Heidelberg – SPD-Fraktion verwundert über Äußerungen der Sprecherin von Fridays for Future zur Lockerung des Heizpilz-Verbotes: Der Klimaschutz macht auch während der Corona-Krise keine Pause


        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(pm SPD Gemeinderatsfraktion Heidelberg) –
        „Die Bewegung Fridays For Future (FFF) hat uns, der Generation 50+ bzw. mir, wieder die Augen geöffnet, dass wir bei jeder Entscheidung erneut fragen müssen, welche Konsequenzen unsere Entscheidungen für das Klima haben. Zurecht haben sie uns vorgeworfen, dass wir zu pragmatisch geworden sind.“ so Fraktionsvorsitzende Anke Schuster “Gerade die konsequente, kompromisslose Haltung der jungen Menschen hat mich sehr beeindruckt“. Die SPD-Fraktion nimmt die Appelle von Fridays for Future daher sehr ernst, aus diesem Grund ist diese über die Äußerungen der Sprecherin des Heidelberger FFF-Ablegers, Line Niedeggen, wie sie in der RNZ vom 19.10.2020 wiedergegeben wurden, sehr verwundert.
        So äußerte Niedeggen sich u.a., dass „wirksame Emisionsreduktionen […] an der Verkehrspolitik“ hingen und dass „Heidelberger Wärme nicht durch Heizpilze klimaschädlich“ werde, „sondern über die Fernwärme aus den Großkraftwerken Mannheim“. Klimagerechtigkeit heiße laut Niedeggen strukturelle Probleme zu bekämpfen, nicht Verbotspolitik. Es geht in einer Stadt, die sich im Klimanotstand befindet, doch nicht über ein „entweder-oder“. Sondern es muss aus Sicht der SPD-Fraktion doch um ein „sowohl-als-auch“ gehen. Bereits jetzt kann man in Heidelberg über die Stadtwerke über den Tarif „KLIMAfix“ Ökostrom beziehen oder über die Zusatzvereinbarung „heidelberg GREEN“ gegen einen Aufpreis zum bestehenden Stromvertrag Ökostrom aus erneuerbaren Energien beziehen und zusätzlich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in der Region fördern. Der Zusatz-Tarif „EMOBIL“ ermöglicht es zusätzlich zum Ökostrom-Vertrag, sein Elektroauto preisgünstig an den Ladesäulen der Stadtwerke und darüber hinaus über die Plattform Hubject europaweit zu laden.
        Gerade weil jede noch so kleine Maßnahme Gewicht hat im Klimaschutz, spricht sich die SPD-Fraktion gegen die Heizpilze aus. Deshalb hat sie den Klimanotstand mit vielen anderen Fraktionen ausgerufen. Seit Jahren wird an den Schulen unterrichtet, dass jeder und jede einen Beitrag zum Klimaschutz und Umweltschutz leisten kann: Licht aus beim Raum verlassen, Rad statt Auto, Stofftasche statt Plastiktüte oder eben mit Decken oder mit Ökostrom betriebene Sitzkissen statt Heizpilze. Schuster weiter: “Stellen wir uns mal die Frage: Was erreichen wir denn letztlich mit dem Aussetzen des Verbots der Heizpilze für ein Jahr? Wir erzeugen eine Nachfrage nach klimaschädlichen Heizpilzen, die gerade einmal ein paar Wochen im Einsatz sein werden, um sie dann wieder zu verschrotten. Denn im Winter 2021/22 soll das Verbot der Heizpilze ja wieder greifen. Dass dies ökonomisch unsinnig ist, liegt auf der Hand, aber viel wichtiger ist es, dass es ökologisch katastrophal ist. Die Lebensdauer ist viel zu kurz. Wir erzeugen unnötigen Müll – und das mit Ansage.“
        Heizpilze, ob mit Gas oder elektrisch betrieben, bleiben Energieverschwender und „Dreckschleudern“, wie sie u.a. die Münchner Ratsfraktion der Grünen bezeichnet hat. Der Vergleich von Greenpeace, dass eine Forderung der Gastronomen, die Luft mit Heizpilzen zu heizen, einer Forderung der Küstenregionen gleichkäme, zur Verlängerung der Badesaison Tauchsieder ins Meer zu halten, macht das eindrucksvoll deutlich.
        Dass die Argumente der SPD-Fraktion durchaus von vielen geteilt werden, zeigen z.B. die Aktionen der Grünen Fraktionen in Erlangen und München – Diese schlagen nämlich Decken anstatt Heizpilzen in der Außengastronomie vor. Oder die Demonstrationen der lokalen FFF-Gruppen in Villingen-Schwenningen gegen Heizpilze. „Wir sehen uns hier in guter Gesellschaft – das geht besser!“, schließt Schuster ab

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