Heidelberg – Sicherheit im öffentlichen Raum: Aufbau der Videoüberwachung am Hauptbahnhof! Das Ziel: Straftaten schnell erkennen, Beweise sichern – Kameraaufnahmen ab Oktober

        Bild: Die Stadt Heidelberg hat mit dem Land Baden-Württemberg vor fast zwei Jahren eine Sicherheistpartnerschaft geschlossen, der bis heute gültig ist. Das Konzept umfasst gezielte Sicherheitsmaßnahmen, die bisher mit Erfolg umgesetzt wurden. Mit der Einführung von Kameraüberwachung am Heidelberger Hsuptbahnhof soll kriminelles Verhalten noch engmaschiger beobachtet und ggf. bekämpft werden. Das Bild zeigt den Heidelberg-Besuch des Ministers für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobel. OB Eckart Würzner, (ehem.)Polizeipräsident Thomas Köber und Bürgermeister Wolfgang Erichson begrüßten ihn beim Eintreffen. Foto: MRN-NEWS/Atossa Kamran

        Heidelberg / Metropolregion Rhein-Neckar(red/ak) – Die Videoüberwachung am Heidelberger Hauptbahnhof startet: Insgesamt 21 Kameras an sieben Standorten werden am Bahnhofsvorplatz, dem Willy-Brandt-Platz, künftig das Geschehen aufzeichnen. Aktuell laufen die letzten technischen Vorarbeiten – ab Oktober 2020 werden die Kameras nach und nach angeschlossen. Während der Aufbau- und Montagearbeiten wird noch nicht aufgezeichnet. Ebenfalls in Kürze installiert werden die 15 Hinweisschilder und -tafeln, die Reisende, Bürgerinnen und Bürger über den Einsatz der Videoüberwachung informieren.

        Start in Heidelberg zunächst mit klassischer Videoüberwachung

        Um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu verbessern, hatte der Gemeinderat für die Anschaffung und Installation von Kameras bereits im Mai 2017 überplanmäßige Mittel in Höhe von 122.100 Euro bewilligt. Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft hat sich Heidelberg im März 2018 entschieden, sich zusätzlich dem Projekt „Intelligente Videoüberwachung“ anzuschließen und die geplante Videoüberwachung nach Ende der Pilotphase in Mannheim um das moderne System zu erweitern.

        Funktionsweise und rechtliche Grundlagen

        Das Vorhaben startet in Heidelberg voraussichtlich Ende Oktober 2020 in einem ersten Schritt mit der konventionellen Videoüberwachung. Das heißt, dass eine Beamtin oder ein Beamter die Kamerabilder im Polizeipräsidium in Mannheim auswerten und im Notfall die Einsatzteams vor Ort alarmieren. In einem zweiten Schritt erfolgt nach und nach die „intelligente“ Überwachung nach dem Mannheimer Vorbild, die dort in dieser Form Ende 2020 starten soll. Die „intelligente“ Software der Videokameras wertet die Bilderströme elektronisch aus und schlägt bei der Polizei nur dann Alarm, wenn sie atypische Bewegungsmuster erkennt – wenn beispielsweise jemand schlägt, rennt, fällt oder am Boden liegt. Dadurch reduziert sich der Polizeieinsatz für die Beobachtung an Monitoren beträchtlich. Softwarelösungen, die auf Gesichtserkennung basieren, sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig. Die aufgezeichneten Daten werden von der Polizei nach 72 Stunden gelöscht.

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