée genannt wird, ist ein traditionelles Herbst- und Wintergemüse, das in diesem Sommer erstmals in der Pfalz angebaut wurde und aktuell geerntet wird.

        Das Aussehen erinnert an grünen Spargel, der Geschmack an Chicorée

        Vom Aussehen her erinnern die äußeren Blätter an Löwenzahn. Bei der Zichorienpflanze sind die Sprösslinge, die grünem Spargel ähneln, besonders markant. Der leicht bittere Geschmack erinnert an Chicorée. Aufgrund der gesundheitsfördernden Inhalts- und Bitterstoffe – Vulkanspargel hat einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt – gilt er auch als ayurvedische Heilpflanze, die die Verdauung ankurbelt und den Kreislauf stärkt!

        Wiederentdecker und Anbau-Pionier des Superfoods kommt aus Schifferstadt

        Wiederentdecker und Anbau-Pionier des Superfoods aus regionalem Anbau ist Pfalzmarkt-Erzeuger Ralf Weber aus Schifferstadt. Er hat auf einer Gesamtfläche von rund einem Drittel Hektar in diesem Sommer erstmals Vulkanspargel im nachhaltigen Versuchsanbau kultiviert: „Als Italienfan habe ich den Vulkanspargel dort kennengelernt. Das traditionelle Gemüse ist sehr vielseitig in der Zubereitung und wird dort als wichtiger Bestandteil in vielen regionalen Küchen geschätzt. Puntarella – wie der der Vulkanspargel in Italien heißt – kann beispielsweise als Salat zubereitet, oder mit Zucker, Salz und Butter kurz in der Pfanne geschwenkt werden!“

        Auch wenn es bei der Ernte schon kälter wird, braucht Vulkanspargel viel Wärme in der Wachstumsphase

        Im Anbau ist Vulkanspargel deutlich anspruchsvoller. Er liebt nährstoffreiche Böden und braucht viel Wärme in der Wachstumsphase. Im Gemüsegarten Pfalz findet er nahezu ideale Wachstumsbedingungen vor. „Die beste Aussaatzeit ist der Hochsommer mit schön warmen Temperaturen in der Pfalz“, erklärt der Anbau-Pionier Ralf Weber weiter. „Hitze war im ersten Anbauversuch kein Problem und auch der Wasserbedarf hielt sich in Grenzen!“

        Gar nicht bitter für die Sortenvielfalt im Gemüsegarten Pfalz: Vulkanspargel findet im Freiland und im geschützten Anbau ideale Wachstumsbedingungen

        Geerntet wird Vulkanspargel dann ab Herbst bis in den Winter hinein. Allerdings verträgt er keinen extremen Frost. Im Rahmen des Versuchsanbaus kultiviert Ralf Weber seinen Vulkanspargel deswegen im Freiland und im unbeheizten Gewächshaus. Der erste Anbauvergleich zeigt, dass Vulkanspargel aus dem Freilandanbau etwas mehr Bitterstoffe hat. Mit schützendem Dach über dem satten Grün werden die Blätter zarter und der leicht bittere Geschmack dezenter.

        Gesundes Wachstum liegt bei Pfalzmarkt im Trend

        Als wiederentdeckte Herbstspezialität bietet Vulkanspargel viel Potenzial für die weitere Vermarktung. Die steigende Verbrauchernachfrage nach vegetarischen und veganen Grundnahrungsmitteln ist nur ein Trendfaktor. Auch die professionelle Gastronomie ist auf der Suche nach neuen alten Sorten, die vielseitig und gesund sind. In den nächsten Tagen startet deswegen der eigentliche Vertrieb. Reinhard Oerther, Vertriebsvorstand bei Pfalzmarkt eG sagt: „Wer auf gesundes Wachstum und einen nachhaltigen und schrittweisen Markteinstieg setzt, der weiß, dass bei Pfalzmarkt Innovation und Tradition oftmals Hand in Hand gehen!“

        Weitere Informationen über Pfalzmarkt eG

        Vor mehr als 30 Jahren begann eine besondere Erfolgsgeschichte: Mehr als 4.200 Genossenschaftsmitglieder schlossen sich zur „Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG“ zusammen. Im April 1988 wurde in Mutterstadt die aktuell größte Handelsplattform für selbst erzeugtes Obst und Gemüse offiziell eröffnet. Heute hat die „Pfalzmarkt eG“ 1.400 Mitglieder und konzentriert – als Vertriebs-, Vermarktungs-, und Qualitätsgemeinschaft – die Kräfte seiner derzeit 180 aktiven Erzeuger.

        Den Pfalzmarkt in Mutterstadt verlassen täglich bis zu 250 LKW mit insgesamt 8.000 Paletten Obst und Gemüse. Geliefert wird in alle Regionen Deutschlands und Europas. Ein wichtiger Erfolgsbaustein ist die intelligente Arbeitsteilung. Die Pfalzmarkt-Erzeuger können sich vollständig auf die Obst- und Gemüseproduktion konzentrieren. „Ihre“ Pfalzmarkt eG kümmert sich um die Qualitätssicherung, die komplette Frischelogistik und Lagerung, sowie den Verkauf und Vertrieb der erntefrischen Waren. Dies reduziert den organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand und ermöglicht eine hohe Umschlagsgeschwindigkeit bei den Frischerzeugnissen.

        Aufgrund der intelligenten Arbeitsteilung in der Gemeinschaft ist es möglich, dass die Ware bereits wenige Stunden nach der Ernte vom „Pfälzer Acker“ bundesweit auf dem Weg in den Handel zu finden ist. Das gilt für aktuell 140 verschiedene Artikel im Saisonkalender. Die zertifizierten und anerkannten Qualitätsmanagementsysteme (QS, GlobalGAP und IFS) garantieren die gleichbleibend hohe Qualität und Rückverfolgbarkeit der Produkte. Alle Produzenten der Genossenschaft produzieren im sogenannten „Kontrolliert Integrierten Anbau“ und sind mit dem „Qualitätszeichen Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet. Klimatisch profitiert die Pfalz, als das größte Gemüseanbaugebiet Deutschlands, von wichtigen Standortvorteilen: Im Vergleich zu anderen Regionen beginnt die Ernte der Frischgemüse und Salate rund vier Wochen früher. Eine geschickte Bewässerung durch Regenanlagen sorgt selbst in Trockenzeiten für die ständige Verfügbarkeit der Ware und verlängert zudem die Saison im Herbst um etwa weitere drei Wochen.

        Seit der Gründung von Pfalzmarkt eG ist die Anbaufläche für Gemüse in Rheinland-Pfalz von knapp 7.000 Hektar auf aktuell rund 15.000 Hektar angewachsen. Die Gesamtanbaufläche für frisches Obst und Gemüse liegt in der Pfalz in der Saison 2020 mit rund 15.000 Hektar weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Neben den guten Böden und dem milden Klima, als natürliche Standortvorteile der Pfalz, bieten das Beregnungskonzept und die Bündelung der Vermarktungskapazitäten durch „Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG“ beste Voraussetzungen für die weitere positive Entwicklung in Deutschlands Gemüsegarten Nummer 1, der Pfalz.

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